Fallout: Ein großes Geheimnis der ersten Folge könnte ein 21 Jahre alter Film lösen

Technik, die Menschen kontrolliert? Wir haben dazu drei Theorien und eine führt uns ins Marvel-Universum.

Diese beiden Herren könnten mehr gemeinsam haben als markante Augenbrauen. (Bildquellen: Bethesda, Marvel) Diese beiden Herren könnten mehr gemeinsam haben als markante Augenbrauen. (Bildquellen: Bethesda, Marvel)

Gestern erschien die erste Folge der zweiten Staffel von Fallout und sie lässt uns mit mehr Fragen als Antworten zurück (wie es eine erste Folge tun sollte). Und gleich die erste Szene hat uns ein dickes Fragezeichen ins Gesicht gezaubert.

Eine dieser Fragen: Womit zur heiligen Maulwurfsrattenmutter hat der Bösewicht Mr. House in der ersten Szene da einen Menschen kontrolliert? 

Eine definitive Antwort auf die Frage haben wir nicht, aber drei Theorien.

Um welche Szene geht es?

Das passiert in der ersten Szene: Sie spielt, bevor die Welt untergegangen ist. Wir sehen Mr. House, wie er in einer Spelunke (für die er absolut »overdressed« ist) einen Kampf vom Zaun bricht. Bevor es zur Prügelei kommt, begibt er sich mit drei Herren in den Hinterhof der Kneipe.

Natürlich lässt der feine Mr. House nicht selbst die Fäuste fliegen. Stattdessen setzt er einem der Kerle einen Chip in den Nacken – und kontrolliert ihn damit. Nicht mit Befehlen, sondern dieser wendet sich ganz automatisch gegen seine Kumpanen und bringt sie um.

Wir fragen uns: Wie hat er das gemacht? Was ist das für ein Gadget, das für den Fortgang der Geschichte noch eine Rolle spielen wird?

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Theorie Nr. 1: Cordyceps aus The Last of Us

Nein, das Gerät wird wohl keine Sporen in den Körper seines Wirts übertragen, doch die Funktionalität könnte eine ganz ähnliche sein.

So funktioniert der Pilz aus The Last of Us: Wer die Sporen des Ophiocordyceps einatmet, wird nach und nach davon übernommen. Der Pilz steuert also den Körper seines Wirts. Er …

  • breitet sich vom Gehirn aus aus.
  • steuert das Nervensystem.
  • verändert Motorik und Verhalten.
  • macht Menschen aggressiv gegenüber Nicht-Infizierten (zur eigenen Verbreitung).
  • ersetzt nach fortgeschrittenen Stadien sogar Haut und Knochen durch Pilzgewebe.

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Die Idee des Cordyceps beruht auf einem Pilz in der Natur namens »Ophiocordyceps unilateralis«. Das ist ein Parasit, der bestimmte Ameisenarten befällt.

So funktioniert der Pilz in der Natur:

  1. Eine Spore fällt auf eine Ameise.
  2. Der Pilz wächst ins Innere, infiltriert Muskeln und Nervenknoten.
  3. Er manipuliert Verhalten über das Nervensystem.
  4. Die Ameise wird gezwungen, auf eine bestimmte Höhe einer Pflanze zu klettern und sich dort festzubeißen. Das nennen Forscherinnen und Forscher »Death Grip«.
  5. Die Ameise stirbt, und aus ihrem Kopf wächst ein Fruchtkörper, der neue Sporen verbreitet.

Sehen könnt ihr das unter anderem in diesem Clip von National Geographic:

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Warum diese Theorie plausibel erscheint: Obwohl der Cordyceps organischer Natur ist und Mr. Houses Gadget, nun, aus Technik besteht, könnte eine Verbindung herrschen. Durch ein Substrat, das sich via Wirbelsäule über das Nervensystem seines Wirts verbreitet, könnte der von selbst agieren.

