Gitarren-Controller hatten Anfang der 2000er ihren Höhenflug. Rund 20 Jahre später erleben sie ein Revival. Nicht nur alte Titel wie Rock Band, Clone Hero und Guitar Hero lassen sich noch immer spielen, auch aktuelle und neue Rhytmusspiele wie Fortnite Festival und das angekündigte Stage Tour versprechen Spaß an der Kunststoff-Klampfe.
Hier sind für euch die wichtigsten Gitarren-Controller für alle Plattformen.
Updates
06. Mai 2026: Eine neue Kaufberatung wurde geboren! Diese ist ein besonderes Herzenprojekt von mir. Gitarren-Controller haben bei vielen von euch 2026 keine echte Relevanz mehr oder noch nicht.
Ich selbst habe erst in den letzten Jahren Rhythmusspiele mit ihren Eingabegeräten lieb gewonnen. Vor einiger Zeit habe ich schon mal eine Kolumne dazu geschrieben.
Privat und bei der Arbeit kommen seitdem immer mal Leute auf mich zu, um sich beraten zu lassen. Deshalb habe ich mir überlegt, statt Einzelberatungen zu machen, einfach eine öffentlich einsehbare Kaufberatung zu schreiben.
Ich werde daran in den kommenden Monaten noch weiter feilen und hoffe, ihr könnt etwas daraus für euch mitnehmen. 💜🎸
Warum ihr mir vertrauen könnt
Inhaltsverzeichnis
Seite 1:
- Meine Empfehlung: Der Riffmaster für PS4/5 und Xbox/PC
- Technisch der Beste: CRKD Gibson Les Paul
- Weitere Gitarren-Controller für verschiedene Plattformen
Seite 2:
- Alles, was ihr über Gitarren-Controller wissen müsst und wie ihr den besten für euch aussucht
- Die wichtigsten Fragen, die ihr euch vor dem Kauf eines Gitarren-Controllers stellen solltet
Seite 3:
- FAQ: Oft gestellte Fragen und Antworten zum Kauf eines Gitarren-Controllers
- Die 7 häufigsten Fragen zu Gitarren-Controllern
Meine Empfehlung: Der Riffmaster für PS4/5 und Xbox/PC
Ich benutze für verschiedene Plattformen und verschiedene Spiele auch unterschiedliche Gitarren-Controller.
Die besten Erfahrungen habe ich im Casual-Gebrauch mit der PlayStation-Variante des PDP Riffmasters gemacht. Er ist kompatibel mit der PlayStation 4 und 5, es gibt aber auch eine Xbox/PC-Variante.
Ich bin ein großer Fan vom PDP Riffmaster und habe vor einiger Zeit auch schon einmal eine Kolumne darüber geschrieben.
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»Get ready to rock!« Der Gitarren-Controller PDP Riffmaster im Trailer
Was ich daran mag: Er hat ein Solo-Tastenfeld. Das ist praktisch, wenn man beim Spielen nicht so weit nach oben am Gitarrenhals greifen möchte oder kann. Das Solo-Tastenfeld ist, wie der Name schon verrät, eigentlich für Solo-Parts im Spiel gedacht. Die sind oft etwas anspruchsvoller.
Bei dem Solofeld-sind die Tasten ein wenig schmaler und liegen dadurch enger beieinander. Dadurch sind die Finger beim Spielen weniger gespreizt als beim Tastenfeld weiter oben.
Etwas, was man mögen kann aber nicht muss: Der Riffmaster ist mit rund einem Kilo Gewicht ziemlich leicht. Zum Vergleich: Meine kompakte Anvil Native (Test) Gaming-Tastatur wiegt fast doppelt so viel.
Durch das zweite Tastenfeld und das niedrige Gewicht eignet sich der Riffmaster nicht nur für Erwachsene, sondern auch für manche Kinder.
Ebenfalls schön: ich brauche keine App (weder an der Konsole, noch am PC). Beim Rock Band 4 Spielen auf meiner PS5 hatte ich zu keinem Zeitpunkt Probleme mit der Erkennung des Geräts.
Auch der Bewegungssensor beim Hochreißen funktioniert einwandfrei. Dongle eingesteckt und das Gerät ist sofort einsatzbereit.
