Intels Ex-Chef Gelsinger über Steve Jobs: Er war »unglaublich« und »gnadenlos«, aber seine wahre Stärke lag woanders

Ex-Intel-Chef Pat Gelsinger erinnerte sich in einem Podcast an den verstorbenen Apple-Mitgründer Steve Jobs – und wählte dabei einen Charakterzug, der eher selten vorkommt.

Patrick Gelsinger erinnert sich an Steve Jobs: »Unglaublich« und »gnadenlos« sei er gewesen – seine eigentliche Stärke habe aber in geduldiger, jahrelanger Vorbereitung gelegen. (Bildquelle: Apple Wikimedia Commons) Patrick Gelsinger erinnert sich an Steve Jobs: »Unglaublich« und »gnadenlos« sei er gewesen – seine eigentliche Stärke habe aber in geduldiger, jahrelanger Vorbereitung gelegen. (Bildquelle: Apple / Wikimedia Commons)

Anfang Dezember 2024 kam es zu einem Paukenschlag bei Intel: Der damalige CEO Pat Gelsinger ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Im darauffolgenden März kündigte er an, Partner der Risikokapitalgesellschaft »Playground Global« zu werden, die sich unter anderem an Start-ups im Bereich der Quantencomputer beteiligt.

Die mutmaßlich stressfreiere Zeit führt auch dazu, dass der Ex-Intel-Chef sich öfter in Podcasts zu Wort meldet. Im Gespräch mit »All-In« blickte Gelsinger so auf seine Intel-Zeit zurück und ging dabei auch auf die Jahre der Zusammenarbeit mit Apple ein.

2005 wechselte Apple bekanntlich von PowerPC- zu Intel-Prozessoren in seinen Computern – ein Wendepunkt, an den sich Gelsinger noch genau erinnert. Den damaligen Apple-Chef Steve Jobs beschreibt er dabei als »unglaublich«, aber auch »gnadenlos«.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

»Wir arbeiten schon seit vier Generation daran«

Besonders in Erinnerung geblieben ist Gelsinger ein Gespräch rund um die technische Seite des Wechsels: Intel bot Apple an, das Betriebssystem vom PowerPC-Chip auf x86 zu portieren – man sei stolz auf die eigenen Kompetenzen bei Compilern und Betriebssystemen gewesen.

  • Jobs' Antwort überraschte ihn: Er arbeite bereits seit vier Betriebssystem-Generationen heimlich an genau dieser Portierung.
  • Apple hatte also längst intern die technischen Grundlagen für einen möglichen Plattformwechsel gelegt, lange bevor der Wechsel überhaupt öffentlich feststand.
MacBook Neo 13
MacBook Neo 13
Trotz der Preiserhöhung von Apple noch ein verdammt guter Deal.
799 €

Die Menge jubelte als Steve Jobs vor fast 30 Jahren eine geniale Idee vorstellte, doch heute kennt sie keiner mehr


Genau darin sieht Gelsinger die eigentliche Stärke von Jobs: nicht laute Ankündigungen oder spektakuläre Produktshows, sondern das leise, jahrelange Vorbereiten von Kerntechnologien für Weichenstellungen, die erst viel später sichtbar werden.

Diese Fähigkeit, geduldig im Hintergrund an etwas zu arbeiten, das sich vielleicht erst Jahre später auszahlt, hebt Gelsinger als das eigentlich Bemerkenswerte an Jobs' Arbeitsweise hervor – mehr als Charisma oder Durchsetzungsvermögen, für die er sonst meist bekannt ist.


Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.