Musik, die mit KI erstellt wurde, ist mittlerweile überall zu finden – egal ob auf Social Media, Spotify oder auch auf dem einen oder anderen Stadtfest in Deutschland.
Und während ich zwar ein paar wenige Personen kenne, die das super cool finden, bin ich von KI-Musik eher eines: genervt.
Künstliche Intelligenzen wie Suno
, Tad
oder Udio
werden zudem immer besser im Erstellen neuer Lieder, weshalb es schwerer wird, echte Musik von computergenerierter zu unterscheiden.
Ich habe deshalb nach verschiedenen Tipps und Tricks gesucht, mit denen sich KI-Musik leichter erkennen lässt. Zudem habe ich einzelne Anwendungen zur KI-Erkennung getestet und verrate euch, warum Submithub.com
mein Favorit ist.
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Der TikToker und Musikexperte Pawnsorkings hat es sich zur Aufgabe gemacht, KI-Musik von echten Liedern zu unterscheiden. Dabei behauptet er, computergenerierte Musik mittlerweile innerhalb der ersten zehn Sekunden mit einer Trefferquote von 85 Prozent zu erkennen.
Dafür muss er teilweise nicht mal die Lieder hören, um ein erstes Indiz zu bekommen, denn seiner Aussage nach sind die meisten KI-Nutzer »super faul«.
So sind bei den Songs häufig auch die Bilder mit einer KI erstellt, was sie von echten Musikern unterscheidet – denn da ist KI oft ein sehr negatives Thema und in der Nutzung fast komplett ausgeschlossen.
Auf den Klang kommt es an!
Bevor ein Lied veröffentlicht wird, kommt es in der Regel noch mal ins Mastering. So wird der Prozess genannt, in dem die einzelnen Instrumente in ihren Klang angepasst werden, um am Ende ein rundes Gesamtergebnis zu bieten.
Bei KI-Musik ist das meist nicht der Fall, und viele Lieder klingen nach einem unsauber gemischten und vor allem komprimierten Einheitsbrei.
Link zum TikTok-Inhalt
Der Musik-Profi bezeichnet den Sound als »zusammengepresst« und erklärt, dass bei Rock, Metal und allgemeiner gitarrenlastiger Musik gut zu erkennen ist, dass keine echte Gitarre jemals so klingen würde, wie sie im Großteil der KI-Songs zu hören ist.
Das liegt eben daran, dass KI bei der Musik meistens keine einzelnen Audiospuren liefert, sondern wie im Fall von Suno ganze Lieder abliefert, die sich dann nicht mehr so leicht mixen lassen.
Gute Kopfhörer und Boxen helfen beim Erkennen: Der gepresste und stark komprimierte Klang der Lieder ist über die meisten normalen Handylautsprecher und Billig-Kopfhörer nicht zu hören. Solltet ihr jedoch Musikboxen oder Kopfhörer mit einem breiteren Klangbild verwenden, hört ihr einen deutlichen Unterschied in der Qualität.
Das berühmteste Beispiel dafür sind wahrscheinlich die Beatles, die mit ihren Liedern gerne im Mastering gespielt haben. Viele der berühmten Hits wie »Here Comes The Sun« sind so aufgebaut, dass die einzelnen Instrumente deutlich herauszuhören sind und auch die ein oder andere Spielerei, wie ein wechselnder Surroundsound, in den Liedern vorkommt.
Dinge, die für KI-Musik zum aktuellen Stand eher untypisch und mit der aktuellen Funktionsweise vieler Tools nahezu unmöglich sind.
Diese Anwendungen und Hilfsmittel kann ich euch empfehlen
Wenn es trotz all dieser Tipps mit dem Erkennen der Musik nicht klappt, gibt es einige Anwendungen und Hilfsmittel, die ihr verwenden könnt, um KI-Lieder zu entlarven.
