Doom: So faszinierend sieht der Kult-Shooter von 1993 mit Raytracing aus

Ein Modder hat das klassische Doom mit software-basierter Strahlenverfolgung ausgestattet. Das Ergebnis bei einem solch alten Spiel? Irgendwie faszinierend!

von Sören Diedrich,
03.04.2022 12:07 Uhr

Raytracing ist nur was für moderne Spiele? Von wegen! Bereits einige Oldies haben eine Frischzellenkur auf Basis dieser Technologie erhalten und erstrahlen dadurch in neuem Glanz - fünf Euro dafür ins Phrasenschwein!

Nachdem bereits Kyle Katarn aus Jedi Knight 2 sein Lichtschwert in hübsch(er) schwingen durfte, ist nun ein weiterer Klassiker an der Reihe, nämlich das allererste Doom aus dem Jahre 1993. Wie das Ergebnis aussieht? Um das zu erfahren, müsst ihr euch noch ein paar Zeilen gedulden.

Zunächst für Aprilscherz gehalten

Die Kreation des Modders sulim_t wurde von manchen zunächst für einen Aprilscherz gehalten, denn die Raytracing-Version von Doom ist ausgerechnet an dem für seine Fake-Ankündigungen berühmt-berüchtigten Tag erschienen. Ach, wo wir gerade beim Thema sind: Steam wird demnächst eingedeutscht - ganz ehrlich jetzt!

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Diese spezielle Doom-Variante existiert aber wirklich und erntet in den Kommentaren unterhalb des Videos auch reichlich Lob. Wie in den meisten Fällen bei solch alten Spielen handelt es sich nicht um echtes, hardware-basiertes Raytracing wie in modernen Titeln, sondern um eine Softwarelösung, die der Modder einprogrammiert hat. Dafür verwendete er den Open-Source-Port namens PrBoom.

Wie sieht das Ergebnis aus? Genug geschwafelt, lassen wir endlich Taten, äh Bewegtbilder sprechen! In einem Video könnt ihr euch ein eigenes Bild von Doom mit Raytracing machen:

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Das Ergebnis lässt sich am besten als faszinierend beschreiben. Denn die Grafik wird einerseits durch das moderne Feature zwar nicht wie durch Zauberhand wirklich gut, andererseits sieht es aber unzweifelhaft besser als das Original aus, das überhaupt nicht für solche Techniken ausgelegt wurde.

Vor allem die zahlreichen Lichtquellen wirken sich nun deutlich stärker auf die Ausleuchtung des Levels aus, wovon auch die Texturen profitieren. Wenn ihr im Besitz des Originalspiels seid und etwas Bastelarbeit nicht scheut, könnt ihr die Raytracing-Mod sogar herunterladen und ausprobieren.

Seid ihr unterwegs und wollt Daten sparen? Dann hebt euch das Video für daheim auf und überzeugt euch mit unserem Bildvergleich von dem Ergebnis:

Vor allem die Lichteffekte machen durchaus was her und peppen das Spiel visuell auf (Bildquelle: sulim_t auf YouTube)

Nachschlag gefällig? Auf seinem YouTube-Kanal hat sulim_t übrigens auch einen Teaser zu Half-Life 1 mit Raytracing hochgeladen. Wenn ihr euch dafür interessiert, was dabei herauskam, könnt ihr dort ja mal vorbeischauen.

Ein durchaus faszinierendes (und nervenaufreibendes) Experiment haben wir übrigens vor einiger Zeit durchgeführt: Spielen wie vor 25 Jahren! Mit der Technik von damals versuchen wir unter anderem, das originale Doom zum Laufen zu kriegen. Das bedeutet vor allem eins: Drama, Schweiß und Tränen!

Wie bewertet ihr das Resultat? Interessiert ihr euch für alte Spiele mit modernen Grafikfeatures, oder entlockt euch so etwas nur ein gelangweiltes Gähnen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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