Das zweite Galaxy-Unpacked-Event des Jahres liegt hinter uns. Wie erwartet hat Samsung in der englischen Hauptstadt London die neue Generation an Foldables und Smartwatches vorgestellt – aber uns auch einen Einblick in die kommenden »Smart Glasses« gegeben.
Galaxy Z Fold8: Der neue Formfaktor für ein »Buch«-Erlebnis
Den Anfang macht das »reguläre« Galaxy Z Fold8, das in diesem Jahr gar nicht so regulär daherkommt. Denn wie gemutmaßt packt Samsung den Falter in ein neues Format, der eher einem klassischen Buch als den vergleichsweise schmalen Handys ähnelt.
- Zusammengeklappt setzt das Z Fold8 auf ein 10,1:16-Format, das sich laut Samsung für »kurze, wiederkehrende Aufgaben« wie dem schnellen Prüfen von Nachrichten oder dem Surfen im Internet eignet.
- Aufgeklappt kommt hingegen das 4:3-Innendisplay zum Einsatz, mit dem ihr »komplett in Spiele und Filme eintauchen« sollt. Im gedrehten Zustand soll es wiederum ein E-Book-Reader-ähnliches Gefühl geben. Zumindest Patrick, der das neue Handy schon in die Hand nehmen konnte, ist begeistert:
Wie zuvor befürchtet verliert das Z Fold8 dafür eine der Hauptkameras auf der Rückseite und setzt auf einen Weitwinkel und Ultraweitwinkel mit jeweils 50 MP Auflösung.
Galaxy Z Fold8 Ultra: Mehr Kamera als Argument
Das Ultra-Modell hingegen arbeitet im gewohnten Format der vergangenen Jahre, das Samsung auf ein Verhältnis von 20:18 beziffert. Das 8 Zoll große Hauptdisplay liefere dabei mehr als genug Spielraum für kreative Arbeiten.
Was beim klassischen Falt-Smartphone wegfällt, wird beim Galaxy Z Fold8 Ultra hingegen erweitert: Der südkoreanische Hersteller verbessert das Kamerasystem. Neben den beiden bereits erwähnten 50-MP-Linsen kommt eine neue Hauptkamera mit 200 Megapixeln Auflösung dazu, die auch mit HDR-Fähigkeiten aufwarten kann.
Galaxy Z Flip8: Schlank mit Selfie-Fokus
Beim hochkant klappbaren Galaxy Z Flip8 setzt Samsung eher auf Detailverbesserungen. So ist die neue Generation das bislang dünnste und leichteste Modell der Serie: 180 Gramm Gewicht sowie eine Dicke von 6,1 Millimetern sollen das neue Foldable zu einem komfortablen Begleiter machen.
- Wie gewohnt liegt der Fokus hier auf das Cover-Display im Zusammenspiel mit der Selfie-Linse, die eine Überarbeitung erfährt.
- Die 50 Megapixel fassende Kamera erhält einen »Flex-Modus« zum freihändigen Fotografieren; dazu gesellen sich Features wie »FlipShot« zum individuellen Anpassen des Frontdisplays oder einer »Superstabil-Funktion mit Horizontalsperre«, um eure Videoaufnahmen stabil zu halten.
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Ein Tablet für die Hosentasche: Samsung Galaxy TriFold im Hands-on
Galaxy-Foldables: Die Preise im Überblick
Folgende Preise setzt Samsung für die jeweils kleinste Speicherkonfiguration an:
- Galaxy Z Flip8 (256 GByte): Ab 1.299 Euro
- Galaxy Z Fold8 (256 GByte): Ab 1.999 Euro
- Galaxy Z Fold Ultra (256 GByte): Ab 2.199 Euro
Galaxy Watch9 und Watch Ultra2: Evolution statt Revolution
Das Unpacked-Event hatte auch Zeit für die neue Generation an Smartwatches übrig. Neben der Auffrischung der Galaxy Watch erhält auch das Ultra-Modell einen Nachfolger.
- Die Galaxy Watch9 setzt dabei auf kleinere Verbesserungen. So kommt hier die neue Elite-Plattform von Snapdragon zum Einsatz, mit dem Samsung »mehr Geschwindigkeit und Rechenleistung« verspricht – konkrete Werte bleiben allerdings aus.
- Etwas auskunftsfreudiger zeigt man sich bei der Galaxy Watch Ultra2, die mit einem 800-mAh-Akku rund 30 Prozent mehr Kapazität als ihr Vorgänger bietet. Mit einer maximalen Helligkeit von 5.000 cd/m² soll die Uhr auch bei direkter Sonneinstrahlung noch einfach ablesbar bleiben.
Das Herzstück wird von Samsung in beiden Fällen in den KI-gestützten Gesundheitsfunktionen gesehen. Neben der inzwischen gängigen Überwachung von Vital- und Herzwerten soll en die Watch Ultra2 und Watch9 in der Lage sein, Anzeichen von Schlaf-Apnoe zu erkennen sowie per täglicher Ausdauerbelastung und Fitnessindex einen Überblick zu Trainings- und Erholungsbedarf zu geben.
Galaxy-Smartwatches: Die Preise im Überblick
Auch zu den neuen Galaxy-Watches stehen die Europreise fest:
- Galaxy Watch9 40mm: Ab 409 Euro
- Galaxy Watch9 44mm: Ab 439 Euro
- Galaxy Watch Ultra2: Ab 749 Euro
Einen Direktvergleich zwischen den neuen Uhren und den direkten Vorgängern hat euch Marinus zusammengestellt:
Galaxy Smart Glasses: Ein erster Einblick
Es hat eine ganze Weile gedauert, nun wurden sie offiziell vorgestellt: Samsung mischt jetzt ganz offiziell im Markt der smarten Brillen mit. Won-Joon Choi, der als Samsung-COO im Bereich »Mobile eXperience« arbeitet, sieht die Zeit für solche Geräte reif:
Da AI-Agenten die Nutzung mobiler Geräte verändern, rückt die Entwicklung intuitiver Devices in den Fokus. Diese sollen sich an den jeweiligen Kontext der Nutzer*innen anpassen
Intelligente Brillen schaffen einen neuen Berührungspunkt und integrieren personalisierte AI-Unterstützung auf natürliche Weise in viele Situationen des Alltags.
Hierfür werden die Smart Glasses, die gemeinsam mit Google sowie mit den Brillenherstellern Gentle Monster und Warby Parker entworfen wurden, als freihändige KI-Assistenz fungieren.
- Hierfür kombinieren die Brillen die Snapdragon AR1 Gen 1 Plattform mit einer integrierten Kamera, die den visuellen Kontext liefert – über potenzielle rechtliche Hindernisse verliert Samsung allerdings kein Wort.
- Featureseitig sollen die Smart Glasses (bei Verbindung mit Samsung-Handys) etwa lange Nachrichten zusammenfassen oder visuellen Kontext in Echtzeit erfassen und damit interagieren können.
- Beispielhaft nennt Samsung hierfür etwa die Routenplanung oder weiterführende Informationen zum Gesehenen. Die Smart Glasses sollen dabei bis zu neun Stunden durchhalten; ein Ladeetui liefert bis zu sieben weitere Stunden.
Zwei wichtige Informationen ließ Samsung im Rahmen des Galaxy-Unpacked-Events aber aus. So nannte das südkoreanische Unternehmen weder einen konkreten Release-Termin noch die unverbindliche Preisempfehlung für die jeweiligen Brillen-Modelle.

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