Im Reddit-Forum schilderte ein Community-Mitglied einen kuriosen Fall. Der passende Thread trägt übersetzt den Titel Ehemaliger Arbeitgeber will 6 Monate nach meiner Entlassung das Passwort für den Computer, den ich benutzt habe
.
Es handelt sich zwar um einen Einzelfall und die Firma wird nicht genannt. Auch deshalb ist es schwer, zu überprüfen, ob die beschriebenen Geschehnisse so stattgefunden haben. Aber unabhängig davon ist die Community sich größtenteils einig und beurteilt das vermeintliche Vorgehen der Firma als fragwürdig.
Außerdem werden in dem Thread häufig eigene Erfahrungen mit Arbeitgebern geschildert, wie es in dem Forum mit dem bezeichnenden Titel r/antiwork oft der Fall ist. Dort hat die Geschichte vor einem Jahr mit über 24.000 Upvotes und mehr als 3.700 Kommentaren für viel Aufmerksamkeit gesorgt.
Auch interessant: Sehen bald so unsere Notebooks aus?
2:47
Codename Flip: So stellt sich Lenovo die Laptops der Zukunft vor
Mehr Details zu dem Fall
- Das Community-Mitglied gibt an, nur 30 Tage in dem nicht genau benannten Unternehmen beschäftigt gewesen zu sein.
- Nach einem Hinweis auf das nicht erlaubte Arbeiten mit bestimmter Software ohne Lizenzen sei es zu der schnellen Entlassung und der Rückgabe seines Arbeits-Notebooks gekommen.
- Im Reddit-Beitrag ist auch die Mail zu sehen, die er nach einem halben Jahr bekommen hat (siehe das Bild unten). Darin heißt es, dass man nicht in der Lage dazu sei, das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen, weil beim Anmelden weiter nach einem Passwort gefragt werde.
Die Geschichte betont einmal mehr, dass ihr nie euer Passwort herausgeben solltet – ganz egal, mit welcher Begründung auch danach gefragt wird.
Oftmals stecken hinter solchen unlautere Absichten, was hier teils ebenfalls in den Kommentaren vermutet wird. Der Reddit-User spicyad, der die Geschehnisse schildert, verneint das in diesem Fall aber. Er kennt demnach die Person, die ihn kontaktiert hat, noch von seinem ehemaligen Arbeitgeber.
Dennoch sollten bei euch die Alarmglocken klingeln, wenn euch jemand nach eurem Passwort fragt. Ignoriert die Anfrage am besten komplett und kommt so einer Aufforderung nicht nach.
Warum der Fall so fragwürdig wirkt
Es sind primär drei Aspekte, die die Geschichte so problematisch machen:
- Ein Problem ist allein die Zeit, die zwischen der Entlassung des Reddit-Mitglieds und der Frage nach seinem Passwort vergangen ist. Man sollte meinen, dass eine Firma sich früher darum kümmert, Hardware für den nächsten Mitarbeiter vorzubereiten.
- Besonders kritisch zu bewerten ist der Umstand, dass der ehemalige Angestellte um die Nennung seines Passworts gebeten wird.
- Zu guter Letzt sollte die Firma auch ohne sein Passwort dazu in der Lage sein, das Notebook zurückzusetzen.
Vor diesem Hintergrund überraschen Aussagen von spicyad nicht, laut denen es in dem Unternehmen seiner Erinnerung nach keine eigene IT-Abteilung gibt.
So oder so gilt: Das Unternehmen hätte sich vorab Gedanken darüber machen müssen, in welcher Form es Hardware an den Mitarbeiter herausgibt, die einerseits ausreichend geschützt ist und die andererseits nach seiner Entlassung problemlos wieder für die Firma zugänglich gemacht werden kann.
Hinweis: Dieser Artikel ist in einer früheren Version bereits auf GameStar.de erschienen.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.