Den Flugmodus auf dem Handy kennt vermutlich jeder. Der Button mit dem Flugzeug-Symbol findet sich auf allen Smartphones und kann zumeist über das Kontrollzentrum oder in den Einstellungen ein- und ausgeschaltet werden.
Auf Flugreisen werden wir in der Regel vor Start und Landung gebeten, den Modus zu aktivieren. Das soll verhindern, dass die Mobilfunksignale die Flugzeugelektronik stören.
Das passiert bei der Aktivierung des Flugmodus:
- Mobilfunkverbindungen (Telefonieren, SMS, mobiles Internet) werden abgeschaltet.
- WLAN wird deaktiviert (kann aber manuell wieder eingeschaltet werden).
- Bluetooth wird deaktiviert (kann ebenfalls manuell wieder aktiviert werden).
- GPS bleibt meist aktiviert, da es nur passiv empfängt (aber das hängt vom Gerät ab).
Auch wenn der Flugmodus, wie der Name schon sagt, für die Reise in Flugzeugen eingeführt worden ist, bietet er darüber hinaus auch Nutzen im Alltag.
Nachfolgend zeigen wir euch einige Beispiele, wann und wie ihr den Modus verwenden könnt.
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Akkulaufzeit verlängern
Der wichtigste Vorteil des Flugmodus liegt in der Reduzierung des Akkuverbrauchs. Durch das Deaktivieren der Kommunikationsschnittstellen – Mobilfunk, WLAN, Bluetooth und Co. – werden energieintensive Hintergrundprozesse gestoppt.
Beispielsweise in Gebieten mit schwachem Empfang verbraucht das Smartphone normalerweise viel Energie, da es ständig nach einem stärkeren Signal sucht. Der Flugmodus unterbricht diese Suche und schont dadurch den Akku erheblich.
Aber selbst bei einer guten Netzabdeckung könnt ihr durch das Deaktivieren der Funksignale die Akkulaufzeit deutlich verlängern.
Neustart der Netzverbindung
Der Flugmodus dient auch als Lösung bei Netzproblemen. Nach einer Mobilfunkstörung oder bei instabilen Verbindungen kann das kurzzeitige Aktivieren und anschließende Deaktivieren des Flugmodus helfen, überhaupt wieder ein Signal beziehungsweise ein stärkeres Signal zu finden.
Der »Soft-Reset« zwingt das Gerät dazu, sich neu in das Mobilfunknetz einzuwählen und kann damit Verbindungsprobleme beheben.
Vermeidung von Roaming-Verbindungen
Auf Reisen außerhalb der EU ist der Flugmodus ein zuverlässiger Schutz vor Roaming-Kosten. Während in EU-Ländern das »Roam-Like-At-Home«-Prinzip gilt, können außerhalb der EU hohe Gebühren entstehen.
Der Flugmodus verhindert ungewollte Datenverbindungen, wobei WLAN bei Bedarf separat aktiviert werden kann.
Wichtig zu wissen: Mobile Daten werden nicht nur über den Browser oder geöffnete Apps verbraucht. Auch im Hintergrund laufen bei modernen Smartphones mitunter einige Prozesse, die Daten ziehen. Diese bleiben im Zweifel unentdeckt, können durch den Flugmodus jedoch gestoppt werden.
Datenvolumen sparen
Wer einen Handyvertrag mit geringem Datenvolumen nutzt, kann über den Flugmodus unterwegs Daten sparen. Auch hier sorgt das Kappen der mobilen Verbindung dafür, dass keine (unnötigen) Daten verbraucht werden.
Digital Detox und ungestörter Schlaf
Viele moderne Smartphones bieten spezielle Fokus-Modi, die Benachrichtigungen und Co. zu bestimmten Zeiten verhindern. Ihr habt aber auch die Möglichkeit, den Flugmodus für diesen Zweck zu nutzen.
So könnt ihr in Ruhe Musik hören, konzentrierter lernen oder arbeiten, ohne dass euch das Handy dabei stört.
Wichtig zu beachten: Da das Mobilfunknetz ausgeschaltet ist, kommen Telefonate und SMS mitunter nicht durch.
Schnelleres Aufladen?
Immer wieder hört man davon, dass das Handy im Flugmodus auch schneller aufgeladen werden kann. Im Grunde ist das logisch, immerhin verbraucht es in dieser Zeit ja auch weniger Energie.
Der Vorteil ist im Alltag allerdings zu vernachlässigen, wie ein Praxistest meines Kollegen Nils zeigte. Der Unterschied zwischen ein- und ausgeschaltetem Flugmodus beim Aufladen lag im Bereich einer Minute.
Verwendet ihr den Flugmodus auf dem Handy außerhalb des Flugzeugs? Falls ja, wann kommt er bei euch im Einsatz? Habt ihr einen weiteren Einsatzzweck als die oben genannten? Teilt uns eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit.



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