Spieler kauft neue CPU und erlebt eine unangenehme Überraschung, weil der Verkäufer ein Cheater war

Gebrauchte CPU, böses Erwachen: Ein Spieler wird in Valorant sofort gebannt, weil der Vorbesitzer seiner neuen Hardware ein Cheater war.

Cheaten wird auch in Valorant bestraft, in manchen Fällen mit unangenehmen Folgen für unschuldige Spieler. (Bildquelle: Riot Games) Cheaten wird auch in Valorant bestraft, in manchen Fällen mit unangenehmen Folgen für unschuldige Spieler. (Bildquelle: Riot Games)

Wer rechnet schon damit, dass ein vermeintliches CPU-Schnäppchen zum sofortigen Rauswurf in einem Computerspiel führt? Genau diesen unschönen Fall erlebte kürzlich ein deutscher Spieler, wie er auf Reddit erzählt (via Computerbase).

Nachdem er sich über Kleinanzeigen einen gebrauchten Ryzen 7 5800X3D gekauft und voller Vorfreude eingebaut hatte, sperrte ihn Riots Anti-Cheat-System Vanguard beim ersten Start von Valorant umgehend aus.

Der bittere Grund für den Bann: Der Vorbesitzer des Prozessors war ein überführter Cheater und hat dem neuen Käufer eine unsichtbare, aber folgenschwere Hardware-Sperre gleich mit verkauft.


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Wenn das Anti-Cheat-System Hardware bannt

Während viele Anti-Cheat-Systeme nur die Accounts von Cheater sperren, gehen andere einen Schritt weiter. So sperrt Vanguard von Riot Games nicht nur den Account des Cheaters, sondern verhängt bei schweren Verstößen zudem einen Hardware-Bann.

Dabei werden die eindeutigen Seriennummern von PC-Komponenten wie des Prozessors auf eine schwarze Liste gesetzt – unabhängig davon, wer gerade vor dem Bildschirm sitzt. So blockiert das Spiel selbst bei der Nutzung eines anderen Accounts den Zugang.  

Für den Käufer spitzte sich die Lage nach der ersten Diagnose sogar noch zu: In einem Update auf Reddit äußerte er die Befürchtung, die gesperrte CPU habe nach dem Einbau dazu geführt, dass auch weitere Komponenten seines Systems, wie das Mainboard und die Festplatte, gesperrt worden seien.

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Riot klärt auf

Nach der ersten Kontaktaufnahme mit Riot Software sah es zuerst danach aus, als ob der ehrliche Käufer auf dem Schaden sitzen bleiben würde.

Erst als Phillip Koskinas aus Riots Anti-Cheat-Team auf die Diskussion aufmerksam wurde, kam Bewegung in die Sache. Zuerst räumte er mit einem Irrglauben auf: Vanguard setzt nicht automatisch saubere Komponenten wie Mainboards oder Festplatten auf die schwarze Liste, nur weil sie mit einer bereits gesperrten CPU kombiniert werden.

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Zudem gibt es einen entscheidenden Lichtblick für den Käufer, denn Hardware-Sperren bei Riot haben ein Ablaufdatum. Sie gelten für maximal vier Monate und sind zusätzlich auf das Spiel beschränkt, in dem die Verstöße aufgefallen sind.

Für die Accounts von Cheatern scheint es aber kein Ablaufdatum zu geben. So gab Riot Games schon während der Betaphase bekannt, dass es für »Cheater keine zweite Chance geben würde«.

Fazit für den Käufer: Warten statt verzweifeln

Da der Bann laut Aussagen des Supports bei Riot am 12. August verhängt worden ist, muss der neue Besitzer des Prozessors die Sperre nur aussitzen. Spätestens Mitte Dezember sollte sie ablaufen und den Zugang zum Spiel wieder freigeben.

Laut Riot Games gab es bisher weltweit weniger als ein Dutzend bekannte Fälle, in denen unschuldige Käufer von Gebraucht-Hardware auf diesem Weg die Sperre eines Fremden geerbt haben.

Vor dem Kauf lässt sich übrigens nicht überprüfen, ob ein gebrauchter Prozessor oder eine andere Komponente von einem Anti-Cheat-System blockiert wird, da es keine öffentlichen Abfragemöglichkeiten gibt.


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