Rund ein halbes Jahr nach der Ankündigung auf der CES 2025 ist es so weit: Das HDMI-Forum hat die Spezifikationen für Version 2.2 enthüllt.
Unmittelbare Auswirkungen dürfte der neue Standard nicht auf euch haben. Blu-Ray-Player und Grafikkarten wie die RTX-5000-Serie sind teils gerade erst bei HDMI 2.1 angekommen; auch eure Monitore und Fernseher brauchen noch Zeit, bis die ersten Modelle mit HDMI 2.2 ankommen.
Dennoch sind die offiziellen HDMI-2.2-Spezifikationen einen Blick wert, um potenzielle Zukunftsszenarien zu erörtern, denn laut dem HDMI-Forum wird der 2.2-Standard eine maximale Datenrate von 96 Gbps erlauben.
- Damit unterstützt HDMI 2.2 natives 4K bei 480 Hertz, 8K bei 240 Hertz oder 12K bei 120 Hertz.
- Zusätzlich lassen sich unkomprimierte Voll-Chroma-Formate wie 4K bei 240 Hz bei 10- und 12-Bit Farbtiefe übertragen. Für die Zukunft ist sogar 16K mit 60 Hz vorgesehen.
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Neues »Ultra96«-HDMI-Kabel für volle Leistung – UDNA nicht mit voller Datenrate
Um die neuen Spezifikationen auszureizen, führt HDMI 2.2 das »Ultra96«-Kabel ein. Dieses ist getreu dem Namen für die maximale Bandbreite von 96 Gbps zertifiziert, abwärtskompatibel zu älteren HDMI-Versionen und soll ebenso wie erste Endgeräte in der zweiten Jahreshälfte 2025 auf den Markt kommen.
Dass AMD schon 2025 zu den Herstellern mit HDMI-2.2-GPUs zählt, gilt als nahezu ausgeschlossen – dennoch scheint es so, als ob die Radeon-Hersteller den neuen Standard bereits ins Auge fassen.
- Ein Leak des zuverlässigen Kepler_L2 auf X behauptet nämlich, dass die nächsten Grafikkarten auf Basis der UDNA-Architektur auf HDMI 2.2 setzen sollen.
- Allerdings kommt hier auch gleich die Einschränkung, denn die maximale Datenrate von 96 Gbps scheint die nächste GPU-Generation nicht zu packen. Stattdessen werden laut Kepler_L2 »nur« maximal 80 Gbps drin sein.
- Diese Datenrate reicht immerhin für unkomprimiertes 4K bei 240 Hertz und 10-Bit-Farbtiefe oder 8K bei 60 Hertz aus (falls bis dahin mal passende 8K-Displays marktreif sind).
Um lästige Audio-Video-Lags zu vermeiden, führt HDMI 2.2 zudem das sogenannte »Latency Indication Protocol« (LIP) ein. LIP ermittelt Verzögerungen in mehrstufigen Set-ups (z. B. TV → AVR → Soundbar) automatisch und soll Bild und Ton präzise synchronisieren, wenn mehrere »Hops« in eurer Konfiguration für etwaige Probleme sorgen.
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