Ich bin überrascht, wie viel Strom mein Mähroboter zieht, obwohl er nicht arbeitet

Beim Testen wurde mir klar, dass ich eine Sache dringend ändern muss, wenn ich beim Stromverbrauch meines Rasenmähroboters sparen will.

Sind Mähroboter wirklich so sparsam, wie man vermutet? Ich habe es ausprobiert. Sind Mähroboter wirklich so sparsam, wie man vermutet? Ich habe es ausprobiert.

Oft verknüpft man Mähroboter mit der Eigenschaft, bequem zu sein. Doch ein Blick auf den Stromverbrauch meines Modells zeigt, dass man noch weitere Faktoren als die Zeitersparnis zur Bewertung hinzuziehen sollte.

Bei mir im Garten fährt der Mammotion Luba 3 AWD 3000 mit einer Batteriekapazität von 12Ah. Den Stromverbrauch des Geräts habe ich mit smarten TP-Link Tapo P110-Steckdose gemessen. Mit einer überraschenden Erkenntnis.

Kurz zu meinem Setup: Etwa 600 Quadratmeter Rasenfläche, die in rund 2 Stunden und 30 Minuten vom Mähroboter gemäht wird. Den Roboter hatte ich zum Test am 5. 7. und 10. April im Einsatz.

Der wirkliche Stromfresser ist unsichtbar

Die Zahlen zeigen ein klares Bild:

  • Gesamtverbrauch an einem Mäh-Tag: 0,759 kWh
  • Gesamtverbrauch an einem Tag ohne mähen: 0,556 kWh

Der entscheidende Punkt: Der größte Teil des Stromverbrauchs im Monat entsteht nicht durch das viele Mähen und anschließendes Aufladen des Mähers, sondern alleine im Standby.

Meine Erwartung lag an mähfreien Tagen eher bei der Hälfte der kWh und hatte mich durchaus überrascht. Mit so hohem Stromverbrauch beim Nichtstun habe ich wirklich nicht gerechnet.

Der Stromverbrauch der Basisstation des Luba 3 AWD gemessen mit meiner Tapo P110 Steckdose Der Stromverbrauch der Basisstation des Luba 3 AWD gemessen mit meiner Tapo P110 Steckdose

Rechnet man das Ganze hoch, ergeben sich bei einem Strompreis von durchschnittlich 30 Cent pro kWh und 3 Mäh-Tagen pro Woche folgende Daten:

  • Monatlicher verbrauch: Etwa 19,5 kWh
  • Kosten: Etwa 5,85 Euro

Beim Vergleich mit einem klassischen Elektro-Rasenmäher, kommt das manuell bediente Gerät besser weg. Allerdings mäht man selbst in den seltensten Fällen dreimal pro Woche. Den Vergleich sollte man also mit allen Umständen bedenken.

Was ich beim Test gelernt habe

Beim Auswerten der Stromdaten wurde mir erst klar, wie hoch der Standby-Verbrauch meines neuen Mähroboters wirklich ist. Über 0,5 kWh pro Tag - ohne, dass sich der Roboter bewegt.

Nun dachte ich erst, dass ich mir den Strom sparen kann, wenn ich die Steckdose an den Tagen komplett ausschalte, an denen der Mäher nicht arbeitet. Allerdings möchte ich nicht, dass sich der Akku komplett entlädt. Das würde sich schlecht auf die Batterie auswirken und dazu wäre der Mähroboter komplett aus und würde seine automatischen Zeitpläne nicht mehr einhalten können.

Die bessere Lösung? Statt die Station komplett abzuschalten, teste ich einen Mittelweg. Ich werde die Stromzufuhr für die Ladestation des Roboters zeitweise für ein paar Stunden am Tag abschalten. So bleibt der Akku geladen aber der Standby-Verbrauch zumindest ein bisschen reduziert.

Kombiniert mit der integrierten Niedriglastladung-Option, die bevorzugt nachts den Roboter lädt, erhoffe ich mir einen deutlich effizienteren Betrieb ohne Komfortverlust.

Die Option für die Niedriglastladung lässt sich in der App Ein- und ausschalten sowie zeitlich konfigurieren. Die Option für die Niedriglastladung lässt sich in der App Ein- und ausschalten sowie zeitlich konfigurieren.

Komfort hat seinen Preis

Ein Mähroboter ist kein klassischer Stromfresser, aber auch kein Selbstläufer. Der größte Unterschied zum klassischen Rasenmäher liegt nicht im Verbrauch pro Einsatz, sondern im Dauerbetrieb. Dafür bekommt ihr einen immer perfekt gepflegten Rasen, fast ohne Aufwand. Aber eben nur fast:

Habt ihr weitere Tipps zum Stromsparen bei Rasenmährobotern? Schreibt uns hier gern eure Erfahrungen in die Kommentare - für weitere Experimente bin ich immer offen.

Dazu werde ich bald noch ein anderes aktuelles Modell testen und schauen, wie hoch der Standby-Verbrauch bei anderen Geräten ist.

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