Anfang Dezember 2024 kam es zu einem Paukenschlag bei Intel: Der damalige CEO Pat Gelsinger ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Im darauffolgenden März kündigte er an, Partner der Risikokapitalgesellschaft »Playground Global« zu werden, die sich unter anderem an Start-ups im Bereich der Quantencomputer beteiligt.
Die mutmaßlich stressfreiere Zeit führt auch dazu, dass der Ex-Intel-Chef sich öfter in Podcasts zu Wort meldet. Im Gespräch mit »All-In« blickte Gelsinger so auf seine Intel-Zeit zurück und ging dabei auch auf die Jahre der Zusammenarbeit mit Apple ein.
2005 wechselte Apple bekanntlich von PowerPC- zu Intel-Prozessoren in seinen Computern – ein Wendepunkt, an den sich Gelsinger noch genau erinnert. Den damaligen Apple-Chef Steve Jobs beschreibt er dabei als »unglaublich«, aber auch »gnadenlos«.
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»Wir arbeiten schon seit vier Generation daran«
Besonders in Erinnerung geblieben ist Gelsinger ein Gespräch rund um die technische Seite des Wechsels: Intel bot Apple an, das Betriebssystem vom PowerPC-Chip auf x86 zu portieren – man sei stolz auf die eigenen Kompetenzen bei Compilern und Betriebssystemen gewesen.
- Jobs' Antwort überraschte ihn: Er arbeite bereits seit vier Betriebssystem-Generationen heimlich an genau dieser Portierung.
- Apple hatte also längst intern die technischen Grundlagen für einen möglichen Plattformwechsel gelegt, lange bevor der Wechsel überhaupt öffentlich feststand.
Genau darin sieht Gelsinger die eigentliche Stärke von Jobs: nicht laute Ankündigungen oder spektakuläre Produktshows, sondern das leise, jahrelange Vorbereiten von Kerntechnologien für Weichenstellungen, die erst viel später sichtbar werden.
Diese Fähigkeit, geduldig im Hintergrund an etwas zu arbeiten, das sich vielleicht erst Jahre später auszahlt, hebt Gelsinger als das eigentlich Bemerkenswerte an Jobs' Arbeitsweise hervor – mehr als Charisma oder Durchsetzungsvermögen, für die er sonst meist bekannt ist.

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