Ein Film mit einem der größten Twists aller Zeiten wird 26 – und an 5 Hinweisen hättet ihr den schon vor dem Ende bemerkt

Fight Club hat vor 26 Jahren Premiere gefeiert und gilt bis heute unter Fans als Kultfilm – ob man den Twist kennt oder nicht.

Meat Loaf spielt eine Nebenrolle in Fight Club. (Bildquelle: 20th Century Fox) Meat Loaf spielt eine Nebenrolle in Fight Club. (Bildquelle: 20th Century Fox)

Hand aufs Herz: Filme, die auf eine große Wendung aufbauen, sind ein Riesenspaß. Gut gemacht, verlieren sie durch den Twist nicht, sondern gewinnen eine Metaebene hinzu. Beim Rewatch kann man dann nämlich Ausschau halten, ob man die Wendung hätte kommen sehen können.

Fight Club von 1999 ist genauso ein Film. Bis heute genießt David Finchers Thriller Kultstatus. Die erste Regel des Fight Club kennen sogar Leute, die den Streifen nicht gesehen haben.

Damit Fight Club nicht über seinen eigenen Twist stolpert, brauchte es beim Dreh besondere Aufmerksamkeit, so Yardbarker. Achtung, Spoiler: Tyler Durden, gespielt von Brad Pitt, ist nicht echt, sondern nur eine Einbildung des Protagonisten (Edward Norton).

  • Pitt durfte niemals in zwei Kameraaufnahmen derselben Gruppe zu sehen sein, da ja nur der Protagonist von ihm wusste.
  • Pitt durfte niemals in sogenannten »Over the Shoulder«-Shots gezeigt werden. Das sind die Einstellungen, bei denen die Kamera über die Schulter des Schauspielers oder der Schauspielerin filmt. Das nachstehende Video erklärt das sehr gut.
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Doch wie viele Hinweise gibt es eigentlich noch, die Tyler Durden als Einbildung entlarven? Mehr, als ihr vielleicht zunächst denkt.

5 Anzeichen, an denen ihr den Twist schon vorher erkennt

Lassen wir die beiden technischen Fakten von oben mal außen vor, gibt es inhaltlich richtig viele Hinweise darauf, dass Durden eine Illusion ist.

1. Durden warnt die Zuschauerinnen und Zuschauer

Auf der DVD findet ihr obigen Hinweis, bevor Fight Club überhaupt losgeht. (Bildquelle: 20th Century Fox) Auf der DVD findet ihr obigen Hinweis, bevor Fight Club überhaupt losgeht. (Bildquelle: 20th Century Fox)

Moment mal. Seit wann spricht ein fiktiver Charakter zu uns? Das ist ein Stilmittel im Storytelling und nennt sich »die Vierte Wand durchbrechen«. Dabei sprechen Figuren direkt zu den Zuschauenden.

Genau das passiert am Anfang des Films und ist daher ein starker Hinweis darauf, dass Durden in der Welt von Fight Club gar nicht existiert und sich über sie hinwegsetzt.

2. Durden taucht auf, bevor er vorgestellt wird

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Die Hauptfigur von Fight Club leidet unter Schlaflosigkeit – und immer dann, wenn er von seiner Insomnia berichtet, taucht Durden ganz kurz auf.

  • Als ein Doktor dem Protagonist von Selbsthilfegruppen erzählt.
  • Beim ersten Meeting der Selbsthilfegruppe.
  • Innerhalb einer Werbeeinblendung, wenn der Protagonist erzählt, dass er immer an einem anderen Ort aufwacht.
  • Am Flughafen, kurz bevor Durden und der Protagonist sich im Flieger treffen.

3. Durden lebt in der Paper Street

Hinter der Straße versteckt sich tatsächlich ein Hinweis. (Bildquelle: 20th Century Fox) Hinter der Straße versteckt sich tatsächlich ein Hinweis. (Bildquelle: 20th Century Fox)

Auf Durdens Visitenkarte steht die Adresse, in der später die Seifenproduktion an den Start geht. Das Haus steht angeblich in der Paper Street.

Wir würden das blind abkaufen, aber Paper Street im Englischen bezeichnet eine Straße, die noch nicht existiert, aber bereits auf Karten eingezeichnet ist, um künftige Straßen zu planen (via Wikipedia).

4. Durden bekommt Schläge, der Protagonist reagiert

Dieses Bild des verhärmten (und erstaunlich durchtrainierten) Brad Pitt kennen sicher die meisten. (Bildquelle: 20th Century Fox) Dieses Bild des verhärmten (und erstaunlich durchtrainierten) Brad Pitt kennen sicher die meisten. (Bildquelle: 20th Century Fox)

Eine der bekanntesten Szenen in Fight Club findet in einem Keller statt, in dem sich Männer treffen, um sich so richtig den Kühler zu verbeulen. Durden erscheint als der Initiator und nennt auch gleich die erste Regel des Fight Clubs:

Man spricht nicht über den Fight Club.

Im Laufe des Kampfes kassiert Durden Fäuste – aber Edward Norton als der Protagonist reagiert im Hintergrund. Er zappelt und zuckt, als wäre er derjenige, der die Schmerzen spürt.

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5. Der Protagonist hat keinen Namen

Der von Edward Norton gespielte Protagonist ist in den Credits nur als »Narrator« (zu Deutsch: Erzähler) aufgeführt. Im Verlauf des Films nutzt er bei jeder Selbsthilfegruppe einen anderen Namen.

  • Cornelius in der Hodenkrebs-Selbsthilfegruppe.
  • Travis in der Tuberkulose-Selbsthilfegruppe.
  • Lenny in der Sichelzellen-Selbsthilfegruppe.
  • Rupert in der Krebs-Selbsthilfegruppe.

Später im Film würde Marla, gespielt von Helena Bonham Carter, enthüllen, dass sich der Protagonist bei ihr als Tyler Durden vorgestellt hatte. Damit ist der Twist komplett.

Im Verlauf des Films gibt es noch etliche subtilere Hinweise auf die Wendung, die den Rahmen des Artikels gesprengt hätten. Dazu zählen unter anderem:

  • Doppeldeutige Dialogzeilen des Protagonisten wie »Manchmal hat Tyler für mich gesprochen«.
  • In einer Szene verprügelt sich der Protagonist vor seinem Chef selbst. Aus dem Off sagt er »irgendwie hat mich das an meinen ersten Kampf mit Tyler erinnert«.

Kennt ihr noch weitere Momente im Film, die auf den Twist hinweisen? Schreibt sie gerne in die Kommentare.

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