Der YouTuber GosuCoder hat nach 30 Stunden intensiver Nutzung der KI DeepSeek V3 einen ersten Erfahrungsbericht veröffentlicht. Er hat die KI mit verschiedenen alltäglichen Anwendungsfällen aus der Arbeit eines Entwicklers getestet. Hier ist sein erstes Fazit.
Die wichtigsten Anwendungen im Überblick
Der Entwickler verwendete DeepSeek nach eigenen Angaben zu ca. 60 Prozent für Programmieraufgaben. Die restlichen 40 Prozent zur Text-Generierung von Marketing-Inhalten, E-Commerce-Texten sowie für die Planung von Architektur und Datenmodellen.
Er verwendete im Rahmen seines Tests: Python, AWS, VueJS, PostgresSQL, Typescript.
Die folgenden Anwendungen stellt er besonders heraus:
- Code-Cleanup: DeepSeek entfernte überflüssigen Code effizient und reduzierte eine Datei mit über 1.000 Zeilen auf nur 415 Zeilen – und das praktisch fehlerfrei.
- API-Entwicklung: Das Modell generierte auf Anhieb funktionierende APIs, inklusive Authentifizierung.
- Architektur und Datenmodellierung: DeepSeek lieferte kreative Vorschläge, die seiner Aussage nach teilweise sogar besser waren als seine eigenen.
- Prototypen-Entwicklung: In einem privaten Projekt entwickelt GosuCoder ein Schachspiel, bei dem zwei Large-Language-Models gegeneinander antreten. (Spoiler: Die sind nicht besonders gut im Schach.). Innerhalb von 5 Minuten hatte der YouTuber einen funktionierenden Prototypen.
Link zum YouTube-Inhalt
Wo überzeugt DeepSeek besonders?
Gerade im Vergleich zu Claude, dem Konkurrent von Anthropic, sieht er die Stärken von DeepSeek V3 aber in folgenden Punkten:
- Konsistenz: DeepSeek bleibt präzise und hält sich an die gewünschten Frameworks (in diesem Fall VueJS). Claude scheint im Gegensatz dazu viel auf React-Code trainiert zu sein, sodass die KI immer wieder React-Code ausgibt, obwohl VueJS angefragt wird.
- Kontextlimits: Der Workflow des YouTubers wurde mit DeepSeek nie durch Kontextlimits unterbrochen. Allerdings betont er auch, dass er regelmäßig neue Chats startet.
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Was ihr bei DeepSeek beachten solltet
Es ist zu beachten, dass der YouTuber bereits mit dem V3-Modell diese beeindruckenden Ergebnisse erzielt. Gestern wurde das R1-Modell veröffentlicht, das gerade für mathematische und logische Problemlösung konzipiert ist.
DeepSeek ist allerdings ein chinesisches Unternehmen. Das wirft wegen der Nähe von chinesischen Firmen zur Führung des Landes Datenschutzbedenken auf. Man denke in diesem Kontext etwa an TikTok.
GosuCoder vertritt hierbei die Ansicht: Code ist Code, UI ist UI - es gibt nichts, was sie aus dem, was ich gebaut habe, herausbekommen, was sie nicht schon haben.
Strikt sei er dagegen bei sensiblen oder proprietären Daten (wie API-Keys). Die solle man grundsätzlich keinem Large-Language-Model zur Verfügung stellen. Egal in welchem Land die Entwickler-Firma sitzt.
Was denkt ihr über das Fazit des Entwicklers? Nutzt ihr selbst LLMs zum Coden oder zur Software-Entwicklung? Welche Erfahrungen habt ihr dabei gemacht? Schreibt es uns in die Kommentare!
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