Facebook vs. Rache-Pornos - Nutzer können nun Nacktbilder hochladen

Facebook hat monatelang experimentiert und erlaubt es Nutzern in einigen Ländern nun, eigene Nacktbilder hochzuladen, um Rachepornos zu verhindern.

von Georg Wieselsberger,
25.05.2018 09:29 Uhr

Facebook hat ein Pilot-Projekt gegen Rache-Pornos gestartet.Facebook hat ein Pilot-Projekt gegen Rache-Pornos gestartet.

Manche Personen stellen Nacktbilder oder entsprechende Videoaufnahmen des Ex-Partners online, um sich nach dem Ende einer Beziehung an ihnen zu rächen. Die Folgen dieser Taten sind unterschiedlich, doch es gab aus diesem Grund auch schon Selbstmorde sehr junger Menschen. Eigentlich sind Rache-Pornos ßbei Facebook wie jede explizite Nacktaufnahme verboten, doch nach der Veröffentlichung dauert es eine gewisse Zeit bis zur Entfernung. Der Schaden ist dann meist schon angerichtet.

Nacktfotos selbst hochladen und weitere Kopien verhindern

Seit einigen Monaten hatte Facebook mit einer Idee experimentiert, die schon die Veröffentlichung von Rachepornos verhindern soll. Nutzer, die verhindern wollen, dass ein Ex-Partner intime Aufnahmen bei Facebook veröffentlicht, sollen sich über den Facebook-Messenger selbst ein Nacktbild schicken. Daraus wird dann durch die Facebook-Rechner ein digitaler Fingerabdruck beziehungsweise Hash-Wert errechnet, der verhindern soll, dass die Aufnahmen erneut hochgeladen oder geteilt werden.

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Laut Facebook müssen die Berechnungen auf den Servern stattfinden, damit der entsprechende Code nicht auf Endgeräten gehackt und damit eventuell umgangen werden kann. Um zu verhindern, dass Nutzer einfach normale Bilder anderer hochladen und so berechtigte Bilder blockiert werden, sollten zudem auch Menschen einen Blick darauf werfen.

Erfahrene Organisationen als Partner

Entsprechend wenig Anklang fand die Idee bei vielen Nutzern. Facebook will nun aber laut einer Mitteilung trotzdem in Australien, Kanada, Großbritannien und den USA ein Pilotprogramm durchführen, bei dem sich interessierte Nutzer zuerst an eine Organisation wie die Cyber Civil Rights Initiative in den USA oder die Revenge Porn Helpline in Großbritannien wenden müssen.

Dort gibt es Experten für Rachepornos, die dann dem Nutzer eine Möglichkeit nennen, Bilder hochzuladen. Ein Sicherheitsteam bei Facebook wird die Bilder prüfen und dann sicherstellen, dass diese Bilder abgelehnt werden. Die eingesendeten Bilder werden gelöscht.

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