Discord reagiert auf die Kritik-Welle und kündigt Änderungen an - Altersverifikationen werden verschoben

Discord hat sich auführlich zur Kritik an den geplanten Alterverifizierungen geäußert.

Discord hat sich zur Kritik aus der Community geäußert. (Bild: Discord) Discord hat sich zur Kritik aus der Community geäußert. (Bild: Discord)

Mit der Ankündigung von verpflichtenden Altersverifizierungen hatte Discord eine riesige Welle an Kritik heraufbeschworen. Zahlreiche Nutzer kündigten ihren Abschied von der Plattform an. Nun hat sich einer der Gründer in einem Statement geäußert.

Discord ändert seine Pläne und erklärt sich

Stanislav Vishnevskiy, einer der Gründer und aktueller CTO von Discord, hat sich in einem ausführlichen Statement an die Discord-Community gewandt. Dabei räumt er Fehler ein und kündigt Planänderungen an.

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Der wichtigste Teil der Nachricht sind definitiv die geplanten Änderungen:

  • Die Einführung der Altersverifikation wird auf die zweite Hälfte von 2026 verschoben
  • Es wird mehr Optionen zur Verifikation geben
  • Die technischen Details werden transparent kommuniziert

Die vielen Discord-Nutzer, die der beliebten Plattform den Rücken zugekehrt haben, führten unter anderem dazu, dass das gute alte TeamSpeak an seine Belastungsgrenzen gestoßen ist. Um die Gunst zurückzugewinnen, wurden schon jetzt mehr Informationen geteilt.

Eingeständnis von Fehlern: Vishnevskiy schreibt, dass dem Team von Anfang an bewusst war, dass die Altersverifikationen kontrovers diskutiert werden würden. Dennoch hätte man bei der Kommunikation Fehler gemacht.

Die Nachricht, Discord würde von all seinen Nutzern verlangen, ihre Gesichter und Ausweise einzuscannen, sei zwar falsch, habe sich aber wie ein Lauffeuer verbreitet. Das hätte man mit mehr Hintergrundinfos verhindern können.

Was wirklich passiert: Vishnevskiy schreibt weiter, dass sich für 90 Prozent der Nutzer überhaupt nichts verändern wird. Die allermeisten User ändern die Standard-Sicherheitseinstellungen nie und interagieren auch nicht mit altersbeschränkten Inhalten.

Zudem gibt es schon jetzt ein System, das das Alter der Nutzer anhand ihres Verhaltens sehr gut einschätzen kann. Dazu zählen etwa Metriken wie das Alter des Accounts, ob ein Zahlungsmittel hinterlegt ist und Ähnliches. Die genauen Daten sollen vor dem Rollout geteilt werden.

Die verbleibenden 10 Prozent müssen sich verifizieren. Hier möchte man aber Möglichkeiten anbieten, mit denen die Nutzer zwar ihr Alter, nicht aber ihre Identität preisgeben müssen. Wer sich nicht verifiziert, kann trotzdem weiter seinen Account nutzen, aber eben die Sicherheitseinstellungen nicht ändern und nicht mit altersbeschränkten Inhalten interagieren.

Für alle, die Discord trotzdem den Rücken kehren wollen, haben wir drei sehr gute Alternativen vorgestellt.

Insgesamt möchte Vishnevskiy klarstellen, dass Discord genau die Plattform bleiben soll, die die Nutzer bisher kennen. Der Schutz von Minderjährigen sei aber wichtig und in den letzten Jahren seien sehr viele junge User dazugekommen.

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