Das Wichtigste auf einem Blick:
- Die App »Signseeing« informiert über die Bedeutung brauner Autobahnschilder und bietet Hörspiele zu kulturellen Sehenswürdigkeiten.
- Auf die Ohren gibt es professionell produzierte Mini-Podcasts.
- Die App ist bereits auf 14 deutschen Autobahnen verfügbar, geplant ist die Abdeckung des gesamten Bundesgebiets bis Jahresende. Aber wie funktioniert die App wirklich?
Wir alle kennen sie, die meisten hassen sie: Lange Fahrten auf der Autobahn. Insgesamt 13.200 Kilometer Autobahn erstrecken sich über Deutschland.
Und egal ob A1, A3 oder A7: Irgendwann stellt sich selbst auf der spaßigsten Fahrt durch die Bundesrepublik die Frage: Wie könnte man lange Autofahrten angenehmer gestalten - und was hat es eigentlich mit diesen braunen Autobahnschildern am Straßenrand auf sich?
Gleich beiden Fragen nimmt sich die App »Signseeing« an.
Aber wie nützlich kann eine App für die Autobahn sein, die nicht Google Maps oder TomTom heißt - und dazu kostenfrei ist?
Was sind das für braune Schilder auf der Autobahn?
Wer die braunen Schilder schon mal an sich hat vorbeiziehen sehen, der fragt sich bestimmt: »Was will diese Beschilderung in Braun von mir?«
Diese braunen Schilder sind tatsächlich sogenannte »Touristischen Unterrichtungstafeln«. Das ist Bürokratendeutsch für Verkehrszeichen, die besondere Kulturstätten, Bauwerke, Landschaften oder komplette Städte markieren. Diese Schilder sind in ganz Europa anzutreffen, alleine mehr als 3.400 in Deutschland.
Wer jetzt meint, man müsse gefährlich beim Vorbeifahren mit dem Handy vor der Beschilderung herumfuchteln, der irrt.
Wie funktioniert Signseeing? Um die App zu nutzen, müsst ihr die Berechtigung erteilen, euren aktuellen Standort abzufragen. Anschließend müsst ihr die Funktion »Auto-Audio« in der Live-Karte innerhalb der App einschalten.
Somit wäre die App eingerichtet. Doch was habt ihr letztlich von dieser Applikation?
Das könnt ihr mit der Signseeing-App machen
Wenn ihr jetzt mit eurem Auto an einem der braunen Hinweisschilder vorbeifahrt, spielt euch die App automatisch ein kurzes Hörspiel ab. Diese haben meistens eine Länge von einer halben bis zwei Minuten. Dabei wurden die Audios nicht etwa lieblos von einer Computerstimme eingesprochen. Die Audio-Beiträge sind eher als professionell produziert Mini-Podcasts zu begreifen, inklusive musischer Untermalung und professionellen Sprechern, denen man gerne zuhört.
Die Audios bieten Infos zur Historie hinter der auf der »Touristischen Unterrichtungstafel« gekennzeichneten Örtlichkeit, mitsamt Tipps für Ausflüge, Gastronomie und mehr. Und euer Beifahrer kann via App Infos zum Ort abfragen, oder schon das nächste, anstehende braune Schild entlang der Fahrtstrecke entdecken.
Welche Komfortfunktionen bietet Signseeing? Über die Ansicht »Signseeing-Gebiet« wird euch angezeigt, wo in Deutschland die App bereits nutzbar ist. Sprich, entlang welcher Straßen ihr die App nutzen könnt.
Die Audios zu den Hinweisschildern könnt ihr euch zudem auch dann anhören, wenn ihr gerade kilometerweit von Autobahnen und Beschilderung entfernt seid. Über den Button »Entdecken« in der unteren Menüleiste könnt ihr Zielorte raussuchen - und euch die dazugehörigen Micro-Podcasts zielgerichtet anhören.
So wurden mittlerweile bereits die Schilder von14 deutschen Autobahnen vertont. Bis zum Jahresende soll das gesamte Bundesgebiet abgedeckt sein. Und die Ziele der App-Entwickler gehen sogar noch weiter: Für die Zukunft ist die Abdeckung von ganz Europa geplant.
Bleibt die Frage: Wer steckt hinter der App?
Wer hat die App Signseeing erfunden? Kreativkopf hinter der App ist übrigens Sebastian Michel. Der Gründer und gelernte Maschinenbauer hatte die Idee bei einer seiner langen Autobahnfahrten. Immer dann, wenn Michel mit seinem Auto an einem der ominösen braunen Schilder vorbeikam, wollte er mehr erfahren. Von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt haben Michel und Team zirka zwei Jahre benötigt.
Jetzt ist die Applikation fürs Smartphone in Apples App Store bei Google Play verfügbar.
Der Name »Signseeing« ist übrigens ein Wortspiel basierend auf dem englischen Begriff »sightseeing« für das Besichtigen von Sehenswürdigkeiten und dem Wörtchen »sign«, wie im Englischen »street sign« für unser »Straßenschild«
Löst diese App Wellen der Euphorie in euch aus, oder ist sie vielleicht sogar schon eine der meistgenutzten Apps auf eurem Mobilteil? Wie überlebt ihr lange Autofahrten mit Kind und Kegel? Welche Tech-Spielereien unterstützten euch dabei, die Kleinen zu bespaßen, oder eure Partnerin bei Laune zu halten? Schreibt uns eure Erfahrungen hierzu gerne in die Kommentare.

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