Auf der CES 2018 in Las Vegas hat die südkoreanische Firma Innomdle Lab - ein Abkömmling von Samsungs Forschungsabteilung C-Lab - das sogenannte Sgnl-Armband vorgestellt. Mit dem Sgnl-Armband können Nutzer telefonieren, indem sie sich den Finger ins Ohr stecken. Das Prinzip dahinter: Knochenschall.
Per Knochenschall direkt ins Ohr
Die Hardware soll es Nutzern erlauben, ihr Smartphone-Signal per Bluetooth an das Armband zu übertragen. Dieses überträgt den Ton dann per Knochenschall an den Finger, sodass der Nutzer, der sich diesen ans Ohr hält, den Gesprächspartner hören kann. Der Ton kommt direkt im Ohr an, während die Sprache des Nutzers durch ein im Sgnl integriertes Mikrophon an den Gesprächspartner übertragen wird.
Das Armband selbst lässt sich dabei einfach mit dem bestehenden Armband einer Smartwatch oder einer herkömmlichen Armbanduhr austauschen. Neben der Telefonie erfüllt das Armband zusätzlich die Funktionen eines Fitness-Trackers: Per App lassen sich Gesundheitswerte, Schlaf und Bewegungsverhalten tracken - das Sgnl verfügt über eine sogenannte Body Conduction Unit sowie ein Pedometer. Außerdem lassen sich verschiedene Notifikationen einstellen sowie Erinnerungen für Anrufe terminieren.
250 US-Dollar, Auslieferung Frühjahr 2018
Laut Herstellerangaben unterstützt Sgnl Android 4.4 sowie iOS 9 oder höher. Es setzt auf einen 3,7 Volt Li-ion-Akku mit einer Standby-Zeit von vier Tagen sowie einer reinen Telefonie-Zeit von vier Stunden. Weil Sgnl den Ton direkt per Vibration über den Finger ins eigene Ohr überträgt, besteht keine Gefahr, das andere Personen in der eigenen Umgebung die unterhaltung mithören – zumindest nicht den Gesprächspartner, reden muss man selbst ja immer noch.
Das über Kickstarter und Indiegogo mit knapp 3,7 Millionen US-Dollar finanzierte Sgnl-Armband soll Ende Januar an die Backer der Crowdfunding-Kampagnen ausgeliefert werden. Alle anderen Interessenten können Sgnl ab dem Frühjahr 2018 zum Preis von 250 US-Dollar erwerben.
Die Redakteure von Golem konnten das Sgnl-Armband übrigens bereits antesten und bescheinigen ihm eine »überraschend gut[e]" Übertragungsqualität beim Telefonieren. Ob sich das Gerät am Markt allerdings langfristig durchsetzen kann, muss sich noch zeigen: Schließlich verdankt Konkurrenz-Hardware wie etwa die beliebten Ein-Ohr-Mini-Headsets ihren Erfolg vor allem der Tatsache, dass der Nutzer beim Telefonieren beide Hände frei hat - ein Vorteil, den das Sgnl-Armband nicht leisten kann.
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