Woran ich mich erst gewöhnen musste: Der Kontakt zur Konsole bricht schnell ab, wenn ich mich mit dem Controller entferne. Wenn ich mir beim Spielen fix mal etwas zu Trinken aus der Küche nebenan holen möchte, muss ich den Riffmaster also entweder abnehmen und auf dem Sofa liegen lassen, oder hinterher neu verbinden.
Die Gitarre ist einfach schlicht schwarz gehalten. Lediglich die Tasten sind an den Seiten bunt, was man von vorne aber nicht sieht.
Ich persönlich mag den Look des Riffmasters sehr, mit einer kleinen Einschränkung: Der Korpus ist im Gegensatz zum Griffhals nicht matt, sondern aus glattem, glänzendem Kunststoff, um der Optik des Lacks einer echten Gitarre
näher zu kommen. Dadurch zieht der Riffmaster bei Nichtgebrauch rasant Staub an.
Was mir weniger gefällt: Im Gegensatz zum ähnlich teuren CRKD Gibson Les Paul Blueberry Burst Pro hat der Riffmaster keine Hall-Effekt-Schalter oder eine andere Eingabeübertragung, die ohne physischen Kontakt auskommt, sondern gewöhnliche Membrantasten. Dadurch könnte die Haltbarkeit geringer sein.
Hier kommt ein weiterer Faktor hinzu: Der Riffmaster ist auf den Dongle angewiesen. Geht dieser verloren, muss irgendwie Ersatz aufgetrieben werden, ansonsten wird der coole Riffmaster zu einem Stück Plastikmüll.
- Zusätzliches Solo-Tastenfeld
- Keine App nötig, lizenziert
- Verbindet sich schnell und bricht nicht ab
- Neutraler Look
- Lange Akkulaufzeit (rund 36 Stunden), aufladbar via USB-C
- Bewegungssensor erkennt hochreißen schnell
- Zusammenklappbar
- Für Links- und Rechtshänder
- Kein Hall-Effekt o. Ä.
- Zieht Staub an
- Verfügbarkeit schwankt (vor allem Xbox)
Der Riffmaster ist der richtige Gitarren-Controller für euch, wenn ihr:
- ... es unkompliziert mögt (Plug and Play).
- ... von kleiner Statur seid oder kürzere Arme und Finger habt (also auch für Kinder)
- ... ein etwas leichteres Gewicht bevorzugt.
- ... eure Gitarre problemlos zusammenklappen und mitnehmen oder verstauen möchtet.
- ... ihr auf PS4/PS5 oder Xbox/PC spielt (richige Ausführung wählen!)
Technisch der Beste: CRKD Gibson Les Paul
Nach dem PDP Riffmaster waren die beiden Gibson Les Paul Controller von CRKD die erste moderne, kommerzielle Konkurrenz zum Riffmaster. Technisch gesehen ist die blaue Gitarre, die Blueberry Burst Pro Edition
, unter anderem wegen ihrer mechanischen Tasten das derzeit beste Modell, das man fertig kaufen kann.
An Nostalgiker, die das Gefühl von Membrantasten bevorzugen, aber auf modernen Plattformen unterwegs sind, richtet sich die Black Tribal Encore Edition
.
Während beide auf dem legendären Gibson-Design basieren, liegen die Unterschiede vor allem in besagter Schalter-Technik und dem Spielgefühl. Hier einmal der Vergleich zwischen beiden Geräten:
| CRKD Gibson Les Paul (Multiplattform-Varianten) | Blueberry Burst Pro Edition | Black Tribal Encore Edition |
|---|---|---|
| Design | Exklusives Blueberry Burst Finish | Klassisches schwarzes Design mit Tribal-Elementen |
| Bund-Tasten (Frets) | Mechanische Schalter (taktil, direkt) | Standard-Membran (klassisches, weiches Originalgefühl) |
| Anschlaghebel (Strum Bar) | Hall-Effekt mit einstellbarer Empfindlichkeit und haptischem Feedback | Mechanischer Klick (klassischer Schalter für den vertrauten Klick-Sound) |
| Gitarrenhals (Neck) | RGB-beleuchtet und modular tauschbar | RGB-beleuchtet und modular tauschbar |
| Konnektivität | - Kabellos: 2,4 GHz-Funk und Bluetooth - Kabelgebunden: USB-C | - Kabellos: 2,4 GHz-Funk und Bluetooth - Kabelgebunden: USB-C |
| Plattform (beide Gitarren auch als Xbox-Variante verfügbar) | PC, PC-Handhelds (Steam Deck, Rog Ally, Legion Go), Switch, Android, PS3 (Legacy Mode), PS4/PS5 (Legacy Mode) | PC, PC-Handhelds (Steam Deck, Rog Ally, Legion Go), Switch, Android, PS3 (Legacy Mode), PS4/PS5 (Legacy Mode) |
| Gewicht | 1,45 kg | 1,28 kg |
Der Legacy Mode beider Gibson Les Paul Controller ist mein persönliches Highlight und war neben den Hall-Effekt-Sensoren der Burst Pro Edition
auch mein stärkstes Kaufargument für beide Ausführungen.
