Genau wie viele von euch hat auch mich der Hype rund um GTA 6 erreicht – auch wenn ich als PC-Spieler noch etwas auf den Release warten muss und die aktuellen Leaks für die ein oder andere Kontroverse sorgen, etwa bezüglich der Bildrate.
Dennoch habe ich viel Spaß daran, darüber nachzudenken, was uns im neuen Titel der Grand-Theft-Auto-Reihe erwartet. Und während viele über Performance, Story und den heiß erwarteten Online-Modus diskutieren, setze ich gerade hohe Erwartungen an eine mögliche Companion-App – auch wenn diese oft der Vergangenheit angehören.
Wenn Rockstar aus der Geschichte seiner iFruit-App für GTA 5 gelernt hat, könnte eine Begleiter-App eine echte Chance für GTA 6 darstellen – allein für eine greifbare und vereinfachte Steuerung des Spiels.
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Das Konzept von iFruit war für mich zum Scheitern verurteilt
Bereits 2013 wollte Rockstar mit der iFruit-App die Brücke zwischen echter und Spielwelt schlagen. Dafür konntet ihr in der offiziellen Begleiter-App von GTA 5 zum Beispiel einen Teil eurer Fahrzeuge verwalten oder auf die Webseiten des Universums zugreifen.
Zusätzlich gab es kleine Minispiele, in denen ihr etwa den Hund Chop erziehen konntet. Das war es dann aber auch schon, weshalb Rockstar den Support der App 2022 komplett einstellte.
Der Reddit-Nutzer MEE2day fasst das Problem gut zusammen: »Rockstar hat iFruit eingestellt, da es im Grunde nicht mehr als ein umständlicher Kennzeichen-Editor war.«
Genau aus dieser Erfahrung kann Rockstar aber nun gelernt haben. Zumindest hoffe ich das, denn die Companion-App für GTA 6 könnte mehr als ein nettes Gimmick sein und eine echte Ergänzung zum Spielerlebnis bieten.
Chance für GTA 6: Wo die Companion-App echten Mehrwert bringt
Prinzipiell könnten aus meiner Sicht alle Features des In-Game-Handys in die Begleiter-App gepackt werden. Das Smartphone dient in der Grand-Theft-Auto-Reihe oft schließlich als Menü, um mit NPCs zu sprechen, Missionen zu starten oder die persönlichen Geschäfte zu verwalten.
Genau diese Aufgaben könnte man auch bequem in einer passenden externen App verwalten. Das sorgt nicht nur für eine nahtlose Verschmelzung von Spiel und Realität, wenn ich mir beispielsweise ein Auto in Leonida über mein echtes Smartphone kaufe, sondern erleichtert auch die Verwaltung von Geschäften.
Bereits in Grand Theft Auto 5 und dessen Online-Modus konnten wir Kartelle, Clubs, Werkstätten und andere Unternehmen leiten. Überraschend realistisch müssen dafür oft kleine Aufgaben erledigt werden, wie das Nachfüllen von Vorräten. Solche Features könnten perfekt in eine Companion-App ausgelagert werden.
Während des Spiels habe ich nämlich vor allem Lust auf Action am Monitor und würde mich freuen, wenn ich für die Verwaltung (Vorräte kaufen, Autos umsortieren, Garagen ordnen und mehr) einfach mein Handy verwenden kann – etwa während der Busfahrt oder zwischendurch auf der Couch.
Außerdem muss so nicht jedes Mal das Spiel gestartet werden, wenn ich nur eine kleine Aktion durchführen möchte.
Praktische Features für die Companion-App:
- Kaufen von In-Game-Angeboten (Autos, Apartments)
- Verwalten der eigenen Geschäfte
- Kaufen von Kleidung, Lebensmitteln und Gegenständen
- Investieren in virtuelle Marktplätze
- Verwalten und Tunen von Fahrzeugen
Das Potenzial einer GTA-Social-Media-App
Eine weitere aus meiner Sicht vielversprechende Idee für die Companion-App, die ich regelmäßig im Netz sehe: eine eigenständige Social-Media-Plattform rund um die Welt von Grand Theft Auto 6. Das Konzept kommt nicht von ungefähr, sondern durch den starken TikTok-Charakter des ersten Trailers.
