Das Ende von Fernsehen per Kabel und Satellit: Ein neuer TV-Standard bringt das lineare Programm nahtlos auf Handys, Tablets und Co.

Mit DVB-I steht ein neuer Übertrgungsstandard für klassisches Fernsehen in den Startlöchern.

Fernseher benötigen ein Update, um DVB-I zu empfangen. (Bildquelle: TCL) Fernseher benötigen ein Update, um DVB-I zu empfangen. (Bildquelle: TCL)

Schon unzählige Male wurde das lineare Fernsehen angesichts der immer stärker werdenden Streaming-Konkurrenz totgesagt – doch nun soll der klassische Rundfunk ein neues Werkzeug erhalten, berichtet Chip.

Wenn im September 2026 der neue Übertragungsstandard DVB-I startet, verschmelzen lineares Fernsehen und Online-Streaming zu einer Einheit – ganz ohne App-Wechsel oder zusätzliche Abonnements.

Während der neue Standard ein neues Maß an Komfort auf nahezu allen Endgeräten verspricht, gibt es für die meisten klassischen Fernseh-Zuschauer einen empfindlichen Dämpfer: Nur die wenigsten Fernseher werden den Standard wohl über ein Firmware-Update freischalten können.


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Das ist der neue Standard DVB-I

Mittlerweile gibt es zahlreiche Lösungen für digitales Fernsehen: von DVB-C für Kabel zu DVB-T für Antenne und DVB-S für Satellit. Das neue DVB-I (Digital Video Broadcasting – Internet) ergänzt die bestehenden Empfangswege durch eine moderne Variante und könnte sie sogar in Zukunft ablösen.

Bei DVB-I handelt es sich technisch gesehen nicht um ein Übertragungsprotokoll, sondern einen neuen Standard, der aktuelle Streaming-Methoden nutzt. Er bündelt das lineare Fernsehen mit IP-basiertem Streaming.

Für den Zuschauer bedeutet das: Das Live-Programm der Sender und deren Internet-Streams verschmelzen auf der Benutzeroberfläche des Geräts zu einer zentralen Liste verfügbarer Angebote.

Der wohl größte Pluspunkt der neuen Technologie ist die universelle Verfügbarkeit. Statt nur auf den Fernseher zu setzen, kann DBV-I auf den meisten Geräten empfangen werden, die über Internet verfügen.

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Auch bei der Einrichtung soll DBV-I dem Zuschauer entgegenkommen. Anstelle einer oftmals langwierigen Sendersuche lädt sich das Gerät zukünftig eine sogenannte Service-Liste aus dem Netz.

Die Datei enthält alle wichtigen Informationen zu verfügbaren Programmen sowie Elektronische Programmdaten (EPG) und Zusatzinformationen, wie Jugendschutzoptionen. Die Liste soll regelmäßig aktualisiert werden und kann so auch zeitlich begrenzte Angebote bereitstellen.

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Ein neuer Fernseher ist wahrscheinlich nötig

Während DVB-I auf Smartphones, Tablets und Computern oftmals ohne große Änderungen empfangen werden kann, sieht die Situation bei herkömmlichen Fernsehern anders aus. Da DVB-I hier über ein Firmware-Update installiert werden muss, werden wahrscheinlich nur die wenigsten solch eins bekommen.

Viele Hersteller statten vor allem ältere Modelle fast nie mit neuen Fähigkeiten aus. Bisher gibt es von Herstellern wie Sony, Samsung und Co. noch keine Angaben zu möglichen Updates.

Jetzt ist eure Meinung gefragt. Seht ihr noch klassisches Fernsehen oder seid ihr mittlerweile komplett auf Streaming-Angebote umgestiegen? Schreibt uns dazu gerne unten einen Kommentar?


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