Alle exklusiven Tests zum halben Preis lesen!

So viele Tests wie noch nie!

Das erste Jahr Plus zum halben Preis sichern

Über 1.000 Jahre nach Erfindung (!) der Vorlage wurde ein historisches Brettspiel jetzt zum Steam-Roguelike

Mancala gehört zu den ältesten Brettspielen der Menschheit. Auf Steam verwandelt der Indie-Titel Oh!Ware das traditionsreiche Spielprinzip jetzt in ein Deckbuilder-Roguelike.

Mancala wird seit weit über 1.000 Jahren gespielt, vermutlich sogar viel, viel länger. Mancala wird seit weit über 1.000 Jahren gespielt, vermutlich sogar viel, viel länger.

Roguelikes haben inzwischen Poker, Black Jack, Spielautomaten und gefühlt alles andere verwurstet, was sich irgendwie mit zufälligen Upgrades kombinieren lässt. Jetzt ist eines der ältesten Brettspiel-Prinzipien der Menschheitsgeschichte dran.

Oh!Ware ist am 24. September 2026 auf Steam erschienen und macht aus Mancala ein Roguelike mit Deckbuilding, Bosskämpfen und jeder Menge Spezialeffekten. Wobei »Deckbuilding« hier eigentlich ein wenig geschummelt ist: Karten gibt es nämlich gar nicht. Stattdessen baut ihr euch eine Sammlung mächtiger Murmeln zusammen.

Video starten 1:44 Steam: Am Donnerstag startet der große Herbst-Sale: Wir kennen bereits die ersten Angebote

Die Vorlage ist älter als so manches Land

Falls euch Mancala nichts sagt: Dabei handelt es sich nicht um ein einzelnes Spiel, sondern um eine ganze Familie sogenannter Bohnenspiele, die vor allem in Afrika und Asien verbreitet sind.

Das Grundprinzip ist ziemlich simpel. Auf dem Brett befinden sich mehrere Mulden, aus denen ihr Steine oder Samen aufnehmt und anschließend nach bestimmten Regeln auf die folgenden Felder verteilt. Je nachdem, wo der letzte Stein landet, könnt ihr Spielsteine einsammeln beziehungsweise eurem Gegner wegnehmen.

Wie alt Mancala wirklich ist, lässt sich heute nicht mehr eindeutig sagen. Archäologische Funde aus Ostafrika werden auf das 6. oder 7. Jahrhundert nach Christus datiert. Es gibt sogar deutlich ältere Funde, die teilweise bis ungefähr 6000 vor Christus zurückreichen sollen. Ob es sich dabei tatsächlich um Mancala-Spielbretter handelt, ist unter Historikern allerdings umstritten. Die Überschrift mit den »über 1.000 Jahren« ist also bewusst eher vorsichtig gewählt.

Oh!Ware orientiert sich an diesem klassischen Spielprinzip und packt eine ziemlich moderne Roguelike-Schicht darüber. Der Entwickler selbst nennt auf Steam unter anderem Slay the Spire und Monster Train als Inspiration.

Statt Karten baut ihr euch ein Murmel-Deck

Eine Partie läuft trotzdem noch auf einem Brett voller Mulden ab. Ihr verteilt eure Murmeln und versucht damit, Kettenreaktionen auszulösen und gegnerische Steine einzusammeln. Nur sind das jetzt eben keine gewöhnlichen Murmeln mehr.

Mehr als 100 verschiedene Varianten können unter anderem brennen, vergiften, Lebensenergie absaugen oder Buffs auslösen. Dazu kommen ebenfalls mehr als 100 Talismane, die eure Spielweise weiter verändern. Manche verdoppeln beispielsweise bestimmte Eroberungen, andere schützen euch oder verstärken einzelne Effekte.

Dazwischen zieht ihr durch drei Gebiete – Dschungel, Ebenen und Berge –, bekommt es mit Bossen zu tun und müsst auf zufällige Gefahren wie Überschwemmungen oder giftige Pflanzen reagieren. Eine komplette Runde soll dabei ungefähr 30 bis 40 Minuten dauern. Wer danach noch nicht genug hat, kann sich durch insgesamt acht Schwierigkeitsstufen arbeiten.

Damit ist Oh!Ware vermutlich eines der wenigen Spiele, bei denen man ziemlich glaubwürdig behaupten kann: Die Entwickler haben eine über tausend Jahre alte Gameplay-Formel genommen und einfach ein Roguelike daraus gemacht.


Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.