Die 6 größten und gefährlichsten Irrtümer über Feuerlöscher und was die Feuerwehr wirklich rät

Feuerlöscher können inzwischen in jedem Baumarkt oder auch in vielen Discountern gekauft werden. Die Feuerwehr gibt Aufschluss über die häufigsten Mythen rund um Feuerlöscher und was wirklich stimmt.

Die sechs größten Irrtümer über Feuerlöscher

Zum Thema Feuerlöscher kursieren einige falsche Annahmen, die gefährlich werden können. (Bildquelle: Anna ShvetsPexels) Zum Thema Feuerlöscher kursieren einige falsche Annahmen, die gefährlich werden können. (Bildquelle: Anna Shvets/Pexels)

Ich wollte von der Feuerwehr wissen, was die größten Irrtümer und Mythen zum Thema Feuerlöscher sind.

1. Irrtum: Universal-Löschmittel ist für jede Art von Feuer geeignet

Das sagt die Feuerwehr: Unterschiedliche Brände und Feuer erfordern unterschiedliche Löschmittel. Wasser ist zum Beispiel bei Fett- oder Elektrobränden gefährlich und kann zu Stromschlägen führen. Pulverlöscher sind zwar vielseitig, verursachen aber oft große Folgeschäden. Man sollte sich über die Brandklassen (A, B, C, D, F) und die damit kompatiblen Feuerlöscher informieren.

2. Irrtum: Mit dem Feuerlöscher muss man auf die Flammen zielen

Das sagt die Feuerwehr: Viele zielen einfach auf die Flammen, man muss das Löschmittel aber gezielt auf die Brandquelle richten.

3. Irrtum: Feuerlöscher sind wartungsfrei und unbegrenzt haltbar

Das sagt die Feuerwehr: Viele glauben, Feuerlöscher sind wartungsfrei und unbegrenzt haltbar. Das ist falsch. Sie haben ein Ablaufdatum und müssen regelmäßigen Prüfungsintervallen unterzogen werden, in der Regel alle zwei Jahre. Ein fehlender Prüf- oder abgelaufener Wartungstermin ist ein klares Warnsignal. Auch bei Dauerdrucklöschern können geringe Undichtigkeiten zu Funktionsverlust führen. Löschmittelaustausch alle zehn Jahre, zudem sollte regelmäßig, gerade bei älteren Geräten eine Sichtprüfung stattfinden.

Auf diesem Feuerlöscher ist zu sehen, dass er viel zu lange nicht mehr geprüft wurde und entsorgt werden muss. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Auf diesem Feuerlöscher ist zu sehen, dass er viel zu lange nicht mehr geprüft wurde und entsorgt werden muss. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

4. Irrtum: Feuerlöscher hinterlassen keine Schäden

Das sagt die Feuerwehr: Einige denken, der Einsatz eines Feuerlöschers sei eine saubere Sache. Besonders Pulverlöscher verteilen aber ein feines Pulver, das erhebliche Schäden verursachen kann, die die Brandschäden übersteigen können.

5. Irrtum: Ist das Feuer gelöscht, ist die Gefahr vorüber

Das sagt die Feuerwehr: Der Nachschutz kann unzureichend sein. Es wird nur einmal gelöscht und das Feuer als "gelöscht" betrachtet. Nach dem eigentlichen Löschen muss die Brandstelle aber beobachtet und gegebenenfalls nachgelöscht werden, um Rückzündungen zu vermeiden.

6. Irrtum: Je näher der Feuerlöscher ans Feuer gehalten wird, desto besser

Das sagt die Feuerwehr: Man sollte genügend Abstand halten. Feuerlöscher werden oft zu nah am Brandherd eingesetzt. Zu nahes Herangehen erhöht die Gefahr von Verbrennungen oder Rückschlägen.

Weiter geht es auf der nächsten Seite mit der richtigen Benutzung eines Feuerlöschers.

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