Hohe CPU-Auslastung durch letztes Windows Update - nur Deinstallation hilft vollständig

Bislang ungeklärte Probleme mit dem kumulativen Update KB4512941 führen offenbar zu hoher CPU- und Speicherauslastung. Ein aktueller Workaround hilft nur bedingt.

von Alexander Köpf,
04.09.2019 21:08 Uhr

Probleme mit kumulativem Update erfordern einen Workaround oder gleich die Deinstallation. Eine Lösung durch Microsoft soll in Kürze folgen.Probleme mit kumulativem Update erfordern einen Workaround oder gleich die Deinstallation. Eine Lösung durch Microsoft soll in Kürze folgen.

Microsofts letztes kumulatives Update für Windows 10 Version 1903 (Mai Update) brachte neben einigen Verbesserungen offenbar auch Probleme. So berichten zahlreiche User von einem Bug in Zusammenhang mit Cortana, der zu erhöhten Prozessor- und Speicherauslastungen führen kann.

Mittlerweile wurde der Fehler seitens Microsoft bestätigt und eine baldige Lösung versprochen. Bis dahin bleibt betroffenen Benutzern jedoch nur ein Workaround oder die Deinstallation des entsprechenden Updates, um alle Probleme auszuräumen.

Update 06.09.2019: Microsoft hat den Bug bestätigt und verspricht für Mitte September 2019 einen Fix.

Cortana im Visier

Am 30. August stellte Microsoft das kumulative Update KB4512941 für Windows 10 1903 optional zum Download via Windows Update bereit. Dadurch sollten unter anderem Schwierigkeiten mit Windows Sandbox und Visual Basic gelöst werden.

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Microsofts Sprachassistent leitet Suchanfragen regulär an Bing weiter. Die Deaktivierung der Bing-Suche führt auf manchen Systemen aber zu Problemen.Microsofts Sprachassistent leitet Suchanfragen regulär an Bing weiter. Die Deaktivierung der Bing-Suche führt auf manchen Systemen aber zu Problemen.

Seither beklagen aber einige User Probleme mit Cortana. Sobald die Bing-Suche deaktiviert wird, steige die CPU-Auslastung durch den virtuellen Assistenten auf 30 bis 40 Prozent. Zudem werde 150 bis 200 MB zusätzlicher Arbeitsspeicher verbraucht und die Windows-Suche funktioniere nicht mehr.

Mittlerweile scheint auch Microsoft des Problems gewahr zu sein. In einem Tweet teilten die Windows-Macher mit, dass Probleme im Zusammenhang mit der SearchUI.exe untersucht werden. Zudem wird eine Lösung durch ein Update in Aussicht gestellt.

Weitere Details nennt Microsoft vorerst nicht. Es ist auch unklar, wie viele Systeme von dem Bug betroffen sind.

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Im Netz kursiert derweil ein Workaround, der das Problem teilweise behebt. Dazu muss im Registry-Eintrag »BingSearchEnabled« unter HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Search der DWord-Wert auf 1 gesetzt werden.

Den selben Zweck erfüllt auch das Löschen des Eintrags. Jedoch werden durch beide Ansätze alle Suchanfragen unter Windows an Bing übermittelt.

Wer das jedoch nicht will und auf die Fixes vorerst verzichten kann, dem bleibt nur die Deinstallation des Updates KB4512941. Das geht so:

  • Start -> Einstellungen -> Updates & Sicherheit
  • Windows Update -> Updateverlauf anzeigen
  • Updates deinstallieren -> Update KB4512941 auswählen, Rechtsklick
  • Deinstallieren mit »Ja« bestätigen

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