»Größter Siri-Umbau seit 15 Jahren«: Leak zu iOS 27 zeigt, in welche Richtung die Apple-Assistenz bald gehen soll

Ein Leak zeigt den Fokus von iOS 27: Apple plant demnach eine grundlegende Überarbeitung der Siri-App. Neben neuen Interfaces bedeutet das auch neue KI-Funktionen.

Für iOS 27 hat Apple die Siri-Asssistenz wohl von Grund auf neu gedacht. (© Francois Eichinger, rosinka79 via Adobe Stock) Für iOS 27 hat Apple die Siri-Asssistenz wohl von Grund auf neu gedacht. (© Francois Eichinger, rosinka79 via Adobe Stock)

In wenigen Tagen steht die WWDC 2026 an: Am 8. Juni lädt Apple wieder zur Entwicklerkonferenz ein, um die Softwareneuerungen vorzustellen, die für iOS 27 und Co. anstehen.

Der für gewöhnlich gut informierte Bloomberg-Reporter Mark Gurman hat hierzu ein ganzes Portfolio an Leaks zusammengestellt, die sich explizit um das neue iPhone-Betriebssystem drehen.

Im Zentrum steht insbesondere eine grundlegende Überarbeitung von Siri, die Gurman als nicht weniger als die »größte Überarbeitung des Assistenten in seiner rund 15-jährigen Geschichte« ansieht.

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Das neue Siri-Interface: »Search or Ask«

Siri soll in iOS 27 auf zwei Wegen erreichbar sein. Wenn ihr »Hey Siri« sagt oder den Power-Button gedrückt haltet, bekommt ihr eine überarbeitete Siri-Animation direkt im Dynamic Island zu sehen. Für Sprachbefehle und schnelle Suchanfragen bleibt das laut Bloomberg der bevorzugte Einstieg.

Daneben plant Apple einen komplett neuen Zugang: Ein Wisch von der oberen Bildschirmmitte nach unten soll das »Search or Ask«-Interface aufklappen.

  • Hierüber öffnet ihr eine »grunderneuerte Siri-Erfahrung, die zum Erledigen von Aufgaben oder klassische Textsuchen« gedacht ist.
  • Ob das auch per Sprachsteuerung funkntioniert, geht aus dem Leak nicht hervor. Die Benachrichtigungszentrale öffnet ihr indes im neuen iOS 27 mit einem Wischer nach unten von der oberen linken Ecke ausgehend.

Die Ergebnisse klappt das System indes als Informationskarten aus dem Dynamic Island heraus; wer tiefer gehen will, wechselt von dort direkt in die neue Siri-App.

Das »Search or Ask«-Interface soll das klassische »Hey Siri« ergänzen. (© Bloomberg, Illustration: 731) Das »Search or Ask«-Interface soll das klassische »Hey Siri« ergänzen. (© Bloomberg, Illustration: 731)

Apples Antwort auf ChatGPT

Erstmals soll Siri eine eigenständige App bekommen – und die soll laut Bloomberg aussehen und funktionieren wie die KI-Konkurrenz in Form von ChatGPT oder Google Gemini.

Der Gesprächsverlauf früherer Sitzungen ist demnach dauerhaft abrufbar; Anfragen lassen sich per Tippen oder Sprache stellen. Ebenso könnt ihr Dokumente und Fotos direkt anhängen. Im Hintergrund arbeitet indes ein Modell auf Basis von Google-Gemini-Technologie.

Hinzu kommt ein Auswahlmenü für externe KI-Dienste: Im Bedarfsfall könnt ihr Anfragen direkt an ChatGPT, Gemini oder Claude über ein Drop-Down-Menü direkt aus dem »Search or Ask«-Interface heraus weiterleiten.

Siri in der Kamera: Visuelles KI-Interface als eigener Modus

Laut Bloomberg bekommt die Kamera-App erstmals einen dedizierten Siri-Modus. Aufgenommene Bilder sollen sich von dort direkt an externe KI-Dienste oder eine Google-Bildsuche schicken lassen.

  • Apropos Kamera: Auch der Rest der App wird laut dem Bericht deutlich flexibler. Über ein neues »Widgets hinzufügen«-Panel sollen sich Profi-Steuerelemente wie manuelle Belichtung dauerhaft in die obere Werkzeugleiste einrichten lassen.
  • Die Fotos-App wiederum erhält die KI-Werkzeuge »Reframe« und »Extend«: Ersteres justiert Bildausschnitt und Perspektive nachträglich, letzteres füllt fehlende Bildbereiche per KI.

Im linken Schema seht ihr den dedizierten Siri-Button, daneben die »Profi«-Widgets für den Schnellzugriff. (© Bloomberg, Illustration: 731) Im linken Schema seht ihr den dedizierten Siri-Button, daneben die »Profi«-Widgets für den Schnellzugriff. (© Bloomberg, Illustration: 731)

Natürlich gibt es mehr als nur Siri-Neuerungen

Jenseits der Siri-Überarbeitung mitsamt neuer KI-Funktionen bringt iOS 27 laut Bloomberg noch einiges mehr. Darunter soll sich etwa eine systemweite Grammatiküberprüfung befinden.

Apple selbst schweigt indes; ein Sprecher wollte den Bericht auf Bloomberg-Anfrage hin nicht kommentieren.

Auch deshalb weist Gurman auf gesunde Vorbehalte hin: Apple arbeite intern regelmäßig an mehreren Designvarianten parallel, sodass nicht immer alle Leaks deckungsgleich mit der tatsächlichen WWDC-Präsentation sind – im konkreten Fall sind sie aber äußerst wahrscheinlich.

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