GTA 6 ist geleakt. Und zwar so richtig: Ein Hacker oder eine Gruppe von Personen namens Cyberleek hat allem Anschein nach Zugriff auf das komplette Spiel.
Dabei handelt es sich zwar wohl um eine ältere Version von Anfang 2025, aber Fakt ist: Eine Woche vor dem Gameplay-Reveal auf Netflix erlebt Rockstar gerade die größte Katastrophe seiner Firmengeschichte.
Das Entwicklerteam und Publisher Take-Two schweigen, doch zwei Tage nach dem ersten Video-Leak droht das ganze, über Jahre aufgebaute und mit hunderten von Millionen Dollar finanzierte Marketing-Gerüst von GTA 6 kurz vor Release in sich zusammenzufallen. Doch ausgerechnet ein Blick zurück in die Vergangenheit sollte Rockstar jetzt Mut machen.
Wer ist Cyberleek?
Hinter dem Namen Cyberleek steckt keine nachgewiesene Einzelperson und auch keine bekannte Hackergruppe. Es handelt sich vielmehr um einen Markennamen für eine anonyme Kampagne.
Das GTA-6-Material verbreitete sich über Plattformen wie X und eine eigene Webseite. Schnell wurde jedoch deutlich, dass die Accounts hinter den Posts zweifelhaft sind. Einige Profile nutzten offenbar sogar künstlich erzeugte Bilder, um Aufmerksamkeit zu generieren. Zudem ist die Veröffentlichung direkt an eine Kryptowährung auf der Solana Blockchain gekoppelt.
Der Verdacht liegt nahe, dass angebliche Leaks hier als Werbevehikel für ein Spekulationsgeschäft missbraucht werden. Ein Bezug zum großen Datendiebstahl bei Rockstar aus dem Jahr 2022 besteht nach aktuellem Kenntnisstand nicht. Derweil versucht sich die Community an eigenen Recherchen, manch einer will die Identität von Cyberleek bereits wissen - aber das sind bis jetzt lediglich Theorien und unbestätigte Gerüchte.
Warum wird GTA 6 gerade jetzt geleakt?
Laut eigenen Angaben richtet sich die Cyberleek-Kampagne gegen den Zwang zu digitalen Vorbestellungen ohne physische Datenträger bei GTA 6, gegen gesperrte Inhalte in teuren Sondereditionen und tritt für den Erhalt von Spielen nach einer Serverabschaltung ein.
Es sind Themen, die gerade viele Spieler beschäftigen und für Frust in großen Teilen der Gaming-Community sorgen. Dennoch wäre Verständnis für den Leaker fehl am Platz. Es handelt sich hierbei um einen kriminellen Akt und versuchte Erpressung. Ein politisches Manifest rechtfertigt keine Straftat.
16:10
Sind Leaks nur ein Marketing-Trick? Wie sie entstehen und ob sie Unternehmen wirklich schaden.
Das ist übrigens auch der Grund, warum die Redaktion von GameStar über solche Vorfälle ausschließlich aus zweiter Hand berichtet und nur dann, wenn eine echte Relevanz für Spieler und Branche vorliegt. Geleaktes Bildmaterial oder direkte Links dazu zeigen wir aus Überzeugung nicht, wir werden auch nicht jeden neuen Leak aufs Kleinste auseinandernehmen.
Natürlich profitieren auch wir von dem Wirbel um den GTA-6-Leak. Nicht darüber zu berichten, wäre fahrlässig, das zeigen allein schon die Zahlen zum Leserinteresse. Wenn beim meist erwarteten Spiel des Planeten und der größten und teuersten Medienproduktion aller Zeiten (Filme und Serien eingeschlossen) drei Monate vor Release alles schiefgeht, dann ist das natürlich eine Nachricht wert.
Aber: Wir wollen dem Leak und der oder den Personen dahinter auch nicht zu viel Platz einräumen und damit den Forderungen und Methoden von Cyberleek zusätzliches Gewicht verleihen.
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