Die Spatzen pfiffen es schon längst von den Dächern, heute ist es auch offiziell so weit: Intel stellt mit der Arc B570 und Arc B580 die ersten beiden Battlemage-GPUs vor.
Neben einer »klassenbesten Performance pro Dollar« verspricht der Hersteller mit der nächsten Generation von XeSS auch auf Softwareebene einen gehörigen Sprung. Alle wichtigen Details zu den Grafikkarten zeigen wir euch im folgenden Überblick.
Arc B570 und B580: Wenige Überraschungen bei den Specs
In den vergangenen Tagen sind mehrfach die Spezifikationen rund um die Mittelklasse-GPUs durchgesickert. Im Rahmen des heutigen Showcases bestätigte Intel nun die technischen Daten zur Arc B570 und Arc B580:
| Intel Arc B570 | Intel Arc B580 | |
|---|---|---|
| Architektur | Battlemage BMG-G21: 18 Xe2-Kerne 144 XMX KI-Kerne 18 Raytracing-Einheiten | Battlemage BMG-G21: 20 Xe2-Kerne 160 XMX-Kerne 20 Raytracing-Einheiten |
| Takt | 2.500 MHz | 2.670 MHz |
| Speicher | 10 GByte GDDR6 160-Bit 19 Gbps 380 GB/s | 12 GByte GDDR6 192-Bit 19 Gbps 456 GB/s |
| Schnittstelle | PCI-Express 4.0 x8 | PCI-Express 4.0 x8 |
| Displayanschlüsse | 3x DisplayPort 2.1 (bis zu UHBR 13.5) 1x HDMI 2.1 | 3x DisplayPort 2.1 (bis zu UHBR 13.5) 1x HDMI 2.1 |
| Stromanschluss | 1x 8-Pin | 1x 8-Pin |
| Leistungsaufnahme | 150 Watt | 190 Watt |
Eine kleine Überraschung gibt es im Hinblick auf den Stromanschluss der Arc B580, der wie das kleinere Schwestermodell auf einen einzelnen 8-Pin setzt. Die Leistungsaufnahmen fallen mit 150 und 190 Watt im »Limited Edition« genannten Referenzmodell ebenso erfreulich niedrig aus.
Zeitgleich nennt Intel die Releasetermine und die Preise der beiden GPUs – zumindest für den US-Markt:
- So soll die Arc B580 für 249 US-Dollar am 13. Dezember 2024 starten.
- Die Arc B570 hingegen beginnt bei 219 US-Dollar am 16. Januar 2025.
B580-Herstellerbenchmarks: »Zehn Prozent gegenüber RTX 4060, 24 Prozent gegenüber Arc A750«
Der Fokus der neuen Battlemage-Generation liegt Intel zufolge klar auf einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis in 1440p-Benchmarks, die die am schnellsten wachsende Auflösung unter Spielern darstellt. Insbesondere die Arc B580 wird in der herstellereigenen Vorschau prominent platziert und mit der Konkurrenz verglichen.
- So soll im Preissegment unterhalb von 300 US-Dollar die Arc B580 eine wesentlich bessere Raster- und Raytracing-Leistung als bei Nvidia RTX 4060 und AMD RX 7600 zur Verfügung stehen.
- Gegenüber der Nvidia-GPU sei man im Hinblick auf die reine FPS-Zahl bei 1440p-Auflösung im Schnitt etwa 10 Prozent schneller unterwegs. Als besonderer Ausreißer wird Cyberpunk 2077 genannt: Hier seien 43 Prozent mehr Bilder pro Sekunde drin.
- Im Vergleich zum eigenen Vorgänger in Form der Arc A750 will man sogar noch überlegener sein: Im Schnitt verspricht Intel einen Performanceschub von rund 24 Prozent. Ein Benchmarkvergleich zu einem AMD-Modell findet sich in der Vorschau indes nicht.
Ausschlaggebend für die verbesserte Performance sei neben den verbesserten Xe2-Kernen auch die zweistellige VRAM-Größe, die insbesondere bei aktiviertem Raytracing zum Tragen kommt. In Forza Motorsport wird etwa ein Performanceplus von bis zu 64 Prozent gegenüber der RTX 4060 mit 8 GByte genannt.
Aber auch das aufgebohrte XeSS 2 soll seinen Teil dazu beitragen, dass Intel Battlemage sich in der Einsteiger- und Mittelklasse etabliert – unter anderem feiern XeSS-FG und XeSS-LL ihr Debüt.
XeSS 2: Frame Generation und Low-Latency kommen ins Spiel
Gemeint sind damit neben der bereits bekannten Upscaling-Lösung eine eigene Frame-Generation (XeSS-FG) sowie ein »Latenzkiller« (XeSS-LL).
- XeSS-FG setzt die in obiger Tabelle erwähnten XMX-Kerne voraus und ist damit zumindest vorerst Intel-exklusiv. In Verbindung mit dem »Super Resolution« genannten Upscaling sollen so im Quality-Preset bis zu dreimal mehr FPS zur Verfügung stehen, im Performance-Preset sogar die vierfache Menge. Als Beispiel nennt Intel hierfür F1 24.
- Bei XeSS-LL handelt es sich hingegen um Intels Antwort auf AMD Anti-Lag. Insbesondere im Zusammenspiel mit Frame Generation sollen in Spielen die System- und Eingabelatenzen um bis zu 45 Prozent reduziert werden.
Zum Start sollen zehn Spiele das gesamte unter XeSS 2 zusammengefasste Portfolio unterstützen:
Daneben wird auch der Intel-Treiber sowie die zugehörige Benutzeroberfläche umgestaltet. Künftig könnt ihr eure Alchemist- und Battlemage-Grafikkarten über die »Intel Arc Graphics Software« anpassen und einstellen.
Unter anderem nennt Intel hier erweiterte Möglichkeiten zur Übertaktung und zum Undervolting, die für GPU-Enthusiasten bereitstehen sollen.
Ebenso sollen »Intel-spezifische Displayeinstellungen« sowie neue Metriken zur Überwachung der angezeigten FPS zur Verfügung stehen.

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