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Inhaltsverzeichnis
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Spielen wie vor 25 Jahren - DOOM, DRAMEN, DOSTALGIE

Doom wurde 1993 schlagartig zum Klassiker – dabei ist es erstaunlich, dass es überhaupt jemand spielen konnte, denn PC-Gaming war damals eine komplexe Wissenschaft. Wir starten einen Selbstversuch mit der Technik von damals: mit 386er, DOS-Dramen, Schweiß und Tränen.

von Henner Thomsen,
01.12.2018 08:00 Uhr

Der Rechner links hat einen Turbo-Knopf. Doch der tat das genau Gegenteil von dem, was sein Name vermuten ließ.Der Rechner links hat einen Turbo-Knopf. Doch der tat das genau Gegenteil von dem, was sein Name vermuten ließ.

Die großen Werke der Kunstgeschichte waren den meisten Zeitgenossen nur schwer zugänglich: Wer im Jahre 1506 die »Mona Lisa« betrachten wollte, musste nach Florenz reiten und in Da Vincis Werkstatt einbrechen. Um sich 1824 die Neunte Sinfonie Beethovens anzuhören, galt es zunächst ein 44-köpfiges Orchester aufzustellen. Und wer 1993 das vielleicht wichtigste Spiel der PC-Historie erleben wollte, musste eine sündhaft teure Maschine bauen, kryptische DOS-Befehle studieren, einen analogen Weg ins Internet finden und viel, viel Geduld aufbringen.

Heute können wir im Web jederzeit und überall Da Vincis Gesamtwerk bewundern, Beethovens Kompositionen lauschen und uns (wozu auch immer) jedes erdenkliche Spiel vorspielen lassen. Doch der wahre Genuss entfaltet sich erst im Museum, im Konzertsaal - und beim Selberspielen. Auch das war noch nie so einfach: Doom lässt sich in zwei Sekunden bei Steam herunterladen und mit drei Klicks in der DOSBox spielen oder, noch simpler, auf der Website archive.org direkt im Browser.

1993 lagen die Hürden höher. Wie hoch? Das finde ich heraus in einem heroischen Selbstversuch: Wie der Doom-Marine durch die Höllenbrut kämpfe ich mich durch die Tücken der analogen Datenfernübertragung, der DOS-Speicheroptimierung und der IRQ-Zuweisung - genau wie damals. So viel sei schon verraten: Ihr wisst nicht, wie gut wir es heute haben.

Die Geschichte des PCs: Die große Report-Reihe zum Ursprung des Computers

Die Zeitmaschine Die Zeitmaschine

Ein zeitgenössischer Desktop-PC mit 20 MHz schneller 386-CPU, VGA-Grafikkarte, 4 MB RAM sowie 80-MB-Festplatte. Und Turbo-Taste.

Doom-DeLorean

Meine Zeitmaschine für die Reise in die frühen Neunzigerjahre ist ein 386SX-PC mit 4 Megabyte Arbeitsspeicher, VGA-Grafik und einem Desktop-Gehäuse in jenem Grau-Beige, das damals offenbar gesetzlich vorgeschrieben war. Solch ein PC gehörte vor 25 Jahren zum Hardware-Prekariat, stand aber in vielen Arbeitszimmern und ist genau das, was die Ur-Fassung von Doom verlangt. Mit 80-MB-Festplatte (die wird ja nie voll!), Diskettenlaufwerk und dem Betriebssystem MS-DOS 5 führen historische Preislisten solch einen Rechner für mindestens 1.800 Mark - heute wären das 1.350 Euro.

Wer der Empfehlung von id Software folgte und sich für Doom einen schnellen 486er mit futuristischen 8 MB RAM gönnte, gab das Doppelte aus. Zusätzlich bietet mein System den Luxus eines CD-Laufwerks, auch wenn ich Doom spielen will und nicht Rebel Assault, das kurz vorher erschien; eine Soundkarte hingegen fehlt noch - ich werde hören, ob ich das noch bereue. Ich drücke den Startknopf.

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