Ab dem 1. Juli 2026 muss jedes in der EU verkaufte neue Auto über einen sogenannten »Alkolock«-Anschluss verfügen. Das Gerät selbst muss dabei allerdings nicht verpflichtend eingebaut werden.
Neue Autos kommen mit Alkolock-Anschluss
Was ist Alkolock? Beim Alkolock handelt es sich um eine Alkohol-Wegfahrsperre, also ein kleines Gerät, das den Atemalkohol messen kann. Liegt dieser über dem gesetzlichen Grenzwert, kann das Fahrzeug nicht gestartet werden.
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Die Technik ist simpel, aber effektiv, da sie Alkoholfahrten zuverlässig verhindern kann. In den USA und teilweise auch in europäischen Ländern wird das System schon eingesetzt.
Alkolocks werden so teilweise präventiv beispielsweise in Bussen, Taxen oder LKW vorgeschrieben, können aber auch bei einer wiederholten Alkoholfahrt vom Gericht verordnet werden. In Deutschland wird immer wieder über solche Regelungen diskutiert, durchgesetzt wurden sie aber noch nicht (via Bußgeldkatalog).
Schon bald Pflicht: Die Debatte könnte demnächst an Fahrt aufnehmen, wenn neue Autos verpflichtend mit einem Anschluss für solche Geräte ausgestattet sein müssen. Ab dem 1. Juli 2026 gilt diese Regelung in der ganzen EU, wie etwa Wired berichtet.
Die Fahrzeughersteller müssen dabei den Anschluss direkt einbauen und ausreichend Platz für ein solches Gerät mit einkalkulieren. Der Weg hin zu einer gesetzlichen Regelung wäre dann auch in Deutschland kürzer als bisher.
Die Maßnahme ist Teil des Programms »Vision Zero« der europäischen Behörden. Mithilfe einer ganzen Reihe von Maßnahmen soll die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 halbiert und bis 2050 möglichst auf null gesenkt werden.
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Alleine in Deutschland gibt es jedes Jahr tausende Unfälle unter Alkoholeinfluss, sowohl mit Autos als auch mit Fahrrädern, E-Scootern, Motorrädern und Co. Nicht selten kommt es dabei auch zu Schwerverletzten und Toten. Alkolocks könnten ein Teil der Lösung sein, weil sie Alkoholfahrten effektiv verhindern können.
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