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Gigabyte GTX 1070 G1 Gaming 8G - Kompakt und kühl, aber in Spielen zu laut?

Gigabyte hat mit der GTX 1070 G1 Gaming 8G eine kompakte Pascal-Grafikkarte im Angebot, die unter Last konstante und hohe Taktraten liefert. Im Test verhindert der Windforce-3X-Kühler eine Topbewertung.

von Christoph Liedtke,
25.05.2018 16:50 Uhr

Gigabyte bietet mit der Geforce GTX 1070 G1 Gaming 8G eine kompakte und dennoch ausreichend schnelle Grafikkarte für Spiele in WQHD-Auflösung an.Gigabyte bietet mit der Geforce GTX 1070 G1 Gaming 8G eine kompakte und dennoch ausreichend schnelle Grafikkarte für Spiele in WQHD-Auflösung an.

Der Mining-Hype flacht langsam ab, die Preise für Grafikkarten sinken wieder. Passend dazu schauen wir uns die Gigabyte Geforce GTX 1070 G1 Gaming 8G genauer an. Im Test vergleichen wir den flotten Pixelbeschleuniger mit der GTX 1070 Ti und der RX Vega 56, dem direkten Konkurrenten von AMD.

Gigabyte liefert die G1 Gaming 8G mit ab Werk erhöhten Taktraten aus. Der GP104-Grafikchip taktet mit 1.594 MHz (1.784 MHz Boost). Das entspricht einer Übertaktung von knapp sechs Prozent für Basis- und Boosttakt gegenüber der Founders Edition von Nvidia, verglichen mit der Asus GTX 1070 ROG Strix OC (1.632 / 1.835 MHz) taktet das Custom Design von Gigabyte etwas niedriger.

Der 8,0 GByte große Videospeicher vom Typ GDDR5 taktet mit 8,0 GHz effektiv und entspricht somit den Vorgaben Nvidias. Die Gigabyte G1 Gaming 8G ist mit einer TDP von 150 Watt ausgezeichnet und besitzt deshalb einen zusätzlichen 8-Pol-Stromanschluss.

Um die anfallende Abwärme kümmert sich die Windforce-3X-Kühlung, dabei sorgen drei 80 Millimeter große Axial-Lüfter auf der Gigabyte GTX 1070 G1 Gaming 8G für Frischluft unter Last, im Windows-Betrieb stehen sie still.

Mithilfe von zwei kupfernen Heatpipes, die direkten Kontakt zum Grafikchip haben, wird die Hitze auf den dreigeteilten Aluminium-Raditator verteilt. Zusätzlich unterstützen Wärmeleitpads auf Videospeicher und Stromversorgung für eine schnellere Wärmeabfuhr.

Zur weiteren Ausstattung zählt eine mattschwarze Metall-Backplate mit zwei größeren Wärmeleitpads, eine anpassbare RGB-Beleuchtung auf der Grafikkartenseite und ein weiteres Takt-Profil (OC Mode), das mithilfe der Gigabyte Xtreme Engine die Taktrate des Grafikchips auf 1.620 MHz (1.822 MHz Boost) erhöht.

Technische Daten

Gigabyte GTX 1070
G1 Gaming 8G

MSI GTX 1070 Ti
Gaming 8G

Asus RX Vega 56
ROG Strix OC Gaming

Grafikchip

GP104-200

GP104-300

Vega 10 XL

Chiptakt (Basis/Boost)

1.594 / 1.784 MHz

1.607 / 1.683 MHz

1.297 / 1.573 MHz

Shader / TMUs / ROPs

1.920 / 120 / 64

2.432 / 152 / 64

3.584 / 224 / 64

Fertigung

16 nm FinFET

14 nm FinFET

VRAM

8,0 GByte DDR5

8,0 GByte HBM2

Speichertakt
(effektiv)

8,0 GHz

1,6 GHz

Speicher
-interface

256 Bit

2.048 Bit

Speicher
-bandbreite

256 GByte/s

410 GByte/s

Preis

Testsystem & Benchmarks

In unserem Testsystem arbeitet ein Intel Core i7 7700K, den wir mit den maximalen Standardtaktraten laufen lassen. Der Prozessor wird dank des hohen Taktes seiner vier Kerne sowie aufgrund der Fähigkeit, acht Threads gleichzeitig bearbeiten zu können erst spät zu einem potenziellen Flaschenhals. Gekühlt wird die CPU mit der All-in-One-Wasserkühlung EVGA CLC 240 samt zwei 120 Millimeter großen Axial-Lüftern und 240 Millimeter großem Radiator.

Das ASUS ROG Maximus IX Hero mit Z270-Chipsatz ist mit 16,0 Gbyte DDR4-Arbeitsspeicher von G.Skill bestückt, den wir mit dem von Intel ausgewiesenen Takt von 2.400 MHz betreiben. Strom liefert ein be quiet! Power Zone mit 1.000 Watt. Softwareseitig setzen wir auf Windows 10 (64 Bit), die Anwendungen und Spiele sind dabei auf einer Crucial BX200 SSD sowie einer Toshiba OCZ RD400 mit jeweils 480 GByte installiert.

Für die Spiele-Messungen muss sich die Grafikkarte in drei DX11-, einem DX12- und einem Vulkan-Spiel beweisen (Battlefield 1, Doom, Rise of the Tomb Raider, The Witcher 3: Wild Hunt, Watch Dogs 2). Alle genannten Titel testen wir mit dem höchsten Preset samt Kantenglättung und sechzehnfacher anisotroper Filterung.

Der gemessene Stromverbrauch bezieht sich auf das gesamte System, die Temperaturen ermitteln wir mit dem MSI Afterburner unter typischer Spielelast. Unsere Lautstärke-Messungen führen wir in einem schallgedämmten Raum mit einem Voltcraft SL200 durch. Das Messgerät wird im Abstand von 50 cm, schräg zur Grafikkarte und dem offenen Testsystem platziert.

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