Stromverbrauch berechnen: Was ist normal?
Wofür steht kWh? Die Kilowattstunde ist eine Maßeinheit, die die elektrische Leistung von Geräten ermittelt - dazu wird in Watt gemessen. Damit kann beispielsweise errechnet werden, wie viel Kilowatt euer Gaming PC in einer Stunde an Leistung bzw. Energie verbraucht. Auf den meisten Geräten in eurem Haushalt steht die Leistung drauf, sodass ihr eine Idee davon bekommt, wie viel Leistung ihr benötigt. Das variiert aber je nach Personen im Haushalt oder Bedürfnissen - nicht jeder braucht drei Monitore und sechs Playstation 5. Im Schnitt verbraucht aber ein Single Haushalt zwischen 1300 bis 1500 kWh und eine vierköpfige Familie 2.600 bis 5.000 kWh pro Jahr.
Wie viel ihr letztendlich verbraucht könnt ihr aber auch errechnen: Dazu benötigt ihr aber Zugang zu eurem Stromzähler. Beobachtet oder notiert euch am besten den Verbrauch von einem Tag, einer Woche oder für noch genauere Schätzungen einen Monat - anhand dessen berechnet ihr, wie viel Geld ihr am Ende des Jahres noch im Geldbeutel habt. Auch Apps wie EnergieCheck greifen euch dabei unter die Arme.
An sich ist die Rechnung aber nicht gerade schwer, was zusätzliche Software überflüssig macht. Notiert ihr auch am Anfang des Monats euren Zählerstand, dann errechnet zum Ende einfach die Differenz: Das ist euer Verbrauch! Je nachdem welchen Bemessungszeitraum ihr nehmt, könnt ihr folgende Rechnung aufstellen:
- Stromverbrauch in kWh pro Tag x 365 = Stromverbrauch pro Jahr
- Stromverbrauch in kWh pro Woche x 52 = Stromverbrauch pro Jahr
- Stromverbrauch in kWh pro Monat x 12 = Stromverbrauch pro Jahr
Wie viel kostet der Strom? - Strompreis 2023
Die große Frage: Wann wird der Strom wieder billiger? Tatsächlich ist der Strom bereits seit dem 1. Januar 2023 aufgrund der Abschaffung der EEG-Umlage um ca. 4,4 Cent pro Kilowattstunde (brutto) günstiger geworden. Dennoch liegt der Preis für recht weit oben: Ungefähr 37,6 Cent kostet eine Kilowattstunde durchschnittlich an Strom.
Darauf solltet ihr achten: Energieeffizienzklasse & Blauer Engel
Theoretisch lässt sich schon Strom und Geld sparen, bevor ihr ein neues elektronisches Gerät kauft, ihr müsst nur auf ein paar Symbole achten: Energieeffizienzklasse und das Blauer Engel Label. Beide Kennzeichnungen sollen euch darüber informieren, wie umweltfreundlich und energiesparend ein neuer Kühlschrank, Fernseher oder Wasserkocher ist.
Das neue Energieeffizienzlabel:
Bei dieser Einordnung handelt es sich um ein EU-Energielabel, das im März 2021 überarbeitet worden ist und nur noch die neuen Klassen A (hohe Effizienz) bis G (niedrige Effizienz) umfasst. Die alten Labels mit den „+“-Bezeichnungen sind nicht mehr gültig. Das hat zur Folge, dass Geräte, die vorher eine hohe Effizienz mit der Einstufung "A+++" besaßen jetzt nur noch der Klasse "C" angehören. Bietet aber auch gleichzeitig einen Vorteil: Hersteller werden dazu angehalten, umweltschonendere Produkte auf den Markt zu bringen.
Hinweis: Seit September 2021 gilt das neue Energielabel auch für Lampen und Leuchten - nicht aber für Backöfen oder Klimaanlagen. Dort wird noch in den alten Kategorien von "A" bis "A+++" unterschieden.
Blauer Engel Siegel:
Der Blaue Engel ist das Umweltzeichen der Bundesregierung - um dieses Label zu bekommen müssen aber bestimmte Kriterien erfüllt werden, die vom Umweltbundesamt festgelegt werden. Geräte, die das Label besitzen zeichnen sich durch einen geringen Energieverbrauch, Langlebigkeit und einen geringen Teil an Schadstoffen aus.
Problem: Die Kennzeichnung mit dem Blauen Engel ist freiwillig und erfordert einen kostenpflichtigen Antrag des Herstellers. Das führt leider das dazu, dass einige Produkte die Kriterien erfüllen, aber keine Kennzeichnung haben.
Auf welchen Produkten ist der blaue Engel? Das Label bekommen nicht nur Tech-Produkte, auch Kopier- und Druckerpapier oder Textilien, die besonders umweltschonend sind können es erhalten. Aber natürlich auch Wasserkocher, Ladegeräte oder elektronische Zahnbürsten.
Wichtig: Nur weil das Siegel "Blauer Engel" vorhanden ist, bedeutet es nicht automatisch, dass ein Produkt unbedenklich ist, sondern nur besser als andere in dieser Kategorie abschneidet.
Was sind typische Stromfresser?
Was verbraucht am meisten Strom in der Wohnung? Ich habe eine schlechte Nachricht für alle Gourmetköcher unter euch: Der Elektro-Herd gehört definitiv zu den größten Stromfressern, da er auch so gut wie jeden Tag zum Einsatz kommt ist er aber wie viele andere nicht verzichtbar.
Laut verschiedener Stromanbieter wird der meiste Strom bei folgenden Geräten verbraucht:
- Alte Heizpumpen
- Elektrischer Herd
- Gefrierschrank
- Kühlschrank
- Beleuchtung
- Wäschetrockner
- Geschirrspüler
- Waschmaschine
- Fernseher und Zubehör
- Home Office Geräte (PC; Drucker, Router)
Bei den alltagsgebräuchlichen Geräten gibt es aber dennoch ein paar Tricks den hungrigsten Monstern ein paar Kekse (Strom) zu klauen.
Ihr habt noch weitere Tipps, wie man gut einiges an Stromkosten sparen kann? Dann erleuchtet uns in den Kommentaren und teilt mit, was unbedingt der Liste hinzugefügt werden soll!
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