Auf seinem gestrigen Event hat Honor sein neues Flaggschiff-Handy, das Magic 8 Pro, vorgestellt. Aus meiner Sicht ist das Smartphone leider nicht ganz so spannend, wie ich gehofft hatte. Honor streicht nämlich mein Lieblings-Feature – die variable Blende der Kamera.
Allerdings gab es etwas anderes zu bestaunen, das mich vom Hocker haut: das »Robot Phone«. Der Hersteller hat für das kommende Jahr ein ziemlich verrücktes Konzept vorgestellt – ein Smartphone, bei dem die Kamera ausgefahren werden kann.
Pop-up-Kameras kennen wir schon lange, doch diese haben sich nie wirklich durchgesetzt. Doch das hier ist anders.
Die ausfahrbare Kamera sitzt in einem 3-Achsen-Gimbal und verhält sich im Zusammenspiel mit KI wie ein neugieriger, kleiner Roboter – zumindest im passenden, sehr CGI-lastigen und auf Hochglanz polierten Video-Trailer:
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Was macht das Robot Phone so besonders?
Die Hauptkamera sitzt auf einem ausfahrbaren 3-Achsen-Gimbal, der sich elektronisch positioniert und in verschiedene Richtungen schwenken kann. Das System kann buchstäblich um die Ecke schauen, sich selbstständig zu eurem Gesicht drehen oder euch beim Sport verfolgen.
Der Teaser zeigt Szenarien, die neugierig machen: Outfit-Check mit nickendem »Kopf«, autonome Selfies mit Hauptkamera-Qualität, Babyphone-Fähigkeiten oder nächtliche Astrofotografie, bei dem die Kamera die Sterne trackt und so Langzeitbelichtungen ohne Lichtspuren entstehen können.
Honor hat im Prinzip eine DJI Osmo Pocket 3 in ein Smartphone gepackt und es mit KI erweitert.
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Wall-E lässt grüßen
Die Design-Anleihen sind unübersehbar. Das Kameramodul macht im Video charakteristische »wheee, ohhhh und bleep«-Sound-Effekte, die Kamera wackelt neugierig hin und her und erinnert schon ein bisschen an Wall-E aus dem gleichnamigen Pixar- und Disney-Film. Schon süß irgendwie!
Ich finde das Konzept sehr spannend. Während viele Hersteller Jahr für Jahr dieselben rechteckigen Handys verkaufen, wagt Honor einen echten Sprung und integriert Gimbal-Technik in einem Smartphone. Wenn es gut läuft, könnten Action-Kameras damit vielleicht sogar ein Stück weit überflüssig werden.
Natürlich sind solche mechanischen Teile riskant - sei es im Hinblick auf Verschleiß oder die Staub- und Wasserfestigkeit des Smartphones selbst.
Mir fehlen noch die Details, trotzdem bin ich begeistert
Seien wir ehrlich: Der Teaser zeigt hauptsächlich CGI-Animationen, echte Hardware ist Mangelware. Honor will erst auf dem Mobile World Congress (MWC) 2026 weitere Details zeigen – das sind noch fünf Monate.
Aber: Smartphone-Innovation besteht aktuell mal wieder in dem Bestreben, Handys möglichst dünn zu bauen. Ich finde das ziemlich langweilig, zumal ich mich an der Dicke meines Smartphones nie wirklich gestört habe. Das Robot Phone zeigt aber nun so eine Idee, die das Nutzerverhalten verändern könnte:
- Content Creator oder Hobby-Filmer brauchen vielleicht keine separaten Gimbals mehr.
- Panoramaaufnahmen könnten viel einfacher werden.
- Gruppenselfies ohne ausgestreckte Arme.
- Haustier-Videos, bei denen das Phone dem Hund hinterher schwenkt.
Das könnte das spannendste Smartphone 2026 werden
Ich bin mehr als nur gespannt. Nach Jahren zeigt Honor, dass Smartphones mehr sein können als dünnere Versionen des Vorjahresmodells. Es bleibt aber abzuwarten, inwiefern der »kleine Wall-E« von KI profitiert und mit der Umgebung interagiert.
Ob das Robot Phone so gut funktioniert, wie im Video zu sehen ist? Das wissen wir nicht. Vielleicht ist es zu kompliziert, zu anfällig oder funktioniert am Ende doch nicht so gut wie erwartet. Aber Honor traut sich, frische Ideen zu haben. Und das ist doch auch irgendwie genau das, was wir brauchen.
Ich kann den MWC 2026 jedenfalls kaum erwarten. Und ihr? Würdet ihr ein Smartphone mit Roboter-Kamera kaufen? Schreibt es in die Kommentare.

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