In diesem besteht fast ein Fünftel des Trailers aus Szenen, die an die chinesische Kurzvideoplattform erinnern. So schreibt auch MEE2day in seinem Beitrag zu einer möglichen Begleiter-App: »Man hat den Eindruck, dass Rockstar dem 'digitalen Leben' in Vice City denselben Stellenwert einräumt wie dem 'realen'.«
Link zum YouTube-Inhalt
Über die fiktive Social-Plattform könnten Storys von NPCs geteilt sowie Mitteilungen zu neuen Missionen oder Updates gepostet werden. Einige Personen aus der GTA-Community können sich auch vorstellen, dass die Plattform als eine Art Hub für den Austausch genutzt werden könnte – etwa um eigene Clips zu teilen.
Der Reddit-Nutzer Desperate_Report_695 stellt sich die Plattform wie folgt vor:
»Die Hauptattraktion könnte eine App im TikTok-Stil sein, mit der Spielende mithilfe des Director-Modus von GTA VI kurze Clips erstellen können. Diese könnte man auf der Plattform innerhalb des Spieluniversums veröffentlichen. Andere Spielende könnten auf die Videos reagieren, wobei die beliebtesten in einem globalen Trend-Feed erscheinen würden.«
Ein solches Konzept würde gut in das immersive Setting mit minimalem HUD passen, das wir bereits aus Red Dead Redemption 2 kennen und den neuesten Leaks zufolge vermutlich auch in GTA 6 bekommen.
Dass das wirklich funktionieren kann und mehr als nur eine schöne Vorstellung ist, hat die GTA-Roleplay-Community bereits bewiesen. Auf dem RP-Server LuckyV gibt es zum Beispiel eine ganze Social-Media-Plattform rund um die virtuelle Welt und deren Einwohner.
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Drei Ideen für ein greifbares In-Universe-Gefühl
Je länger ich über die Einsatzmöglichkeiten nachdenke, desto mehr fallen mir ein. Drei interessante Ideen aus der Community, für eine moderne Companion-App möchte ich euch unbedingt noch vorstellen:
Chancen durch KI: Durch moderne KI-Voice-Models könnte die App weit über stumpfe Menüs hinausgehen und ein Stück der Spielwelt in die Realität holen. Ein KI-gestützter Sprachassistent könnte zum Beispiel im Spiel angerufen werden, um eigene Fahrzeuge zu bestellen oder das Fahndungslevel der Polizei zu senken – wie es bisher bei Lester ging.
Informationen zur Spielwelt: In der App könnten wir durch fiktive Websites und Tools scrollen und so mehr über die Welt von Leonida und ihre Charaktere erfahren – ganz ohne das Spiel starten zu müssen.
Interaktive Karte: Mit einer Karte wie Google Maps könnten wir ein Navigationssystem bekommen, das die Spielwelt direkt in unsere Hände holt. Zudem könnten, passend zu einer Begleiter-App, wichtige Punkte in der Welt markiert oder automatisch hervorgehoben werden – beispielsweise für Missionen oder Rätsel.
Fazit: Rockstar muss die Chance bei GTA 6 nutzen
Eine optionale App, die auf Wunsch dazugeschaltet oder einfach weggelassen werden kann, das Spiel nicht komplexer macht, sondern den eigentlichen Spielfluss auf der Konsole oder dem PC entschlackt, wäre eine gute Lösung.
Gerade für ein greifbares Spielgefühl und mehr Nutzerfreundlichkeit könnte eine angepasste Companion-App eine echte Hilfe darstellen, weshalb GTA 6 aus meiner Sicht nicht ohne ein derartiges Tool auskommen sollte.
Allein wenn ich an die unzähligen Momente denke, in denen ich mit Freunden eine Heist-Mission spielen wollte und es ewig gedauert hat, durch alle Menüs zu steuern. Gerade wenn eine Person nur selten GTA gespielt hat und von der vielfältigen Menü-Steuerung im Spiel überfordert ist.
Am Ende ist die Companion-App im fünften Eintrag der GTA-Reihe an ihren Limitierungen und der fehlenden Entwicklung der Anwendung gescheitert – und 2022 schließlich eingestellt worden. Hier muss Rockstar bei GTA 6 dranbleiben, um das volle Potenzial einer Begleiter-App herauszuholen.
Wie ihr merkt, bin ich voll im Hype und schon sehr gespannt auf das, was uns der nächste Trailer zeigen wird.
Doch wie sieht es bei euch aus? Kommt eine solche Companion-App für GTA 6 für euch überhaupt infrage? Welche Features würdet ihr euch von einer Begleiter-App wünschen und wo seht ihr mögliche Probleme? Schreibt eure Gedanken dazu gerne unten in die Kommentare – ich bin sehr gespannt auf euer Feedback!

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