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Spieler rechnet aus: Ihr könnt in D&D statistisch 1.024.651.689.984 unterschiedliche Charaktere spielen

Ein Reddit-Nutzer hat sich der mathematischen Herausforderung gestellt, alle möglichen Charakter-Kombinationen in Dungeons & Dragons 5th Edition zu berechnen.

Nutzt ihr die Berechnung des Reddit-Users, könnt ihr in Baldurs Gate 3 über 12.000 verschiedene menschliche Schurken spielen. Nutzt ihr die Berechnung des Reddit-Users, könnt ihr in Baldur's Gate 3 über 12.000 verschiedene menschliche Schurken spielen.

Wer seinen ersten Charakter in Dungeons & Dragons erstellt, fühlt sich oft von der Auswahl erschlagen. Völker, Klassen, Hintergründe und Attribute wollen gewählt und kombiniert werden.

Der Reddit-Nutzer Suspicious_Log_5822 wollte es genau wissen und präsentierte im Subreddit des Rollenspiels eine Rechnung, die das Ausmaß der Entscheidungsfreiheit beziffern soll. Sein Ergebnis: Es gibt exakt 1.024.651.689.984 unterschiedliche Charaktere, die ihr theoretisch erstellen könntet.

Doch so beeindruckend diese Zahl wirkt, sie hält einer genaueren Prüfung durch die Veteranen der Community nicht stand.

Die Rechnung hinter der Billion

Um auf diese Summe von über einer Billion zu kommen, legte der Nutzer ein spezifisches Regelset zugrunde. Die Berechnung basierte auf den Inhalten des »Player’s Handbook« sowie den Erweiterungen aus »Mordenkainen’s Tome of Foes«.

In die Multiplikation flossen folgende Faktoren ein:

  • Sämtliche Völker und Untervölker aus den genannten Büchern.
  • Alle Klassen und Unterklassen (der Nutzer nimmt hier den Wert 117).
  • Alle 16 möglichen Zahlenwerte für jedes der sechs Attribute (ohne Boni).
  • Alle neun möglichen Gesinnungen.

Das Resultat verdeutlicht, warum zwei Heldengruppen selten gleich aussehen. Selbst wenn ihr jeden Tag einen neuen Charakter erstellen würdet, bräuchtet ihr mehrere Milliarden Jahre, um alle Optionen auszuschöpfen. Dennoch erntete der Threadersteller nicht nur Lob für seine Mühe, sondern vor allem Korrekturen.

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Was in der Statistik fehlt

Die Diskussion unter dem Beitrag entwickelte sich schnell zu einer langen Liste an weiteren Variablen, die die Zahl noch deutlich größer werden lassen würde.

  • Hintergründe und Talente: Jeder Charakter wählt einen Hintergrund, der Fähigkeiten und Ausrüstung bestimmt. Zudem ermöglichen Talente – insbesondere bei der Wahl der Variante des Menschen – eine weitere Ausdifferenzierung, die die Zahl der Möglichkeiten vervielfacht.
  • Das Multiclassing-Problem: Der größte Kritikpunkt an der Rechnung ist das Fehlen von Klassenkombinationen. In Dungeons & Dragons seid ihr nicht an eine einzelne Klasse gebunden. Ein Charakter kann beispielsweise zwei Level als Kämpfer aufsteigen, dann drei als Magier und schließlich als Schurke weitermachen.
  • Zauber und Ausrüstung: Ein weiterer Faktor, der zwei Charaktere derselben Klasse und desselben Volkes komplett voneinander unterscheiden kann, ist die Wahl der Zaubersprüche. Ein Magier mit einer Auswahl an Feuerzaubern spielt sich gänzlich anders als ein Illusionist, auch wenn alle anderen Werte identisch sind. Bezieht man die Ausrüstung (Waffenwahl, Rüstung) mit ein, bewegt sich die Zahl der Optionen eher in Richtung »praktisch unendlich«.

Doch bei aller Liebe zur Mathematik müssen wir zum Ende kurz reingrätschen: Ein Großteil dieser theoretischen Charaktere würde sich im Spiel absolut identisch anfühlen. Wer D&D kennt, weiß schließlich, dass es nicht unbedingt den riesigsten Unterschied fürs Spielgefühl macht, ob im Charakterbogen nun Stärke 16 oder 17 steht. Die gigantische Zahl ist am Ende also eher eine nette Spielerei für alle Taschenrechner-Fans.

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