Je länger sich Handhelds im Mainstream festsetzen, desto öfter bekommen wir spannende Eigenbauten zu sehen.
Der chinesische Handheld-Spezialist Qingchen DIY präsentierte auf der Videoplattform bilibili nun ein solches selbstgebautes Gerät, das zumindest im Hinblick auf die Leistung alle Hersteller in den Schatten stellt – im Inneren steckt nämlich die Laptop-Version der RTX 4090.
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Vom Laptop »heruntergekürzt«
Ausgangspunkt des Bastelprojekts war ein nicht näher exakt spezifizierter Laptop; das Gehäuse sieht laut Videocardz zumindest nach einem Fabrikat des chinesischen Herstellers Tongfang aus.
- Entsprechend ist es naheliegend, dass die meisten der technischen Daten auch für den Handheld übernommen wurden. So stecken neben der erwähnten RTX 4090 Laptop-GPU auch ein Intel Core i9-14900HX mitsamt 64 GByte an DDR5-Arbeitsspeicher sowie zwei Terabyte an SSD-Speicher.
- Damit diese Komponenten überhaupt Platz finden, darf der Bildschirm nicht allzu klein ausfallen. Qingchen begnügt sich also mit dem 12,5 Zoll großen IPS-Panel des ursprünglichen Laptops, das mit einer 4K-Auflösung und 60 Hertz Bildwiederholrate arbeitet.
Auch die Kühlung des Notebooks wurde wohl direkt übernommen, die bei den Spezifikationen auch bitter notwendig ist. Damit muss die Laptop-GPU nicht noch weiter gedrosselt werden, als sie es gegenüber ihrem großen Desktop-Bruder ohnehin schon tut. Als Leistungsaufnahme warf das Handheld die zugehörigen 174 Watt aus.
Ein integrierter Akku mit 50 Wh ist indes zwar vorhanden, fällt aber in die Kategorie »nutzlos«, da der Handheld trotz allem an einen externen Akku angeschlossen werden muss.
Auch mit kleineren Brötchen wird ein solcher Nvidia-Handheld nicht offiziell kommen
Immerhin gab es auch einzelne Benchmarks zu bestaunen. So kann das namenlose Projekt Cyberpunk 2077 in nicht näher beleuchteten Grafikeinstellungen (mutmaßlich hohe) auf 60 bis 70 Fps zurückblicken.
In God of War schafft das Gerät sogar 120 Fps, was angesichts des 60-Hz-Panels zwar nahezu sinnbefreit, aber dennoch eine ordentliche Leistung ist.
Auch zu den Temperaturen gab es einen Einblick. Der Intel-Prozessor lief mit 67 Grad Celsius ebenso wenig Gefahr wie die Nvidia-Grafikkarte, die bei maximal 72 Grad Celsius landete.
- Neben seinem Status als nettes Bastelprojekt zeigt Qingchen vor allem eines: Es wäre spannend zu sehen, wie sich Nvidia-Chips im regulären Handheldmarkt schlagen würden. Bisher setzt lediglich die Nintendo Switch auf einen solchen SoC.
- Die Gründe hierfür sind natürlich rein spekulativ, aber ein naheliegender Punkt liegt in der fehlenden x86-Lizenz – Nvidia darf schlicht keine solchen Chips herstellen. Auf ARM-Basis scheint hingegen allmählich Bewegung in die Sache zu kommen: Der N1X-Chip soll im kommenden Jahr auf dem Markt landen.
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