Android-Smartphones bekommen bald ein großes Speicher-Upgrade für mehr KI-Power – Käufer haben dadurch wohl aber einen großen Nachteil

Die nächste Generation der Top-Smartphones bringt nicht nur schnellere Prozessoren, sondern wohl auch deutlich mehr Speicher für mehr KI-Power. Für Endkunden könnte das allerdings unschöne Folgen haben.

Noch mehr Power für KI: Damit Smartphones das künftig stemmen können, erhalten sie wohl schon bald deutlich mehr Speicher. (Bild: Alina - stock.adobe.com GameStar Tech) Noch mehr Power für KI: Damit Smartphones das künftig stemmen können, erhalten sie wohl schon bald deutlich mehr Speicher. (Bild: Alina - stock.adobe.com / GameStar Tech)

In der nächsten Generation der Flaggschiff-Handys setzen Hersteller voraussichtlich auf neue Prozessoren wie den Qualcomm Snapdragon 8 Elite 2 und den MediaTek Dimensity 9500. 

Beide Chips sollen die KI-Rechenleistung im Vergleich zu ihren Vorgängern verdoppeln. Laut eines Weibo-Posts von Brancheninsider Digital Chat Station erwägen die fünf größten Handy-Hersteller daher, ihre kommenden Premium-Modelle mit deutlich mehr Speicher auszustatten, um die hohen KI-Anforderungen abzufangen.

Die Handys könnten demnach über bis zu 24 Gigabyte Arbeits- und 1 Terabyte Gerätespeicher verfügen. Smartphones mit derart großem Speicher gab und gibt es bereits – vor allem in China.

Allerdings setzen die meisten Hersteller laut Gizmochina aktuell noch auf weniger Arbeitsspeicher, in erster Linie, weil die Preise für RAM vor rund einem Jahr angestiegen waren. Derzeit sind 12 bis 16 Gigabyte die verbreitetsten Speichervarianten in vielen Premium-Modellen.

Video starten 26:26 BLINDTEST: Dieses Smartphone macht die besten Fotos!

Mehr Speicher für KI-Features

Mit der weiten Verbreitung von KI-Tools in Smartphones ist die Erhöhung des Speichers durchaus logisch. Große Sprachmodelle oder generative KI-Tools, die etwa Bilder oder Videos erstellen können, brauchen viel Speicher – vor allem, wenn sie dazu noch lokal auf den Geräten funktionieren sollen.

Zudem braucht es daneben natürlich auch weiterhin genügend Arbeitsspeicher für Apps, Multitasking und Co. In den kommenden Jahren werden sich die KI-Features natürlich weiterentwickeln und womöglich werden noch viele Funktionen hinzukommen, die wir jetzt noch nicht kennen.

Samsung Galaxy A26
Samsung Galaxy A26
Wer ein möglichst günstiges Samsung-Handy sucht, wird beim Galaxy A26 fündig. Es punktet mit seinem 120-OLED-Display und einem großen Akku. Zudem lässt sich der Speicher per microSD-Karte erweitern. Das geht bei den anderen Modellen der A-Reihe nicht mehr.
Samsung Galaxy A36
Samsung Galaxy A36
Das Galaxy A36 bietet eine grundsolide Ausstattung. Vor allem das OLED-Display, eine gute Akkulaufzeit und der lange Update-Support sprechen für das mittlere A-Reihen-Modell.
Samsung Galaxy A56
Samsung Galaxy A56
Das Galaxy A56 ist Samsungs obere Mittelklasse und der kleine Bruder des S25. Zu einem deutlich günstigeren Preis überzeugt das Handy mit hellem OLED-Display, langem Update-Support und einem guten Kamerasystem, das auch am Abend noch tolle Fotos macht.

Der Schritt zu mehr Arbeits- und Gerätespeicher ist aus meiner Sicht daher konsequent, denn bereits jetzt setzen Hersteller mindestens acht Gigabyte Arbeitsspeicher für die aktuellen KI-Features voraus.

Das ist laut TechnNave auch der Grund, warum nur die iPhone 15 Pro-Reihe Apple Intelligence erhalten hat, nicht aber das iPhone 15 und iPhone 15 Pro – beide Modelle besitzen lediglich sechs Gigabyte RAM.

Was bedeutet das für Nutzer?

Allerdings könnte das Speicher-Upgrade Folgen für den Endkunden haben. Viele einschlägige Technik-Magazine prophezeien einen Preisanstieg bei entsprechenden Handys.

Ich halte das für plausibel, schließlich haben wir in den vergangenen Jahren bereits diverse Preisanhebungen erlebt. Das Galaxy S25 Ultra kam beispielsweise Anfang 2025 in höchster Ausstattung für 1.809 Euro in den Handel, beim Galaxy S21 Ultra waren es 2021 noch 1.429 Euro.

Die möglichen Preisanstiege könnten nur die höchsten Ausstattungsklassen betreffen, nicht aber die jeweils günstigeren Modellen mit weniger RAM und Gerätespeicher – sicher ist das aber natürlich nicht.

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