Dank des Legacy Modes kann ich sämtliche alten Musikspiele wie etwa Guitar Hero: World Tour oder Rockband 1 & 2 auf der PlayStation 3 spielen. Ich brauche dafür keine Mods oder muss auf uralte Gitarren-Controller zurückgreifen. Die Gibson Les Pauls funktionieren an alten Konsolen einwandfrei.
Link zum YouTube-Inhalt
Was mich aber etwas stört: Wenn ich damit beispielsweise Rock Band 4 auf der PlayStation 5 spiele, erkennt die Konsole mein Hochreißen des Gitarrenhalses alles andere als zuverlässig. Anpassungen in der Software brachten bisher leider keine Besserung.
Zudem finde ich schade, dass ich nur ein gewöhnliches Tastenfeld oben am Gitarrenhals habe und kein zweites weiter unten wie beim Riffmaster. Allerdings bietet CRKD alternative Gitarrenhälse mit Solo-Tastenfeld, die ich austauschen könnte, und andere Komponenten wie Skins und Tastensets.
Dennoch liebe ich das Spielen im Legacy Mode. Für alles auf neueren Konsolen habe ich ja meine Riffmaster. Wer einen modernen Gitarren-Controller für alte Plattformen möchte, findet aktuell nichts Besseres.
Zu wem welcher CRKD Gibson Les Paul Controller passt
- Die Pro Edition (Blueberry Burst) ist für die
Enthusiasten
undEnthusiastinnen
gedacht. Wenn ihr auf maximale Präzision und die Schnelligkeit von mechanischen Tasten steht (ähnlich wie bei einer Gaming-Tastatur), ist dies das Top-Modell. Besonders der Hall-Effekt-Strum-Bar ist ein Gamechanger, da er keinen mechanischen Verschleiß kennt. - Die Encore Edition (Black Tribal) richtet sich an die Nostalgikerinnen und Nostalgiker. Sie simuliert das Gefühl der alten Guitar-Hero-Tage mit der weicheren Rubberdome-Technik in den Tasten und dem typischen mechanischen Klacken beim Anschlagen. Sie ist die perfekte Wahl, wenn ihr das vertraute Gefühl der 2000er Jahre sucht, aber moderne Zuverlässigkeit möchtet.
Die vorbestellbare CRKD Gibson SG Cherry 20th Anniversary Edition könnte einen Mittelweg zwischen beiden Modellen bieten. Ich bin gespannt, wie sie sich in der Praxis schlägt.
Weitere Gitarren-Controller für verschiedene Plattformen
Wenn weder CRKD, noch PDP Riffmaster zusagen, gibt es ein paar wenige Alternativen anderer Hersteller, die neu gekauft werden können:
Mit Spannung erwarte ich die 2026 erscheinende Drakong InfinaKore. Wo sich CRKD mit Gibson zusammengetan hat, konnte sich Drakong (eine Untermarke von Hyperkin) den Gitarrenhersteller Fender als Koop-Partner sichern.
Die ursprünglichen Instrumenten-Controller zu den Musikspielen von damals gibt es oft nur noch zu horrenden Preisen als Sammlerstücke sowie in Gebraucht.
Wer so wie ich noch alte Geräte wie die Fender Stratocaster und die Fender Jaguar im Haus hat (auf dem ersten Bild auf der nächsten Seite zu sehen – die beiden bunten Gitarren), kann diese aber oft mit ein paar Kniffen weiterhin benutzen. Wer gerne moddet kann sich in entsprechenden Online-Shops alles Notwendige dafür zusammensammeln.











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