Ist das wirklich schon 25 Jahre her? Ja, tatsächlich ist bereits ein ganzes Vierteljahrhundert vergangen, seit der erste Herr-der-Ringe-Film, Die Gefährten, am 19. Dezember 2001 in den weltweiten Kinos startete und uns erstmals in Peter Jacksons Version der Tolkien-Welt Mittelerde entführte. Satte 17 Oscars sahnte die Filmtrilogie des neuseeländischen Regisseuers insgesamt ab und prägte die Popkultur nachhaltig.
Während der langen Dreharbeiten in Neuseeland wuchsen die Darsteller der Gefährten auch im echten Leben zu einer Gemeinschaft zusammen und schworen sich ewige Freundschaft; einige ließen sich deswegen sogar ein Tattoo stechen. Sporadisch sieht man sich zwar auch heute noch auf Conventions, doch aufgrund stetig voller Hollywood-Terminkalender blieb ein großes Wiedersehen der Herr-der-Ringe-Stars bislang meist ein frommer Wunsch.
Umso schöner ist es, wenn es doch klappt: Anlässlich des kommenden 25. Jubiläums hat das britische Empire Magazine nun fünf der zentralen Darsteller für ein gemeinsames Interview erneut an einen Tisch gebracht. Und obwohl das vollständige Interview noch nicht erschienen ist, hat Empire einige Aussagen aus dem Gespräch bereits jetzt veröffentlicht und dabei auch einige für Fans interessante Infos aufgedeckt.
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Volle Terminkalender
Zum Interview geladen waren Ian McKellen (Gandalf), Elijah Wood (Frodo), Sean Astin (Sam), Dominic Monaghan (Merry) und Billy Boyd (Pippin). Ersterer erklärte dabei recht schnell, das der Wille zu einem größeren Treffen des Casts zwar durchaus bestünde, das Ganze aber immer wieder an der Logistik scheitere:
Als wir mit Der Herr der Ringe fertig waren, waren alle so freundlich und verbunden, dass wir uns darauf einigten: Wo auch immer wir auf der Welt sein würden, wir würden uns alle am selben Ort versammeln, nur um unsere Freundschaft und unsere Gemeinschaft zu erneuern. Und ich war in 25 Jahren bei keinem einzigen dieser Treffen!
- Ian McKellen
Merry-Darsteller Dominic Monaghan bestägt Gandalfs stetige Abwesenheit lachend und erklärt: »Die vier Hobbits haben großes Glück, weil wir alle zusammen zu Conventions gehen, also sehen wir uns denke ich mindestens acht Mal im Jahr.« Auch Sam-Darsteller Sean Austin betont, dass der Geist der Gefährten durchaus noch lebe: »Es ist nicht so, als wäre die Gemeinschaft völlig gescheitert oder hätte sich aufgelöst. Wir kriegen es nur verdammt noch mal nicht hin!«
Freundschaftlich gesonnen sind sich die fünf aber noch immer. So kommt McKellen zu dem Schluss, dass die vier Hobbit-Schauspieler mittlerweile noch feinere Kerle [sind], als sie es damals schon waren, als sie noch jünger waren.
Von hinten gedreht
Das Gespräch förderte auch kuriose Anekdoten über die Dreharbeiten zutage. Filme werden selten chronologisch gedreht, da es günstiger ist, alle Szenen an einem Set oder in einem Studio hintereinander zu drehen, bevor man die Location wechselt. Für die Schauspieler ist das oft eine Herausforderung, etwa weil sie sich dann bei emotionalen Schlussszenen noch nicht so richtig kennen.
So berichtet Ian McKellen über einen seiner ersten Drehtage:
Die nächste Szene, die ich drehte, war die allerletzte Szene, die Gandalf im dritten Film hat, wo er die Segel setzt und alles zurücklässt, einschließlich der Hobbits […]. Ich fragte Peter Jackson: ›Bin ich froh, Abschied zu nehmen, oder werde ich es bereuen? Kannst du mir einen kurzen Überblick über meine Beziehung geben?‹ Denn ich kannte sie überhaupt nicht!
- Ian McKellen
Jacksons Anweisung war simpel: Gandalf sei dankbar für die gemeinsamen Abenteuer. McKellen löste das Problem pragmatisch: »Wenn man sich mein Gesicht in dieser Szene ansieht, ist es absolut leer. Das ist das Beste, was man tun kann: Wenn man nicht weiß, was man tun soll, tut man nichts.« Im konkreten Fall von Herr der Ringe musste die Schlussszene so früh gedreht werden, weil Bilbo-Darsteller Ian Holm nur einen Monat Zeit für all seine Szenen hatte.
Trotz dieser anfänglichen Distanz entstand am Set in Neuseeland etwas Einzigartiges. Elijah Wood beschreibt die Zeit rückblickend als »eine ganz spezielle Alchemie«. Das Erlebnis, so lange fern der Heimat an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten, habe die Schauspieler eng zusammengeschweißt – ähnlich wie die Charaktere im Buch.
Das vollständige Interview erscheint in der März-Ausgabe des Empire Magazins, die ab dem 15. Januar erhältlich ist. In der obigen Linkbox lest ihr derweil noch mehr News rund um das Thema Herr der Ringe.
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