Intel ist abgeschrieben, aber könnte Spieler Anfang 2021 überraschen

AMD wird aller Voraussicht nach mit Ryzen 5000 den Performance-Thron bei Spielen erobern. Doch Intel könnte schneller zurückschlagen, als wir glauben.

von Alexander Köpf,
15.10.2020 15:20 Uhr

Kann AMD die Spitzenpostion in Sachen Spielen vielleicht nur wenige Monate halten? Kann AMD die Spitzenpostion in Sachen Spielen vielleicht nur wenige Monate halten?

Was hat Intel nach der Vorstellung von AMDs neuen Ryzen-Prozessoren mit 5000er-Nomenklatur noch in petto? Dieser Frage widmen sich aktuelle Beiträge zweier bekannter Hardware-Leaker. Konkret wollen MebiuW (@MebiuW) und ITCooker Details zu Intels Rocket Lake-S-Prozessoren für den Desktop kennen, der für das erste Quartal 2021 angekündigt wurde.

Rocket Lake-S mit bis zu 5,5 GHz Turbotakt

Core i9 mit bis zu 5,5 GHz: MebiuW zufolge sollen sowohl Core i7 als auch Core i9 der elften Core-Generation für den Desktop mit maximal acht Kernen und sechzehn Threads ausgestattet sein.

Der wesentliche Unterschied bestehe dabei in den Taktraten, die für den Core i9 bis zu 5,5 GHz im Turbomodus reichen (5,3 GHz auf einem Engineering Sample, ES2). Für den Core i7 sieht er in der Spitze 5,2 GHz vorher.

Was Intels Konkurrent AMD mit Ryzen 5000 zu bieten hat, erfahrt im folgenden Artikel:

Ryzen 5000: Alles zu Release, Preisen & Specs   421     11

Mehr zum Thema

Ryzen 5000: Alles zu Release, Preisen & Specs

Auf dem Preisniveau des Core i7 10700K: Preislich soll der Rocket Lake-S Core i7 dabei mit unter 400 US-Dollar zu Buche schlagen. Zum Vergleich: AMDs Achtkerner Ryzen 7 5800X soll 449 US-Dollar kosten (ohne Umsatzsteuer).

Intels aktuellen Core i7 10700K aus der Comet Lake-S-Reihe gibt es laut Geizhals.de derzeit ab rund 360 Euro. Beim US-amerikanischen Onlinehändler Newegg werden 375 US-Dollar aufgerufen (ohne Umsatzsteuer).

Die größten Neuerungen seit Skylake im Jahr 2015

ITCooker geht noch etwas tiefer ins Detail: Demnach soll die Architektur der Rocket Lake-S-Prozessoren mit Blick auf die Spiele-Performance verbessert worden sein - vom größten Upgrade seit Skylake im Jahr 2015 ist die Rede (via Wccftech).

Konkurrenz nur bei Gaming-Performance: Sie seien viel stärker als die Core-i-10000 (Comet Lake-S), heißt es, obgleich sie AMD im Mehrkernvergleich von Cinebench R20 und R15 aufgrund der geringeren Kernzahl - wenig überraschend - nicht das Wasser reichen könnten.

Die wichtigsten Infos der beiden Leaker zu Rocket Lake-S zusammengefasst:

  • Maximal 8 Kerne und 16 Threads
  • i9 mit bis zu 5,5 GHz Turbo, i7 mit bis zu 5,2 GHz
  • Cache: L1 von 32KB auf 48KB und L2 von 256KB auf 512KB vergrößerte
  • Unterstützung für PCI Express 4.0 (von Intel bereits bestätigt)
zu den Kommentaren (61)

Kommentare(61)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.