Historischer Führungswechsel: SSDs sollen HDDs 2020 den Rang ablaufen

Im Jahr 2020 könnte sich der Festplattenmarkt einer aktuellen Prognose zufolge historisch verändern: SSDs werden vermutlich erstmals HDDs überholen - sowohl beim Umsatz als auch bei verkauften Einheiten.

von Sara Petzold,
14.02.2020 13:18 Uhr

SSDs könnten 2020 den HDDs ihren angestammten Spitzenplatz bei Umsatz und verkauften Einheiten ablaufen. SSDs könnten 2020 den HDDs ihren angestammten Spitzenplatz bei Umsatz und verkauften Einheiten ablaufen.

Der Preisverfall bei Flash-Speicher wird 2020 möglicherweise für eine Trendwende am Festplattenmarkt sorgen: Marktforscher gehen derzeit davon aus, dass SSDs in den kommenden Monaten sowohl beim Umsatz als auch bei der Zahl verkaufter Einheiten an HDDs vorbeiziehen könnten.

Das japanische Markforschungsunternehmen Techno Systems Research hat laut PC Watch (via ComputerBase) eine Prognose für das Jahr 2020 veröffentlicht, deren Hochrechnungen den historischen Umbruch illustrieren. Diese Hochrechnungen basieren auf den Zahlen für 2019:

  • verkaufte HDDs im Jahr 2019: weltweit 317 Millionen Einheiten bei einem Durchschnittspreis von 69,3 USD
  • verkaufte SSDs im Jahr 2019: weltweit 234 Millionen Einheiten bei einem Durchschnittspreis von 88 USD
  • Umsatz HDDs im Jahr 2019: weltweit 22 Millionen USD
  • Umsatz SSDs im Jahr 2019: weltweit 20,5 Millionen USD

SSDs überholen HDDs: Trotz oder wegen höherem Preis pro Gigabyte?

Obwohl der Preis pro Gigabyte bei SSDs fast das siebenfache dessen beträgt, was ein Gigabyte auf einer HDD kostet, gehen die Marktforscher von einer deutlichen Absatzsteigerung für SSDs im Jahr 2020 aus: Sie glauben, dass der SSD-Absatz in den kommenden Monaten auf 279 Millionen Einheiten steigt, während der Absatz für HDDs auf 274 Millionen Einheiten sinkt.

SSDs versus HDDs in 2019 (Bildquelle: PCWatch) SSDs versus HDDs in 2019 (Bildquelle: PCWatch)

Auch die für 2020 erwartet ansteigenden Preise für Flash-Speicher, die 2019 für einen ordentlichen Preisverfall bei SSDs gesorgt hatten, dürften den Siegeszug der SSDs wohl nicht aufhalten - im Gegenteil: Die höheren Preise sollen in Kombination mit dem gestiegenen Absatz für 26 Milliarden Umsatz bei einem Durchschnittspreis von 94 US-Dollar (plus 6,8 Prozent) sorgen, während HDDs nur noch 20,6 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielen sollen.

Der Trend geht zur SSD

Die Marktforscher gehen außerdem davon aus, dass dieser Trend zugunsten der SSDs über die kommenden Jahre hinweg anhält. Langfristig sinkende Preise für die schnellen Laufwerke sollen Umsätze im Bereich zwischen 26 und 27 Milliarden US-Dollar generieren.

Doch das Ende der HDD dürfte noch eine ganze Weile auf sich warten lassen: Obwohl SSDs in Sachen Leistung und Stromverbrauch deutlich vor HDDs liegen, bieten letztere noch immer mit großem Abstand den meisten Platz für's Geld.

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