Gmail: Nutzer umgeht strengen Handynummer-Zwang bei Google, doch bezahlt dafür mit mehr als nur Geld

Bei der Gmail-Anmeldung soll es weniger Speicherplatz für Nutzer geben, die sich ohne Handynummer anmelden.

Wer sich bei Gmail ohne Telefonnummer registrieren möchte, könnte mit deutlich weniger Speicherplatz dastehen. (Bildquelle: PixieMe, Adobe Stock) Wer sich bei Gmail ohne Telefonnummer registrieren möchte, könnte mit deutlich weniger Speicherplatz dastehen. (Bildquelle: PixieMe, Adobe Stock)

Es ist mittlerweile ein ungeschriebenes Gesetz des Internets: Wer auf vermeintlich kostenlose Dienste setzt, bezahlt am Ende doch fast immer – meistens mit seinen persönlichen Daten.

Wie stark Firmen wie Google, Microsoft und Co. diese unsichtbare Währung mittlerweile einfordern, zeigt ein aktueller Fall eines findigen Nutzers auf der Plattform Reddit.

Diesem war es gelungen, den Handy-Zwang bei der Erstellung eines Gmail-Kontos zu umgehen, doch die Quittung folgte auf dem Fuß.

Anstatt die standardmäßigen 15 GB Speicherplatz zu erhalten, räumte Google dem neuen Nutzer nur magere 5 GB ohne Preisgabe der Telefonnummer ein.

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Die Community fühlt mit und ist trotzdem entzückt

Während Googles Reduzierung des Speichers das Hauptthema des Beitrags sein sollte, war die Community auf Reddit wegen eines anderen Details verwundert.

Anstatt den geringeren Speicherplatz zu hinterfragen, überschlugen sich in den Kommentaren die Fragen nach dem »Wie«.

»Wie hast du es überhaupt geschafft, ein Konto ohne Nummer zu eröffnen?«, wunderte sich stellvertretend für viele Yeurruey auf Reddit.

Gleichzeitig sahen andere in der Aktion den Beweis dafür, dass Googles Begründung für die Abfrage der Handynummer – dem Schutz vor Hackern – nicht ganz der Wahrheit entsprechen würde.

»Wir sind jetzt also in der Phase der reinen Daten-Bestechung angekommen«, fasste ein anderer Nutzer den Vorgang zusammen.

Mit einem Trick zum Gmail-Konto ohne Handynummer

Das Geheimnis hinter dem vermeintlichen Hack ist dabei simpel, erfordert aber das richtige Gerät. Anstatt die Registrierung über einen Desktop-Browser am PC zu starten, wo Google die Registrierung ohne Handynummer nicht mehr zulässt, nutzte der Anwender den Umweg über ein Android-Smartphone.

Wer nämlich direkt über die Systemeinstellungen eines Android-Geräts oder über bestimmte Google-Apps eine neue E-Mail-Adresse einrichtet, stößt unweigerlich auf das Schlupfloch in Form des »Überspringen«-Buttons bei der Verifizierung über eine Telefonnummer.

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Dass dieser sogenannte »Android-Hack« auch im Jahr 2026 noch immer eine der verlässlichsten Methoden ist, um Googles Datenhunger auszutricksen, bestätigen aktuelle Anleitungen auf Tech-Blogs wie Against Data.

Allerdings hat Google jetzt wohl einen anderen Weg gefunden, neuen Nutzern den anonymen Weg zur Erstellung des Gmail-Kontos madig zu machen. Wer ohne Handynummer loslegen möchte, muss wohl mit deutlich weniger Speicherplatz auskommen.

Am Ende bleibt damit eine bittere, aber ehrliche Erkenntnis: Im Google-Universum ist nichts wirklich umsonst – man bezahlt entweder mit seinen sensiblen Daten oder mit einem Verlust an Komfort.

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