SubmitHub AI-Detector (nur im Browser)
Das Tool SubmitHub
wurde von einem ehemaligen Google-Mitarbeiter entwickelt und analysiert Audiodateien oder Links gezielt auf digitale Spuren von Synthesizern und KI-Generatoren.
Die Funktionsweise ist simpel: Ihr fügt den Song ein und das Tool spuckt euch eine Wahrscheinlichkeit aus, ob hier eine KI am Werk wäre.
Ein kleiner Haken ist jedoch, dass ihr ohne Anmeldung nur zwei Songs am Tag überprüfen könnt. Wer mehr scannen möchte, muss sich einen kostenlosen Account erstellen.
Allerdings solltet ihr euch nicht blind auf das Ergebnis verlassen. In der Musik-Community gibt es immer wieder User, die das Tool zum Test bewusst mit KI-Songs gefüttert haben – die von der Software nicht erkannt wurden.
Das wirft Fragen bezüglich der Glaubwürdigkeit auf. Da sich die Anwendung aber noch mitten in der Entwicklung befindet und die App insgesamt einen guten Eindruck macht, bleibt SubmitHub für mich aktuell ein hilfreiches Werkzeug.
KI-Erkennung auf Spotify und Deezer: Das tun die Plattformen
Auch die großen Streaming-Riesen versuchen, das Problem in den Griff zu bekommen und haben entsprechende Richtlinien aufgestellt.
Spotify setzt hierbei vor allem auf optische Verifizierungen: Die begehrten grünen Haken, die »echte« Artists auszeichnen, sind für reine KI-Künstler und computergenerierte Profile komplett ausgeschlossen.
Deezer geht sogar noch einen Schritt weiter und bietet ein eigenes »AI-Detect«-Tool an. Die Idee ist gut, die Praxis bisher aber ziemlich ungenau.
Oft liefert die Erkennung recht schwammige Antworten, die mehr Fragen aufwerfen, als sie beantworten. Wenn mir das Tool beispielsweise sagt, dass meine importierte Spotify-Playlist zu einem Prozent aus KI-Musik besteht, stellt sich mir die Frage: Was fange ich mit dieser Information an?
Wer also wirklich wissen will, was in einer Audiodatei steckt, fährt mit SubmitHub derzeit besser.
Ein guter Tipp der Reddit-Community: Sucht Infos zu den Musikern hinter den Liedern
Auch sehr empfehlenswert: Überprüft die Artists hinter den Liedern. Wenn eine Person beispielsweise aus dem Nichts einen Song in Studio-Qualität veröffentlicht und keine weiteren Releases verzeichnen kann, ist das schon mal ein erstes Indiz.
Es kann sich dabei auch um Newcomer handeln, dann lohnt sich aber ein Blick in das öffentliche Auftreten der Person. Sollten beispielsweise keine Social-Media-Accounts zu finden sein und auch keine Marketing-Maßnahmen existieren, handelt es sich entweder um einen Underground-Musiker oder eben einen KI-Künstler.
Auch mit einem Blick auf Live-Auftritte lässt sich relativ gut erkennen, ob hinter der Musik ein echter Artist steht.
Gibt es bereits Aufnahmen von den Sängern, Bands, DJs und Co., spricht das für echte Personen hinter der Musik – gerade weil aufgrund der geringen Streaming-Einnahmen Konzerte immer mehr zu der Haupteinnahmequelle vieler Künstler werden.
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Ein weiterer Aspekt ist, dass bei der Musikproduktion künstliche Intelligenz verwendet worden sein kann – beispielsweise für das Instrumental oder erste Beat-Skizzen.
Die Hip-Hop-Künstlerin Haiyti gab etwa in einem Interview im RBB-Format »Berlin Sounds« an, KI als Werkzeug zu verwenden, um ihre Beats zu bauen. Dass Artists offen über ihre KI-Nutzung reden, ist aber wahrscheinlich eher die Ausnahme.




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