Der Amazon Kindle hat eine große Schwäche – und ein neuer Konkurrent macht mir das schmerzlich bewusst

Ich habe meinen geliebten Kindle einen Monat lang gegen den Onyx Boox Palma, einen E-Reader im Handy-Format, getauscht.

Klein, aber oho! Der Boox-Reader führte mir die Schwäche des Kindles vor Augen. Klein, aber oho! Der Boox-Reader führte mir die Schwäche des Kindles vor Augen.

Ich liebe meinen Kindle Paperwhite und hielt ihn bislang für den Meister aller Klassen. Nun probierte ich den Onyx Boox Palma aus und wünschte, ich hätte es nicht getan. Der E-Reader in Handygröße führte mir nämlich deutlich vor Augen, woran der Kindle noch arbeiten muss: an seiner Trägheit. Jetzt, wo ich weiß, dass es besser geht, kann ich nicht mehr über die lahme Geschwindigkeit hinwegsehen.

Martin Moch
Martin Moch

Martin liest täglich 30 Minuten nach dem Aufstehen und in der S-Bahn zur Arbeit, abends dann nochmal genauso lange; am Wochenende auch gerne mehr. Der Bücherwurm ist der festen Überzeugung, dass 10 Seiten pro Tag für alle machbar sind. An der zerfledderten Schutzhülle seines Kindle sieht man, dass er Lesen lebt.

Die Vorteile eines E-Readers liegen im wahrsten Sinne des Wortes klar auf der Hand: Sie sind kompakt und auf die eigenen Bedürfnisse anpassbar.

Beide E-Book-Reader haben ähnliche Funktionen

Der auffälligste Unterschied liegt im Design. Der Boox-Reader ist einem Smartphone nachempfunden und deshalb deutlich schmaler.

Kindle und Boox nebeneinander. Geöffnet ist dieselbe Seite aus »Revival«. Kindle und Boox nebeneinander. Geöffnet ist dieselbe Seite aus »Revival«.

Der Boox-Reader läuft auf Android, außergewöhnlich für einen E-Reader. Viele Vorteile haben sich mir allerdings nicht erschlossen, aber einen, den für mich bedeutendsten, konnte ich auf jeden Fall ausmachen. Zuvor die wichtigsten Gemeinsamkeiten zum Kindle:

  • Helligkeitseinstellungen sind möglich
  • Schriftgröße kann angepasst werden
  • E-Ink-Display

Wie ein Smartphone hat auch der Boox-Reader eine Kamera. Die ist primär gedacht, um Seiten zu scannen und abzuspeichern. Um andere Fotos zu machen, muss eine Kamera-App aus dem Play Store heruntergeladen werden. Nice to have, aber auch nicht mehr.

Wenn die Funktionen ähnlich sind, was macht der Boox-Reader dann besser?

Es ist die Bedienung, denn im Gegensatz zum Kindle ist der Boox-Reader keine Schlaftablette:

  • angenehmeres und schnelleres Tippen durch Smartphone-Tastatur
  • Seiten blättern schneller um, Fenster öffnen und schließen schneller
  • Flüssiges Scrolling

Vor allem beim Stöbern im Kindle Store treten mir regelmäßig die Adern aus dem Hals, wenn ich wische und nichts passiert. Dann scrollt das Gerät zwei Seiten auf einmal oder es wird irgendein Buch ausgewählt und die Seite dazu geöffnet, obwohl ich das gar nicht wollte.

Dann klicke ich auf zurück und könnte, bis das vorherige Fenster geöffnet ist, die Wäsche machen, mit der Katze spielen oder ein Buch lesen.

Onyx Boox Palma schlägt den Kindle in seinem eigenen Zuhause

Mir ist eine fließende und schnelle Bewegung durch die Menüs wichtig, denn ich schaue aufgrund der Angebote jeden Tag in den Kindle-Store.

Über den Play Store können Apps heruntergeladen werden. So ist es also möglich die Kindle-App zu öffnen. Über den Play Store können Apps heruntergeladen werden. So ist es also möglich die Kindle-App zu öffnen.

Da der Boox-Reader auf Android läuft, ist ein Zugriff auf den Play Store möglich. Hier habe ich mir die Kindle-App heruntergeladen und stöbere deutlich angenehmer auf dem Gerät als auf dem Kindle.

Wieso also nicht beim Onyx Boox Palma bleiben?

Ich habe das Gerät einen Monat lang genutzt und leider überzeugt mich das Format einfach nicht. Den Kindle kann ich viel angenehmer halten, mit einer oder mit zwei Händen.

Der Boox-Reader hält sich wie ein Smartphone und macht es mir deswegen schwer, in die Geschichte abzutauchen. Es fühlt sich an, als hätte ich mein Handy in der Hand. Wenn ich ein wenig mehr Text auf einer Seite haben möchte, wird die Schrift schnell zu klein. Mache ich die Schrift angenehm groß, und ich mag sie gerne etwas größer, ist zu wenig Text auf der Seite. Das stört meinen Lesefluss.

Da ich noch sehr viele klassische Bücher habe, nehme ich auch die gerne zur Hand. Eine Lösung dafür, wie ich die abends im Bett mit angenehmem Licht lesen kann, habe ich bereits gefunden.

Welche Themen rund um Bücher und Technik interessieren euch? Lest ihr lieber klassische Bücher oder E-Books? Was für Bücher lest ihr am liebsten? Was ist euer Lieblingsgenre? Wer sind eure Lieblingsautoren? Welchen E-Book-Reader verwendet ihr? Wie viele Seiten lest ihr in der Woche? Schaut ihr lieber Buchverfilmungen? Schreibt es gerne in die Kommentare.

zu den Kommentaren (31)

Kommentare(31)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.