»Sie sind eine offene Einladung zur Katastrophe«: Nvidia-Manager über Kill-Switches in KI-Chips

Nvidia lehnt Kill-Switches für KI-Chips ab und warnt vor gefährlichen Folgen.

Nvidia hat sich zur Forderung nach Kill-Switches geäußert. Nvidia hat sich zur Forderung nach Kill-Switches geäußert.

Das weltweite KI-Wettrennen ist in vollem Gange. Der Zugriff auf passende, leistungsstarke Hardware ist dabei von entscheidender Bedeutung. Ein Manager von Nvidia hat sich zu sogenannten »Kill-Switches« in KI-Chips geäußert.

Nvidia verzichtet auch in Zukunft auf Kill-Switches

In einem Blog-Artikel hat sich David Reber Jr., der Sicherheitschef von Nvidia, ausführlich zu der heiklen Thematik geäußert.

Er stellt dabei klar, dass Nvidia Kill-Switches grundsätzlich ablehnt und für einen Fehler hält (via Xataka). Gerade, dass die Nutzer keinerlei Kontrolle darüber hätten, wird als gefährlich bezeichnet:

Die Festverdrahtung eines Kill-Switches in einen Chip ist etwas völlig anderes: ein permanenter Fehler, der außerhalb der Kontrolle des Benutzers liegt und eine offene Einladung für Katastrophen darstellt. Das ist so, als würde man ein Auto kaufen, bei dem der Händler eine Fernbedienung für die Handbremse behält – nur für den Fall, dass er entscheidet, dass man nicht fahren sollte. Das ist keine vernünftige Politik. Es ist eine Überreaktion, die den wirtschaftlichen und nationalen Sicherheitsinteressen Amerikas irreparablen Schaden zufügen würde.

Video starten 17:27 Gefährliche KI-Trends: Was tun, wenn eure Stimme im Netz geklaut wird?

Worum geht's eigentlich?

  • Um KI weiterzuentwickeln und zu trainieren, werden riesige Mengen an Chips wie in Grafikkarten benötigt.
  • Wer das Rennen also gewinnen will, braucht mehr dieser Chips als die Konkurrenz.

Mit AMD und Nvidia stammen die beiden größten Hersteller dieser Hardware-Produkte aus den USA. Beide generieren aber auch viel Geld durch den Verkauf von GPUs nach China.

Einige Politiker aus den USA sehen darin ein Sicherheitsrisiko, teilweise wurde der Export bestimmter Chips nach China auch schon verboten. Dennoch gelangen zahlreiche Chips über Umwege in das Land.

Hier kommt der Vorschlag der »Kill-Switches« ins Spiel. Einige Politiker fordern, dass die Geräte aus der Ferne abschaltbar sein sollen, wenn beispielsweise erkannt wird, dass diese an einem Ort sind, an dem sie nicht sein sollen oder etwa zur Entwicklung neuer Waffentechnologien genutzt werden.

Ein Gesetzesentwurf aus dem Mai 2025 zielt beispielsweise eindeutig darauf ab.

Fernost gegen West: Die meisten Länder dürften mittlerweile verstanden haben, wie stark der Einfluss von KI auf das Leben der Menschen ist und in Zukunft sein könnte. Daraus ergibt sich wie selbstverständlich ein Wettrennen um die leistungsfähigsten Modelle zwischen den größten Nationen der Welt.

Die USA sind mit Modellen etwa von OpenAI oder Google derzeit führend, dass China aber ebenfalls große Schritte macht, hatte das Beispiel Deepseek ziemlich deutlich gemacht. In Zukunft möchte China eigene KI-Chips herstellen. Bis es so weit ist, ist das Land aber auf Importe, vor allem aus den USA, angewiesen.

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