FaZe-Team feuert Spieler, weil er seine Fans betrogen haben soll

Das große E-Sport-Team FaZe Clan trennt sich von einem Spieler und suspendiert drei weitere. Die Anschuldigungen wiegen schwer.

von Christian Just,
03.07.2021 17:41 Uhr

Der FaZe Clan zieht Konsequenzen aus Vorwürfen gegen eine Reihe von Profis, mit einer Crypto-Masche Fans betrogen zu haben. Der FaZe Clan zieht Konsequenzen aus Vorwürfen gegen eine Reihe von Profis, mit einer Crypto-Masche Fans betrogen zu haben.

Das bekannte E-Sport-Team FaZe Clan kündigt dem Spieler »Kay« und suspendiert »Jarvis«, »Nikan« und »Teeqo«. Alle sollen in einen Betrug an Fans verwickelt gewesen sein. Es geht um den Crypto Token »Save The Kids«, der mit Spenden an Kinder in Not wirbt.

Die Profispieler waren eine Partnerschaft mit den Coin-Entwicklern eingegangen und hatten gegenüber ihren Millionen Fans auf YouTube und Twitter dafür geworben. Inzwischen sind die entsprechenden Tweets nicht mehr auf Twitter zu finden. Auch der bereits in der Vergangenheit ähnlich auffällig gewordene YouTuber »RiceGum« hatte sich an der Aktion beteiligt.

Was passiert sein soll

Als der Coin an den Start ging, stieg der Kurs zunächst – und fiel dann rapide ab. Einen Kursverlauf könnt ihr hier anschauen. Der Vorwurf lautet nun, dass die YouTuber selbst von einer sogenannten »pump and dump«-Masche profitiert haben sollen.

Sie sollen also selbst in die Crypto-Währung investiert, ihre prominente Position zum Werben genutzt und nach dem darauffolgenden Anstieg des Kurses ihre Anteile mit Gewinn verkauft haben. Auch die Crypto-Entwickler selbst sollen unlautere Absichten gehabt haben, die Website des Tokens wurde offline genommen.

Wer erhebt die Vorwürfe? Einige YouTuber hatten sich auf Spurensuche begeben und wollen diese Masche anhand der virtuellen Brieftaschen (Wallets) der beteiligte YouTuber nachvollzogen haben. Hier seht ihr ein entsprechendes Video:

Link zum YouTube-Inhalt

FaZe distanzierte sich in einem Schreiben auf Twitter von den Spielern und verurteilte ihr Verhalten. Auch habe das Team »absolut keine Beteiligung« an der Aktion gehabt.

Link zum Twitter-Inhalt

Influencer stellt sich als Opfer dar

Der gefeuerte Spieler Kay hat sich auf Twitter für die Aktion entschuldigt und behauptet, »ohne böse Absichten« und »naiv« gehandelt zu haben, allerdings selbst von dem Kursverfall überrascht worden zu sein.

Link zum Twitter-Inhalt

Auch betont Kay, wie wichtig ihm seine Fans seien. Sonderlich glaubhaft wirkt das im Licht der Enthüllungen, selbst von der Aktion profitiert zu haben, allerdings nicht. Die Vorwürfe, das Vertrauen der Fans für persönlichen Profit missbraucht zu haben, konnten nicht glaubhaft entkräftet werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Influencer in Betrugsmaschen und ähnliche Vorfälle verwickelt sind. Etwa fielen einige YouTuber durch dubiose Machenschaften mit Skins oder illegales Glücksspiel auf.

zu den Kommentaren (20)

Kommentare(20)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.