Nie wieder überraschend im Regen stehen? Google bringt angeblich eine deutlich bessere Wettervorhersage dank KI

Google hat ein neues KI-System vorgestellt, das präzisere Wettervorhersagen produzieren soll als bisher.

Google will mit KI genauere Wettervorhersagen liefern. (Bildquelle: Google) Google will mit KI genauere Wettervorhersagen liefern. (Bildquelle: Google)

Google hat mit »WeatherNext 2« ein neues KI-System für Wettervorhersagen vorgestellt. Es soll nicht nur viel genauer sein als bisherige Systeme, sondern auch deutlich effizienter und günstiger. Das System ist schon jetzt in der Google-Suche, Gemini und auf Pixel-Handys verfügbar.

Google nutzt KI für Wettervorhersagen

Genaue Wettervorhersagen sind einerseits sehr wichtig, andererseits aber auch sehr schwer zu erstellen. Unzählige Faktoren müssen einberechnet werden, um zu prognostizieren, welchen Verlauf das Wetter nehmen wird. Speziell Vorhersagen für einzelne Orte und kurze Zeiträume sind kompliziert.

So ist es beispielsweise relativ simpel, vorherzusagen, in welche Richtung sich ein Sturm grob bewegen wird. Wie viel Grad und Niederschlag es dann aber zu einem bestimmten Punkt an einem ganz bestimmten Ort haben wird, lässt sich kaum fehlerfrei ermitteln.

Mit »WeatherNext 2« möchte Google genau diese Vorhersagen jetzt präzisieren. Das System wurde kürzlich von Google DeepMind und Google Research vorgestellt und setzt stark auf die Einbindung von KI:

Video starten 2:18 WeatherNext 2: Google stellt neues KI-System zur Wettervorhersage vor

Deutlich effizienter: Für Wettervorhersagen wurden bisher meist große Supercomputer genutzt, die gewissermaßen ein physikbasiertes Modell der Erdatmosphäre simuliert haben. Dieser Prozess ist langwierig und teuer.

WeatherNext 2 nutzt hingegen die Wetterdaten aus der Vergangenheit, um Vorhersagen für einen bestimmten Ist-Zustand zu errechnen. So kann eine 15-Tage-Vorhersage in nur einer Minute und auf nur einer TPU (ein spezieller Prozessor für KI) erstellt werden.

Sehr genau: Laut Google sind die Vorhersagen von WeatherNext 2 bei 99,9 Prozent der Variablen, wie Temperatur, Wind oder Luftfeuchtigkeit, genauer als beim direkten Vorgängermodell. Das gilt laut den Wissenschaftlern sowohl für große als auch ganz kleine Phänomene

Das Vorhersagesystem soll also langfristige Entwicklungen ebenso gut berechnen können wie Wetterveränderungen an einem ganz bestimmten Ort. Das ist natürlich für Privatnutzer besonders interessant.

Wer schonmal wegen des Wetterberichts ohne Schirm unterwegs war und dann doch vom Regen überrascht wurde oder krank wurde, weil das Wetter wärmer vorhergesagt war, dürfte sich über die genauen Vorhersagen besonders freuen.

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