Stark steigende Preise für Arbeitsspeicher sorgen dafür, dass viele darüber nachdenken, ob sie jetzt schnell neuen RAM kaufen sollten, bevor es noch schlimmer wird.
Außerdem macht es das Ausweichen auf Alternativen zu regulären Online-Händlern und Neuware potenziell deutlich attraktiver.
Doch gerade in solchen Fällen müsst ihr jetzt besonders genau hinsehen, wenn es um RAM der Marke Corsair geht.
Wo liegt das Problem?
Wer nicht auf acht Speichermodule setzen will, aber alle RAM-Plätze mit RGB-Beleuchtung versehen möchte, der kann auf Corsairs Light Enhancement Kit setzen.
- Corsair bietet sogenannte Light Enhancement Kits an. Dabei handelt es sich auf den ersten Blick um ganz normale Speichermodule. Tatsächlich sehen sie aber nur so aus und enthalten keinen DDR-Speicher.
- Sie dienen dazu, freie RAM-Slots vergleichsweise kostengünstig mit passender RGB-Beleuchtung zu bestücken. Dementsprechend besitzen sie auch die gleiche Bauweise wie reguläre Speichermodule, aber deutlich weniger Kontakte.
- Genau mit solchem
Fake
-RAM wurde nun jemand über den Facebook-Marketplace betrogen, wie er bei Reddit beschreibt. Er hat 450 Dollar für vermeintliche 64 GByte Corsair-RAM bezahlt, aber nur ein Light-Enhancement-Kit bekommen, das etwa ein Zehntel davon wert ist.
9:14
982 GB gekauft, 62 GB bekommen – doch bei der Betrugsmasche mit USB-Sticks kommt es noch schlimmer
Wie man diesen Betrug erkennt
- Das zuverlässigste Warnsignal ist der Preis. Aktuell kosten Dominator-Kits von Corsair mit 64 GByte RAM mindestens 800 Euro. Warum sollte sie also jemand nur für knapp die Hälfte verkaufen? Auch für gebrauchte Ware ist das ein unverhältnismäßig niedriger Preis.
- Auf die Kontakte achten: Das ist im Vorfeld zwar nicht zuverlässig möglich, da sich entsprechende Bilder leicht fälschen lassen. Daran erkennt man aber grundsätzlich, ob es sich um echten Arbeitsspeicher handelt oder um ein Light Enhancement Kit (siehe das Bild unten).
- Bei gebrauchtem Corsair-RAM besonders vorsichtig sein: Corsairs Light Enhancement Kit ist eine Seltenheit auf dem Markt. Gigabyte hat mal Dummy-Sticks im Bundle mit echtem RAM verkauft, unseres Wissens nach ist das aber nicht mehr der Fall.
Generell gibt es 64 GByte RAM im Kit mit zwei Modulen übrigens auch klar günstiger als im Falle der Dominator-Reihe, wenn auch immer noch sehr teuer. Bei DDR4-Speicher beginnt es bei etwa 400 Euro, bei DDR5-RAM sind es circa 600 Euro.
Neue Variante, alte Masche
Dass Ware zu einem hohen Preis verkauft und anschließend etwas weitgehend Wertloses an den Käufer verschickt wird, ist indes nicht neu, wie etwa der kürzliche Fall der Lieferung eines Steins statt einer GPU einmal mehr gezeigt hat.
Beim Kauf gebrauchter Ware und ohne klar geregeltes Rückgaberecht gilt es daher besonders, vorsichtig zu sein.
Gleichzeitig seid ihr aber auch bei Online-Händlern und Plattformen wie Amazon nicht völlig davor gefeit. Und die steigenden RAM-Preise machen diese Produktkategorie zu einer umso attraktiveren Wahl für Betrüger.
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