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House of the Dragon: Ein überraschender Charaktertod in Folge 2 wirft viele Fragen auf - wir liefern eine Erklärung

In der dritten Staffel erwischt Rhaenyra endlich einen ihrer erbittertsten politischen Gegner. Der Tod dieser ehemaligen Hand des Königs dürfte bei einigen Fans allerdings Fragen auslösen, wo die Figur in der Zwischenzeit abgeblieben ist.

Im Krieg um den Eisernen Thron gelingt Rhaenyra (Emma DArcy) in Staffel 3, Episode 2 ein großer Erfolg. Bild: HBO. Im Krieg um den Eisernen Thron gelingt Rhaenyra (Emma D'Arcy) in Staffel 3, Episode 2 ein großer Erfolg. Bild: HBO.

Achtung, Spoilergefahr: Der folgende Artikel behandelt wesentliche Handlungsdetails aus House of the Dragon, Staffel 3. Weiterlesen auf eigene Gefahr!

In House of the Dragon geht es diese Woche ordentlich zur Sache. Denn wir bekommen mit der Eroberung von Königsmund endlich das Staffelfinale zu sehen, das keines war. Rhaenyra Targaryen (Emma D'Arcy) erobert in der neuesten Episode den Eisernen Thron und erreicht damit eines ihrer wichtigsten Ziele im Targaryen-internen Bürgerkrieg.

Insgesamt merkt man der Folge deutlich an, dass die Serienmacher hier ursprünglich mal das Ende für Staffel 2 geplant hatten, bevor sie diese aus Budgetgründen während der Produktion kürzen mussten. Das Ende der neuen Folge ist aber nicht nur wegen Rhaenyras Thronbesteigung ein echter Kracher, sondern auch, weil Rhaenyra endlich einen ihrer erbittertsten politischen Gegner erwischt und hinrichtet.

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Die Rede ist von Otto Hightower (Rhys Ifans), der ehemaligen Hand von Rhaenyras Vater Viserys und dem Architekten hinter der Anfechtung von Rhaenyras Thronanspruch. Nachdem Daemon (Matt Smith) und Rhaenyra den Roten Bergfried einnehmen, finden sie Otto im Kerker. Um ihren Thronanspruch unmissverständlich klar zu machen, enthauptet Rhaenyra den Vater von Alicent Hightower (Olivia Cooke) daraufhin vor allen Anwesenden zu Füßen des Eisernen Throns.

Aber wo kam Otto eigentlich her? Denn nach seiner Amtsenthebung in Staffel 2 ist die ehemalige Hand des Königs einfach verschwunden. In der Serie wurde bislang nie wirklich erklärt, wie Otto im Kerker gelandet ist und warum, weshalb sich viele Serienfans über das Ende von Folge 2 gewundert haben dürften. Wir haben für euch nachgeforscht.

Video starten 2:03 House of the Dragon: Im neuen Trailer zu Staffel 3 wird das ganze brutale Ausmaß des Targaryen-Bürgerkriegs deutlich

Wo war Otto Hightower?

Nach seiner Entlassung als Hand des Königs schlägt Alicent ihrem Vater vor, zum Sitz der Familie in Oldtown zurückzukehren. Danach taucht er für die gesamte Dauer der Staffel nicht mehr auf; ganz am Ende gibt es allerdings eine kurze Szene, in der Otto von dämmrigem Fackellicht beleuchtet, hinter Gittern zu sehen ist. Doch wie ist er dort hingekommen?

In Staffel drei wird nun von Erzmaester Orwyle (Kurt Egyiawan) angedeutet, dass Otto von Lord Larys Kraft (Matthew Needham), dem Meister der Flüsterer, in die Verliese des Roten Bergfrieds geworfen wurde, um ein mächtiges Geschenk in der Hand zu haben, sollte Rhaenyra siegreich aus dem Targaryen-Bürgerkrieg hervorgehen und Königsmund einnehmen.

Der gerissene Adlige hält sich ähnlich wie Lord Varys aus der Mutterserie wohl gern mehrere Optionen offen und wollte Otto wohl als Pfand benutzen, um sein eigenes Überleben sicherzustellen. Allerdings ist Larys am Ende von Staffel 2 mit dem Thronprätendenten Aegon II. aus Königsmund geflohen.

Warum richtet Rhaenyra Otto Hightower hin?

Man könnte natürlich argumentieren, Rhaenyra könnte nach der Einnahme der Hauptstadt Gnade mit ihren gefangenen Gegnern walten lassen. Und obwohl Rhaenyra, die nie zuvor ein Schwert geschwungen, von der Hinrichtung sichtlich zerrissen ist, sieht sie in Otto Hightower doch einen der größten Gegner ihres Thronanspruchs, der beseitigt werden muss.

Otto ist es nämlich, der den Erbkonflikt zwischen den beiden Targaryen-Linien überhaupt erst entfacht hat, indem er seine Tochter Alicent dem alternden König Viserys (Paddy Considine) als Frau zuführte und zuließ, dass ihr Sohn zum Gegenkönig ausgerufen wurde. Deswegen ist es – wie Daemon Targaryen vollkommen richtig anmerkt – auch so wichtig, dass Rhaenyra selbst Otto richtet. Denn als rechtmäßige Thronerbin muss sie jeden Zweifel an ihrem Herrschaftsanspruch bestrafen.

Gleichzeitig ist Otto der Vater ihrer besten Freundin aus Kindheitstagen, Alicent Hightower. Obwohl die beiden mittlerweile in einem Bürgerkrieg auf verschiedenen Seiten stehen, sieht Rhaenyra Alicent immer noch als wichtige moralische Instanz und sucht insgeheim eine Bestätigung für ihre Taten durch sie. Unter anderem deshalb fällt es ihr so schwer, Otto zu töten.

Rhaenyra schafft es nicht, Otto mit einem Streich zu enthaupten, was ihr wiederum als Schwäche ausgelegt werden kann. Dass Alicent wenig später Zeugin dieses Gemetzels wird, dürfte die beiden Frauen endgültig entzweien. In der Todesszene von Otto steckt zudem viel Symbolik: Rhaenyras hinterlässt bei ihrem Aufstieg über die Stufen zum Eisernen Thron Fußspuren aus Ottos Blut - ein Zeichen, dass sie für ihren Thronanspruch endgültig zur Mörderin geworden ist.

Auch in den Büchern von Westeros-Schöpfer George Martin muss Otto Hightower bei der Einnahme von Königsmund dran glauben. Allerdings schwingt in Fire & Blood Rhaenyra nicht selbst das Schwert. Es wird lediglich geschildert, dass Otto der erste Verräter war, dessen Kopf rollte. Letzten Endes läuft es für Otto aber auf dasselbe Schicksal hinaus.

Gewonnen hat Rhaenyra den Krieg damit aber noch lange nicht. Denn trotz der Einnahme der Hauptstadt stehen immer noch die Heere von Ormund Hightower und Criston Cole sowie zwei Drachen ihrer Herrschaft im Weg. Wie sich der Krieg weiterentwickelt, seht ihr immer Montags bei Sky und HBO Max.


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