Dann wäre es allerdings keine echte Gedankenkontrolle und das Gerät würde mehr dazu dienen, die »Programmierung seines Wirts zu überschreiben«.

Theorie Nr. 2: Doc Ock aus Spider-Man 2

Die Verbindung mag auf den ersten Blick nicht ganz offensichtlich sein, aber: Doc Ock aus Spider-Man kontrolliert seine vier Tentakel über das Nervensystem – und er trägt sie auf dem Rücken.

Doc Ock wird zum Bösewicht, weil seine Tentakel ihn kontrollieren. (Bildquelle: MarvelDisney) Doc Ock wird zum Bösewicht, weil seine Tentakel ihn kontrollieren. (Bildquelle: Marvel/Disney)

So funktionieren die Tentakel von Doc Ock:

  • Der Bösewicht steuert seine mechanischen Tentakel durch eine Mischung aus Neuraltechnik und KI.
  • Die Tentakel sind über ein Rückenchip-Interface direkt mit seinem Nervensystem verbunden. Per Gedankenkontrolle steuert Doc Ock die Arme.
  • Das Interface funktioniert ähnlich wie moderne Neuroprothesen, die Roboterarme über Hirnsignale steuern.
  • Im Film Spider-Man besitzt jeder Tentakel einen eigenen kleinen Supercomputer mit KI.

Interessant wird’s erst, als die interne Sicherheitsbarriere durchbrennt. Dann steuert Doc Ock nicht mehr die Tentakel, sondern die Tentakel steuern ihn.

Warum diese Theorie plausibel erscheint: Ähnlich wie der Cordyceps wird ein Mensch hier über sein Nervensystem gesteuert – bloß mit Technik. Im Grunde wäre die Technik von Dr. House dann wie das Rückenchip-Interface von Doc Ock, bloß ohne die Sicherheitsbarriere.

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Unsere dritte und letzte Theorie stammt weder aus einem Spiel noch aus einem Film, sondern der Realität.

Wir können nämlich schon Dinge mit unseren Gedanken steuern! Wir berichteten bereits über einen Spieler, der mittels Neuralink wieder spielen konnte.

Und auch iPhones und iPads lassen sich seit iOS 26 per Gedankenkraft steuern, seht selbst:

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So funktioniert Steuerung per Gehirn:

  • Neuralink ist ein sogenanntes Brain-Computer-Interface (BCI). Die Technik liest elektrische Signale des Gehirns aus und gibt sie an einen Computer weiter.
  • Der im Gehirn implantierte Chip misst die elektrische Aktivität von Nervenzellen und gibt diese mittels ultradünne Polymerfäden weiter.
  • Die Gehirnaktivität wird in die Daten umgewandelt, die ein Computer auslesen kann.
  • Per drahtloser Verbindung werden diese Daten dann an ein externes Gerät weitergeleitet.

Warum diese Theorie plausibel erscheint: Auch, wenn der Chip direkt ins Gehirn eingesetzt wird, wissen wir nicht, wir Mr. Houses Chips in Fallout funktionieren. Der könnte etwa besagte Polymerfäden direkt ans Nervensystem anschließen.

Die gruselige Wahrheit: Ein solcher Chip müsste also »nur noch« gehackt werden, um die Kontrolle über sein Opfer zu erhalten.

Wir wissen natürlich nicht, um welche Technik es sich definitiv handeln wird. Es kann gut sein, dass die Autorinnen und Autoren sich für die Welt von Fallout eine ganze eigene Technik ausgedacht haben. Sowohl die Tentakel von Doc Ock als auch Neuralink sind der Technologie in der Welt des Ödlands nämlich weit überlegen.

Was wir wissen: Die Gedanken- oder Menschenkontrolle spielt in Staffel 2 noch eine wichtige Rolle. Wir bleiben also dran und werden nach dem Ende der Staffel unsere Theorien noch mal neu evaluieren.

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