Sicher kennt ihr das Problem: Ihr sitzt in der Schule oder im Hörsaal an der Uni und das kleine Display eures Notebooks quillt vor lauter Fenstern über. Da nur die wenigsten ein externes Display mit sich herumschleppen werden, wäre ein Notebook mit zwei eingebauten Displays hilfreich.
Ein solches Gerät ist dabei keine Science Fiction, das Unternehmen GPD hat gerade fleißig auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo Geld für das DUO 13,3 eingesammelt. Für 1.167 Euro könnt ihr das günstigste Modell und für 1.706 Euro das teuerste Modell vorbestellen. Zusätzlich dürfte der Zoll beim Import noch die Hand aufhalten.
Volle Flexibilität mit zwei Displays
Wie die Bezeichnung DUO
schon vermuten lässt, handelt es sich um ein Notebook mit zwei integrierten 13,3-Zoll-OLED-Displays. Einige von euch werden jetzt sicher denken, dass das ein alter Hut ist, das Zenbook Duo von Asus gibt es schließlich schon seit einiger Zeit.
Es gibt aber natürlich einen feinen Unterschied zwischen den beiden Rechnern: Das Asus Zenbook Duo bietet zwei OLED-Touchscreens, die Tastatur liegt aber entweder auf dem unteren Display oder muss abgenommen und vor dem Notebook platziert werden. Streng genommen habt ihr also zwei Displays mit einer Tastatur und keinen zusammenhängenden Rechner.
Beim Duo von GPD befinden sich dagegen beide Displays und die Tastatur in einem Gehäuse. Der obere Bildschirm wird beim Transport einfach über das zweite Display geklappt. Die beiden Panels liegen also mit etwas Abstand aufeinander. Auch eine Art Tablet-Modus ist möglich, dazu lässt sich das obere Touchdisplay einfach nach hinten klappen, dann befinden sich die beiden Bildschirme Rücken an Rücken.
Die beiden integrierten Monitore werden vom Betriebssystem wie zwei unabhängige Displays behandelt. Die Anzeige kann also gespiegelt, erweitert oder Inhalte unabhängig vom anderen Bildschirm darstellen.
Imposante Panels
Offenbar hat GPD bei den beiden Displays nicht gespart, die Spezifikationen lesen sich zumindest vielversprechend. Die folgenden Angaben beziehen sich immer jeweils auf ein Touch-Display:
- Panel-Typ: OLED
- Auflösung: 2880 x 1800 Pixel (WQXGA+)
- Bildwiederholfrequenz: 60 Hertz
- Seitenverhältnis: 16:10
- Helligkeit: bis 500 cd/m2 (Peak)
- Kontrast: 1.000.0000:1
- Farbraum: 100 Prozent Adobe RGB, 133 Prozent sRGB, DCI-P3: 100 Prozent
- Unterstützt einen drucksensitiven Stylus mit 4096-Stufen
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Damit die ganze Konstruktion im voll aufgeklappten Zustand nicht einfach nach hinten umkippt, hat GPD am unteren Display einen ausklappbaren Ständer angebracht, wie man ihn beispielsweise auch von den Microsoft Surface Tablets kennt.
Neueste AMD APU unter der Haube
Die sonstige Hardware ist auf dem aktuellen Stand der Technik, die Top-Version bietet beispielsweise:
- APU: AMD Ryzen AI 9 HX 370 mit Radeon 890M Grafik
- RAM: 64 GByte LPDDR5-7500
- SSD: 2 TByte M.2 NVMe 2280 SSD
- Netzwerk: WiFi 6E, 2.5G Ethernet, Bluetooth 5.3
- Betriebssystem: Windows 11 Home
- Gewicht: 2,2 kg
- Akku: 80 Wh
Wenn es für euch nicht genug CPU-Leistung sein kann, dann schaut euch mal den neuen AMD Ryzen 9 9950X mit 16 Kernen an. Nils hatte den Desktop-Prozessor vor einiger Zeit im Test.
Vom Office-Riesen zum potenziellen Gaming-Star dank eGPU
Der Hersteller GPD bietet passend zum DUO Notebook eine passende eGPU an. Diese nimmt Kontakt zum Laptop über die Oculink-Schnittstelle auf und besitzt einen eingebauten AMD Radeon RX 7600M XT Pixelbeschleuniger mit 8 GByte GDDR6-VRAM. Dazu gesellen sich noch die folgenden Anschlüsse:
- 2x Displayport 1.4a
- 1x HDMI 2.1
- 3x USB 3.2 Typ-A
- 1x SD4.0 Cardreader
Vergleicht man die RX 7600M XT mit den Modellen von Nvidia, dann liegt der AMD Grafikchip , je nach Spiel und Benchmark, zwischen einer RTX 4060 Laptop und einer RTX 4070 Laptop. Die GP01 genannte eGPU ist ab 549 Euro zuzüglich Steuern zu haben.
Zwei Displays in einem Notebook, macht das Sinn oder ist es doch eher Spielerei? Schreibt gerne mal eure Meinung in die Kommentare.

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