Intel Core i9 10900K Benchmarks: Zehnkerner beeindruckt mit Overclocking-Potenzial

Ein Overclocker konnte Intels neues Desktop-Flaggschiff ohne aufwändiges Kühlsystem um 500 MHz über den Spezifikationen betreiben und benchmarken.

von Alexander Köpf,
07.05.2020 12:22 Uhr

Laut MSI haben 27 Prozent der Core-i9-10900K(F)-CPUs genug Spielraum, um deutlich übertaktet zu werden. Laut MSI haben 27 Prozent der Core-i9-10900K(F)-CPUs genug Spielraum, um deutlich übertaktet zu werden.

Intels neues Flaggschiff für den Desktop in Form des Core i9 10900K mit zehn Kernen und zwanzig Threads hat offenbar beeindruckendes Overclocking-Potenzial, wie Twitter-Nutzer OldSKol (via Videocardz und Wccftech) zeigt - oder besser zeigte, denn mittlerweile ist die Seite wieder offline.

Auf allen Kernen und Threads gleichzeitig erzielte er den gezeigten Werten zufolge eine Rechengeschwindigkeit von beeindruckenden 5,4 GHz auf allen zehn Kernen.

Wie wurde die hohe Taktrate erzielt?

Um das Overclocking richtig einordnen zu können, ist ein Blick auf die offiziellen Spezifikationen des Core i9 10900K hilfreich:

  • 10 Kerne / 20 Threads, 20,0 MByte Cache, DDR4-2933
  • 3,7 GHz Basistakt, maximal 5,3 GHz auf einem Kern, maximal 4,9 GHz auf allen Kernen
  • 125 Watt TDP

Offenbar handelte es sich bei dem Core i9 10900K von OldSKol um eine sogenanntes Engineering Sample. (Bildquelle: Videocardz) Offenbar handelte es sich bei dem Core i9 10900K von OldSKol um eine sogenanntes Engineering Sample. (Bildquelle: Videocardz)

Um die 5,4 GHz auf allen Kernen anlegen und stabil halten zu können, setzte der Overclocker Wccftech und den CPU-Z-Screenshots zufolge die Kernspannung auf 1,350 Volt.

Das Überraschende dabei: Es kam keine aufwändige LN2(Flüssigstickstoff)-Kühlung zum Einsatz. Angeblich nutzte OldSKol dazu lediglich standardmäßige Kühllösungen - also Luft- oder Wasserkühlung.

In diesem Zusammenhang sind auch kürzlich bekanntgewordene Binning-Statistiken von MSI (via Wccftech) zu den neuen Comet Lake-S-Prozessoren interessant. Demnach können rund 27 Prozent der getesteten Core i9 10900K und 10900KF wirklich gut übertaktet werden.

Was heißt das für die Leistung?

Mit Blick auf die Mehrkern-Performance konnte der Core i9 10900K in Cinebench R15 durch die Übertaktung um 27 Prozent von 2.347 auf 3.002 Punkte zulegen.

Eine durchaus beeindruckende Steigerung, auch wenn AMDs Ryzen 9 3900X mit Werkseinstellungen bereits auf 3.200 bis 3.300 Punkte kommt. Die CPU verfügt allerdings über zwei Kerne und vier Threads mehr, was im Cinebench eine große Rolle spielt.

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Wie hoch ist bei 5,4 GHz die Leistungsaufnahme? Dazu machte OldSKol ebenfalls keine Angaben. Bekannt ist jedoch, dass das Power-Limit bei rund 250 Watt (PL2) liegen soll.

Da das für den Core i9 10900K mit Standard-Einstellungen gilt, die für maximal 4,9 GHz auf allen Kernen ausgelegt sind, ist davon auszugehen, dass die 250 Watt durch das Overclocking wohl deutlich überschritten wurden.

Wann kommen die neuen Intel-Prozessoren?

Die ersten K-Modelle aus der Comet Lake-S-Reihe sollen am 20. Mai in den Regalen stehen, ab dem 27. Mai sollen dann weitere Modelle folgen.

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