Ein Nintendo-Fan schießt Fotos mit dem Game Boy, die mich vor allem wegen der niedrigen Bildqualität faszinieren

Kolumne: Die Game Boy-Camera hatte eine 3429-mal niedrigere Auflösung als das iPhone 16 – aber genau deswegen finde ich diese Autofotos so besonders.

Die Game Boy-Kamera schießt Fotos, die bis heute unverkennbar sind. (Bildquelle: RainyCobra über Reddit) Die Game Boy-Kamera schießt Fotos, die bis heute unverkennbar sind. (Bildquelle: RainyCobra über Reddit)

Die Nintendo Switch 2 wird ein offizielles Kamera-Accessoire bekommen, welches das gemeinsame Spielen noch sozialer machen soll. Aber wusstet ihr auch, dass das nicht der erste Nintendo-Handheld mit einer optionalen Kamera war? Die Game Boy-Kamera besaß zwar eine sehr geringe Bildqualität, aber genau deswegen sind die Fotos unverkennbar. 

Und das beweist ein Nintendo-Fan, der neulich seine Game Boy-Kamera mit zu einer Autoausstellung mitnahm. Obwohl die Auflösung es erschwert, genau auszumachen, welche Autos fotografiert wurden, finde ich die Fotos genau deswegen so faszinierend. 

Was ist passiert? YouTuber und Nintendo-Fan »RainyCobra« hat seine Game Boy-Kamera mit zu einer Autoausstellung genommen und damit Fotos von den dort ausgestellten Autos gemacht, die mich und die Game Boy-Community auf Reddit beeindruckten. Hier sind einige Beispiele:

Die restlichen Fotos seht ihr in seinem Beitrag auf Reddit:

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Wenn ihr euch etwas mit Autos auskennt, könnt ihr gerne versuchen zu erraten, welche Autos RainyCobra da mit dem Game Boy abgelichtet hat. 

Hier ist die Liste der fotografierten Autos
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  • DeLorean
  • Porsche 911
  • Citron 2CV
  • Porsche 944 Turbo
  • Ariel Atom
  • Autozam Az1
  • Corvette C4
  • Bugatti Chiron
  • Ford GT40
  • Gumpert Apollo
  • Austin-Healey Sprite
  • Plymouth Prowler
  • Ford RS200
  • Honda S2000

Die Game Boy-Kamera im Detail und warum ich sie so besonders finde: Nintendo hat die »Game Boy Camera«, die in Japan übrigens »Pocket Camera« heißt, 1998 als Accessoire für den Game Boy veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine digitale Schwarzweißkamera, die in den Steckplatz für die Spielkassetten gesteckt wird.

  • Die Kamera verfügt lediglich 4 Graustufen und einen CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 128 x 112 Pixeln. Das entspricht 0,014 Megapixel. Das ist etwa 3429-mal niedriger als die Auflösung der Hauptkamera vom iPhone 16 (48 Megapixel).
  • Die Brennweite des Objektivs entspricht etwa 50 mm im Vollformat. Dieses Blickfeld ähnelt der 2x-Einstellung der meisten Smartphones von heute. Außerdem ist es bis heute meine Lieblingsbrennweite bei Systemkameras, da Fotos aus mit 50-mm-Objektiven besonders natürlich wirken.
  • Fotos können mit dem Game Boy Printer auf selbstklebenden Thermopapier gedruckt werden. 
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Der Look der Fotos ist gerade wegen der niedrigen Auflösung und den Grautönen sehr einzigartig und wer die Game Boy-Camera kennt, erkennt die Fotos sofort wieder. Genau deswegen würde es mich als langjährigen Fotograf auch sehr reizen, mit der Kamera zu fotografieren. Das liegt vor allem an drei Gründen:

  • Ich liebe Schwarzweiß-Fotos.
  • Die 50-mm-Brennweite ist mein Favorit.
  • Einschränkungen machen kreativ und Spaß.

Übrigens sind digitale Schwarzweiß-Kameras bis heute eine absolute Seltenheit und sehr teuer. Wenn ihr euch eine im Neuzustand kaufen wollt, habt ihr die Wahl zwischen Pentax K3 III Monochrome (2.500 Euro), Leica Q2 Monochrom (5.850 Euro) oder Leica M11 Monochrome (9.450 Euro). 

Die Leica M11 Monochrom kostet fast 10.000 Euro – ohne Objektiv. (Bildquelle: Leica) Die Leica M11 Monochrom kostet fast 10.000 Euro – ohne Objektiv. (Bildquelle: Leica)

Weil ich mir eine so teure Kamera nicht leisten kann und will, fotografiere ich selbst mit Schwarzweiß-Film. Digitale Schwarzweiß-Kameras haben folgende Vorteile:

  • Ein Monochrom-Bildsensor erfasst im Gegensatz zu Farbsensoren die Helligkeitswerte des einfallenden Lichts für jeden einzelnen Pixel ohne Farbfilter (wie dem Bayer-Filter). Dadurch gelangt mehr Licht zum Sensor, was zu einer höheren Lichtempfindlichkeit und somit zu besseren Ergebnissen bei schwachen Lichtverhältnissen führt. 
  • Da keine Farbinterpolation (Demosaicing) erforderlich ist, um Farbinformationen zu rekonstruieren, können Monochrom-Sensoren zudem potenziell schärfere und detailreichere Bilder liefern.
  • Durch das Entfernen von Farbe als Stilmittel, ist man gezwungen mehr Wert auf Komposition, Lichter und Schatten zu legen. Das beweist RainyCobra eindrucksvoll. 

Wenn ihr euch für die Game Boy-Kamera interessiert, empfehle ich euch dieses Video von Gordon Laing, der sich das Gadget noch einmal genau angeschaut hat. 

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Habt ihr selbst die Game Boy-Kamera besessen? Wie fandet ihr sie und würde es euch reizen, mit ihr in der heutigen Zeit Fotos zu schießen? Wie findet ihr die Fotos, die RainyCobra damit geschossen hat? Konntet ihr erraten, welche Autos er da fotografiert hat? Und habt ihr andere Retro-Gadgets, von denen ihr erzählen möchtet? Schreibt es uns gerne in die Kommentare! 

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