Auf Google Maps gibt es ein bei uns in Deutschland verbotenes Symbol, das euch im Ausland hunderte Euro sparen kann

Blitzer-Warner sind in Deutschland verboten, in einigen EU-Ländern hat Google Maps ein extra Symbol dafür.

In Italien seht ihr auf Google Maps kleine Symbole, die ihr auf Strecken in Deutschland nicht findet. (Bildquelle: AA+W, Adobe Stock) In Italien seht ihr auf Google Maps kleine Symbole, die ihr auf Strecken in Deutschland nicht findet. (Bildquelle: AA+W, Adobe Stock)

Google Maps integriert immer mehr kleine Symbole, die euch direkt auf eurer Strecke angezeigt werden: Ihr seht automatisch Umweltzonen und welche Route CO2 spart.

Ein Symbol werdet ihr in Deutschland nicht finden, wenn ihr aber gerade jetzt in der Urlaubszeit mit dem Auto ins europäische Ausland fahrt, könnte euch auf der Karte ein Symbol auffallen: eine kleine Kamera.

Video starten 0:26 Google Maps - verbesserte Wegbeschreibung in Echtzeit

Das Blitzer-Symbol bei Google Maps

Es war lange eine Grauzone, mittlerweile herrscht in Deutschland Rechtssicherheit: Blitzer-Warner, ob Gadgets oder Apps sind während der Fahrt verboten – auch wenn der Beifahrer das Gerät bedient.

Google Maps hat zur Warnung vor Blitzern allerdings ein eigenes Kamera-Symbol, nur wird das auf Strecken in Deutschland nicht angezeigt. In anderen Ländern wird es aber für euch auf Google Maps ersichtlich.

Nach dem Starten der Route werden euch auf einer Strecke durch Italien durch Kamera-Symbole auf der Strecke Blitzer angezeigt. Nach dem Starten der Route werden euch auf einer Strecke durch Italien durch Kamera-Symbole auf der Strecke Blitzer angezeigt.

Eine ähnlich strenge Gesetzeslage wie in Deutschland ist in Europa sogar vergleichsweise selten. Insofern ist es leichter, aufzuzählen, wo ihr das Blitzer-Symbol in Europa nicht finden werdet.

ZDF Heute zählt folgende Länder auf, in denen Radarwarner ebenfalls verboten sind:

  • Österreich
  • Schweiz
  • Frankreich

So verlässlich sind die Blitzerangaben bei Google Maps

Google setzt für seine Blitzerangaben primär auf Crowdsourcing, also Angaben von Nutzern. Für die gibt es zwei Wege:

  • Google-Nutzer: Im Support-Forum gibt Google an, dass ihr mit einem Google-Konto diverse Verkehrsbeeinträchtigungen melden könnt, auch hier werden explizit mobile Blitzer genannt. Die können weiterhin von anderen Fahrern verifiziert werden.
  • Waze-Nutzer: Der Navigationsdienst Waze gehört schon seit 2013 zu Google. Mittlerweile integriert Google die Daten von Waze auch in die hauseigene Navigations-App. Waze setzt auf eine aktive Community, und belohnt die Nutzer, wenn sie Verkehrsbeeinträchtigungen für andere Waze-User melden. Aus diesen Informationen speist sich mittlerweile auch Google Maps.

Durch die Integration von Waze-Daten zeigt Google Maps im Ausland mehr Blitzer an. Dennoch müssen die Blitzer nach wie vor zuerst von Autofahrern gemeldet werden, bevor sie angezeigt werden.

Fazit: Auch im Ausland solltet ihr euch nicht vollständig auf die Blitzer-Anzeige von Google Maps verlassen

Die Blitzer-Symbole bei Google Maps basieren auf Angaben anderer Fahrer und keinen offiziellen Quellen. Ihr solltet euch also keineswegs darauf verlassen, dass alle Blitzer auf eurer Strecke zuverlässig angezeigt werden.

Das Statistische Bundesamt gibt Nicht angepasste Geschwindigkeit als eine Hauptursache für Unfälle mit Personenschaden an.

Die Rechtslage erlaubt in den meisten EU-Ländern eine Blitzerwarnung auf Google Maps, die ihr nutzen könnt, um dann besonders auf Geschwindigkeitsbegrenzungen und euren Tacho zu schauen.

Aber eine vorausschauende Fahrweise schont nicht nur euren Geldbeutel, sondern trägt maßgeblich zu eurer Sicherheit und der der anderen Verkehrsteilnehmer bei – auch im Urlaub.

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