Auch viele Jahre nach Release werden in GTA 5 noch Details entdeckt und über Mysterien gerätselt. Da wäre etwa die mysteriöse Bodenluke im Ozean, an die ihr jemanden klopfen hört oder das Geheimnis von Mount Chiliad, für das es heute etliche Theorien gibt.
Easter Eggs wie diese werden in den meisten Fällen mit Absicht von den Entwicklern gestreut, damit die Community eben noch lange Spaß am Erkunden des Spiels hat. Bei einem neuen Fall dürfte hingegen deutlich weniger Vorsatz hinter dem gefundenen Detail stecken.
Da steht ein Mann im Fenster!
Im GTA-Subreddit teilt User Minimum_Rub_2092 eine kuriose Entdeckung. Er hat mal wieder seine Wumme Gassi geführt und dabei wie ein nerviger, neugieriger Nachbar in fremde Fenster geschaut. Als er am Central Los Santos Medical Center vorbeikam, musste er jedoch zweimal hinsehen:
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In der Spiegelung der Glasscheibe ist deutlich ein Mann zu erkennen, der offenbar gerade ein Foto von jenem Fenster schießt. Als wäre man in einem Horrorfilm, befindet sich vor dem Fenster aber niemand, zu dem diese Spiegelung gehören könnte.
Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass auf die Scheibe nur eine Textur »gedruckt« ist. Und diese Textur zeigt offenbar den Fotografen, der die Textur aufgenommen hat. So hatten sich die Entwickler das sicherlich nicht vorgestellt.
In den Kommentaren sind viele überrascht. So schreibt User ricoimf: »Ist das eine neue Entdeckung? Ich habe das in 13 Jahren noch nie gesehen! Wahnsinn.« Ein paar wollen sich aber auch daran erinnern, dass ein solcher Schnappschuss bereits in GTA 4 zu finden war, wie etwa Juvy_ocerr.
18:48
Niko, CJ & Michael: Was wurde aus den Helden aller GTA-Spiele?
Als wir dem auf den Grund gegangen sind, haben wir diesen exakten Vorfall zwar nicht in Liberty City gefunden, dafür aber einen anderen. Am Schalter des Funland Themeparks sitzt eine Verkäuferin, die bis heute sicher nichts von ihrem ungewollten Ruhm mitbekommen hat.
Und auch in GTA: San Andreas hat sich ein Fotograf klammheimlich in einer Spiegelung verewigt. In den Glastüren des Vank-Hoff-Hotels erkennt man einen weiteren Knipser.
Entweder unterläuft Rockstar immer wieder der gleiche Fehler, oder aber es handelt sich doch um kein Versehen, sondern alte Tradition. Wer weiß, an wie vielen echten Menschen wir schon vorbeigelaufen sind ...
Das steckt hinter den Texturen
Zu Umgebungen in Videospielen gehören neben den dreidimensionalen Objekten und der Belichtung auch Oberflächen. Dadurch wird eine nahtlose Umgebung mit vielen kleinen Details geschaffen. Spieldesigner nutzen dazu viele verschiedene Techniken und Tools (via Madvfx.com).
Oft werden Texturen mit Programmen wie Photoshop oder Krita handgezeichnet oder prozedural generiert. In anderen Fällen dient aber auch echte Fotografie als Grundlage. Der Vorteil ist, dass die Texturen sehr realistisch aussehen. Ein Problem ist jedoch, dass die Designer wenig Kontrolle über das Ergebnis haben.
Im Falle der GTA-Texturen wurden die verwendeten Fotos als Reflexionsebene für Scheiben eingebaut. Auf diese Weise ersparen die Entwickler dem System aufwendige, echte Spiegelungen zu berechnen. Für richtige Echtzeit-Reflexionen müsste die Engine die Welt quasi doppelt berechnen - ein absoluter Hardware-Killer. Da nimmt man so kleine, witzige Schnitzer wie verewigte Textur-Fotografen doch gerne in Kauf.

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