Kennt ihr diese Schokolade, die aussieht wie kleine Seepferdchen und Muscheln? Niemand kauft die sich selbst, sie spawnt einfach auf magische Art im Wohnzimmerschrank der Großeltern. Es sind auch nicht die leckersten Pralinen der Welt ... aber meine Güte ist diese Schoki schmackofatzig, wenn Oma sie mal wieder herauskramt!
Genauso geht es mir mit den Dark-Pictures-Spielen von Entwickler Supermassive Games. Die narrativen Horrorerlebnisse, bei der jede meiner Entscheidungen zum Tod eines Charakters führen kann, sind für mich der Inbegriff von »Guilty Pleasure«.
Ja, sie triefen vor Genre-Klischees, charmantem Trash und überzogenen Charakteren. Und ja, ich verdrehe oft die Augen bei den Dialogen oder bin von Story-Twists enttäuscht. Dennoch freue ich mich jedes Mal wieder wie ein Schoko-Seepferdchen, wenn die Anthologie der Until-Dawn-Macher in die nächste Runde geht.
Aber bei aller Liebe für die Reihe: Supermassive Games tappte zuletzt immer wieder in dieselben Design-Fallen und wiederholte alte Fehler – vermutlich beim Versuch, den Erfolg von Until Dawn auf Biegen und Brechen zu kopieren.
Directive 8020 durchbricht diesen Teufelskreis endlich! Mit dem Sci-Fi-Horror distanzieren sich die Entwickler zumindest ein bisschen von der typischen Dark-Pictures-Formel und wagen endlich einen Schritt nach vorn. Dabei kommt zwar kein perfektes Spiel heraus, aber eine Horror-Erfahrung, bei der ich direkt nach dem Abspann in die zweite Runde gehen möchte. Und nicht nur das: Für mich ist es schlichtweg das beste Supermassive-Spiel seit Until Dawn.
Im Weltall hört dich niemand schreien
Auf dem Papier gewinnt die Story von Directive 8020 vermutlich keinen Innovationspreis fürs Sci-Fi-Genre: Unsere Erde stirbt und die Menschheit braucht ein neues Zuhause. Das Aufklärungsschiff Cassiopeia soll deshalb den zwölf Lichtjahre entfernten Exoplaneten Tau Ceti f unter die Lupe nehmen.
Und natürlich geht dabei alles schief. Der Großteil der Crew erwacht aus dem Kryo-Schlaf und stolpert direkt in einen Sci-Fi-Albtraum. Nicht nur wurde einer der Schlaftechniker an Bord ermordet – die überlebende Crew ist fortan auch noch auf der Flucht vor einer Alien-Form und ihren eigenen Doppelgängern.
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