Endlich gute Nachrichten für Handheld-Fans: Ein großer Sprung nach vorn steht bevor

Ausgerechnet Intel liefert diesen Leistungssprung, den sich Valve für ein Steam Deck 2 gewünscht hat.

Steht uns 2026 der Leistungssprung bevor, den Valve für ein Steam Deck 2 braucht? (Bildquelle: UmmeKulsum - stock.adobe.com, Valve) Steht uns 2026 der Leistungssprung bevor, den Valve für ein Steam Deck 2 braucht? (Bildquelle: UmmeKulsum - stock.adobe.com, Valve)

Valve hat zum Steam Deck 2 seit Jahren eine klare Haltung: Ein Nachfolger kommt nicht, nur weil man ein bisschen mehr Leistung herausquetschen kann.

Die Hardware muss wieder einen signifikanten Leistungssprung nach vorn machen, ohne dass Akkulaufzeit und Effizienz dafür geopfert werden.

Ausgerechnet Intel liefert jetzt das erste wirklich greifbare Argument dafür, warum 2026 für Handhelds endlich nach dem gewünschten Level-Up aussieht.

Intel Panther Lake beeindruckt in ersten Tests

Intel Panther Lake (die neue Core Ultra 300-Serie) zeigt in den ersten Tests etwas, das für Handhelds mehr wert ist als jedes FPS-Feuerwerk:

Leistung bei niedriger TDP, ohne dabei ineffizient zu werden. 

Der Core Ultra X9 388H ist schneller und zugleich effizienter als Zen 5 (zum Beispiel Lenovo Legion Go 2 oder Asus ROG Xbox Ally X). Damit liefert Intel genau das, was bei mobilen Geräten so wichtig ist: solide Leistung bei hoher Effizienz.

Die neuesten PC-Handhelds von Asus und Lenovo sind mit dem AMD Ryzen Z2 Extreme ausgestattet, der im Vergleich zum Vorgänger, dem Z1 Extreme, eher evolutionäre Verbesserungen bringt. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die neuesten PC-Handhelds von Asus und Lenovo sind mit dem AMD Ryzen Z2 Extreme ausgestattet, der im Vergleich zum Vorgänger, dem Z1 Extreme, eher evolutionäre Verbesserungen bringt. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Noch spannender wird es bei dem, was für Handheld-Fans wirklich wichtig ist: die GPU. Die folgenden frühen Messungen stammen zwar noch von Notebooks, aber sie sind schon jetzt sehr vielversprechend.

Im Test von ComputerBase zeigt sich, wie stark sich Panther Lake bereits um rund 25 Watt von AMDs Radeon 890M absetzen kann: 63 Prozent (!) mehr Leistung – wohlgemerkt in einem Leistungsbereich, der für Handhelds absolut typisch ist. 

Während der AMD Ryzen Z1 Extreme zum Z2 Extreme sich leistungstechnisch nur um etwa 10 bis 20 Prozent verbesserte, liefert Intel einen Generationssprung, der ein Steam Deck 2 rechtfertigen würde. Die Lücke zwischen der Van-Gogh-APU vom Steam Deck und der neuen Intel-Panther-Lake-Serie ist riesig.

In Cyberpunk 2077, 1200p-Auflösung, mittleren Einstellungen und ohne Upscaling lassen die neuen Intel iGPUs den AMD Radeon 890M weit hinter sich. (Bildquelle: Hardware Canucks YouTube) In Cyberpunk 2077, 1200p-Auflösung, mittleren Einstellungen und ohne Upscaling lassen die neuen Intel iGPUs den AMD Radeon 890M weit hinter sich. (Bildquelle: Hardware Canucks / YouTube)

Intel punktet nicht nur mit roher GPU-Power, sondern auch mit modernen Grafik-Features, die sich Handhelds seit Jahren von AMD wünschen: KI-Upscaling und Frame-Generation als echte Optionen für mobile Spieler und Spielerinnen. 

In Shadow of the Tomb Raider, Full-HD-Auflösung und höchsten Einstellungen werden mit dem Intel Core Ultra X9 388H schon ohne Frame-Generierung spielbare 60 FPS erreicht. Mit aktivierter XeSS-Frame-Generierung steigen sie auf über 140 FPS.

AMDs FSR-4-Features sind offiziell an RDNA4 gekoppelt und in aktuellen AMD-Handhelds stecken weiterhin ältere iGPU-Generationen, denen diese Funktionen verwehrt bleiben. 

Ausgerechnet das zuletzt krisengebeutelte Intel zeigt AMD wie ein Leistungssprung aussehen kann, der für ein Steam Deck 2 relevant werden könnte und wir dürfen gespannt sein, wenn die ersten Handhelds mit den Chips aufschlagen

Eine Sorge bleibt jedoch.

Die Fortschritte laufen im Gleichschritt mit der Speicherkrise

Video starten 41:38 2026: Das Schicksalsjahr für Gaming-Handhelds

Wenn RAM, Flash-Speicher und andere Bauteile spürbar teurer werden, dann wird das nächste große Handheld-Upgrade nicht nur eine Technik-, sondern auch eine Preisfrage. 

Neue Chips wie Panther Lake oder kommende AMD-Generationen können Handhelds endlich effizienter und schneller machen, aber sie landen in Geräten, die zwangsläufig mehr kosten, weil Hersteller höhere Kosten kompensieren müssen. 

Das macht den Release eines Steam Deck 2 gerade schwierig: Valve will den großen Sprung machen, müsste ihn aber gleichzeitig zu einem Preis liefern, der zur Steam-Deck-Familie passt. 


Unsere Handheld-Kaufberatung: Die besten Handhelds für PC-Spiele 2026


Selbst bei der Steam Machine bleibt deshalb offen, wann sie wirklich erscheint und vor allem, zu welchem Preis. 

Viele Hersteller beobachten den Markt, rechnen und warten noch ab. Ich hoffe trotzdem, dass Intel AMD gerade genug Feuer unterm Hintern macht. 

Wenn der Konkurrenzdruck steigt, profitieren am Ende wir. 

Intel hat vorgelegt. Jetzt muss AMD zeigen, dass Handhelds 2026 nicht nur teurer werden, sondern auch wirklich besser.

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